Finanzierungsarten und Investitionen
Bei der Finanzierung geht es darum, woher das Geld kommt. Es gibt zwei Hauptquellen: Eigenkapital und Fremdkapital. Diese können entweder von außen kommen (Außenfinanzierung) oder von innen (Innenfinanzierung).
Die Außenfinanzierung umfasst die Kreditfinanzierung (Aufnahme von Darlehen) und die Beteiligungsfinanzierung (Investoren steigen ein). Bei der Innenfinanzierung nutzt das Unternehmen Selbstfinanzierung durch einbehaltene Gewinne oder bildet Rückstellungen für zukünftige Ausgaben.
Eine Investition bedeutet, finanzielle Mittel einzusetzen, um später höhere Erträge zu erwirtschaften. Je nach Zeitpunkt und Zweck unterscheidet man verschiedene Investitionsarten: Gründungsinvestitionen (beim Start), laufende Investitionen sowie Ersatz-, Rationalisierungs- und Erweiterungsinvestitionen.
💡 Merke dir: Der Zusammenhang zwischen Investition und Finanzierung ist grundlegend - erst wenn die Finanzierung geklärt ist, können Investitionen getätigt werden. Ohne Geld keine neuen Maschinen oder Projekte!
Crowdfunding als moderne Finanzierungsart
Crowdfunding ist eine innovative Finanzierungsart in der BWL, bei der Geld über das Internet für Geschäftsideen oder konkrete Projekte gesammelt wird. Auf Crowdfunding-Plattformen Deutschland muss die Zielsumme sowie der Start- und Endtermin der Aktion festgelegt werden.
Es gibt vier verschiedene Modelle: Beim lending-based Crowdfunding erhalten Investoren einen festen Zinssatz. Das donation-based Crowdfunding funktioniert als Spende ohne Gegenleistung und wird oft für soziale Projekte genutzt.
Beim equity-based Crowdfunding (auch Crowdinvesting genannt) erwerben Kapitalgeber echte Beteiligungen am Unternehmen und profitieren vom Gewinn. Das reward-based Crowdfunding bietet keine finanzielle Vergütung, sondern Gegenleistungen wie Prototypen oder Goodies.
Die Bilanz - Spiegelbild der Finanzlage
Die Bilanz eines Unternehmens stellt die Kapitalverwendung (Aktiva/Vermögen) der Kapitalherkunft (Passiva/Kapital) gegenüber. Das Handelsgesetzbuch gibt Gliederung und Inhalt vor.
Auf der Aktivseite findest du das Anlagevermögen (langfristige Güter wie Immobilien, Maschinen) und das Umlaufvermögen (kurzfristige Mittel wie Rohstoffe, Bargeld). Die Passivseite zeigt, woher das Geld stammt: Eigenkapital (z.B. Einlagen der Gesellschafter) und Fremdkapital (wie Kredite oder Lieferantenverbindlichkeiten).
Die Bilanzsumme berechnen ist einfach: Addiere alle Posten der Aktivseite oder Passivseite - beide Summen müssen immer gleich sein! Die Bilanzsumme ist nicht mit dem Umsatz oder Gewinn zu verwechseln, sondern gibt den Gesamtwert des Unternehmens an.
⚠️ Wichtig für Prüfungen: Um das Eigenkapital in der Bilanz zu berechnen, ziehe vom Gesamtvermögen (Aktivseite) das Fremdkapital ab. Eine "gute Bilanzsumme" gibt es nicht pauschal - wichtiger ist ein gesundes Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital!