Eigenschaften des tropischen Regenwalds
Der tropische Regenwald ist ein Waldtyp in der tropischen Klimazone mit einer beeindruckenden Vielfalt. Trotz der immensen Biodiversität sind die Böden erstaunlich nährstoffarm:
Die Böden im tropischen Regenwald sind sauer und unfruchtbar mit einer sehr dünnen Humusschicht. Organische Substanzen werden durch das feuchtwarme Klima schnell abgebaut. Der Boden enthält zweischichtige Mineralien mit wenigen Kationen (positiv geladenen Teilchen) und kleinen Poren, weshalb er trotz hoher Niederschläge kaum Wasser speichern kann.
Eine wichtige Besonderheit ist der kurzgeschlossene Nährstoffkreislauf. Die Bäume besitzen kräftige, aber flache Wurzelsysteme (maximal 40 cm tief), die weit verzweigt sind. Diese Wurzeln gehen eine Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen ein. Die mikroskopisch feinen Pilzhärchen nehmen Nährstoffe auf und geben sie an die Bäume weiter, während die Bäume die Pilze mit Nahrung (Zucker, Stärke) versorgen. So werden etwa 99% der Nährstoffe direkt wiederverwertet.
Der Stockwerkbau des Regenwaldes – mit verschiedenen Vegetationsschichten in unterschiedlichen Höhen – ermöglicht es den Pflanzen, sich gegenseitig Schutz zu bieten und die verfügbaren Ressourcen optimal zu nutzen.
Wusstest du? Die Pilz-Wurzel-Symbiose im Regenwald ist eines der effizientesten Recycling-Systeme der Natur! Ohne diese Partnerschaft könnten die riesigen Bäume auf den nährstoffarmen Böden nicht überleben.











