Die Entwicklung lateinamerikanischer Städte am Beispiel Santiago de Chile
Die Lateinamerikanische Stadt Merkmale zeigen sich besonders deutlich am Beispiel von Santiago de Chile. Die Stadt durchlief verschiedene charakteristische Entwicklungsphasen, die für das Lateinamerikanische Stadt Modell typisch sind. Von der Kolonialzeit bis zur modernen fragmentierten Metropole lässt sich eine klare Entwicklungslinie nachzeichnen.
Definition: Die lateinamerikanische Stadt zeichnet sich durch eine charakteristische Entwicklung von der kompakten Kolonialstadt über die sektorale und polarisierte Stadt bis zur heutigen fragmentierten Stadtstruktur aus.
Die Lateinamerikanische Stadt Kolonialzeit begann mit einer kompakten Struktur , bei der sich die soziale Hierarchie in konzentrischen Kreisen vom Zentrum zum Rand abbildete. Die Oberschicht siedelte nahe der Plaza Mayor, während ärmere Bevölkerungsgruppen an den Stadtrand gedrängt wurden.
In der sektoralen Phase (ca. 1920) entstanden erste Industriegebiete neben Arbeitervierteln. Die polarisierte Stadt (ca. 1970) war geprägt von deutlichen sozialen Gegensätzen und der Entstehung von Marginalsiedlungen. Die heutige fragmentierte Stadtstruktur zeigt eine komplexe Mischung aus Gated Communities, konsolidierten ehemaligen Marginalvierteln und modernen Geschäftszentren.











