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 Stadtentwicklung und Stadtstrukturen
Megacitys as Orte großer Vulnerabilität und Gefährdung (Verwundbarkeit)
beschreibt Ausmaß von Anfällig

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Stadtentwicklung und Stadtstrukturen Megacitys as Orte großer Vulnerabilität und Gefährdung (Verwundbarkeit) beschreibt Ausmaß von Anfälligkeit, Unsicherheit und Schutzlosigkeit einer Gesellschaft gegenüber verschiedenen Gefahren (Naturkatastrophen, ökologische Gefährdungen und soziale Probleme) Megastädte weisen hohe Verwundbarkeit auf Faktoren der Verwundbarkeit gegenüber Naturgefahren/ ökologischen- und sozialen Gefährdungen Exposition: Bedingt durch Lage den Folgen einer Naturkatastrophe oder ökologischen Gefährdungen ausgesetzt Anfälligkeit: Gesellschaften bzw. Gruppen können aufgrund von der ● Wirtschaftslage, Infrastruktur, Ernährungs- und Gesundheitssituation verschieden gut auf Gefährdungen reagieren Bewältigungskapazität: unterschiedliches Maß an Ressourcen, Bereitschaft, Fähigkeit, Institutionen um Auswirkungen zu minimieren und Vorkehrungen zu treffen Anpassungsfähigkeiten: Kapazitäten, Maßnahmen und Bereitschaft der Verantwortlichen existierende Strukturen an zu erwartende Auswirkungen einer Gefährdung anzupassen Megastädte: Problem oder Chance weltweiter Urbanisierung (von Frauke Kraas) ● Unterschiedliche Definitionen: Je nach Definitionen min. 5, 8 oder 10 Mio. Einwohner (megaurbane Räume mit einbezogen) dementsprechend aktuell 16, 24 oder 39 Megastädte Größte Ballung von Megastädten in Asien (bereits 20 Städte mit mehr als 5 Mio. Einwohnern) Zukunft von Megastädten? → Größter Teil in Entwicklungsländern (jährliches Bevölkerungswachstum von bis zu 3% jährlich) Asien: Anstieg Europa: Abnahme Nachteile: Massiver Umweltverschmutzung (hohe Feinstaubbelastung durch ein erhöhtes Verkehrsaufkommen) hohe Zuwanderungsraten (Land-Stadt Gefälle), Migrationsdruck oft sozioökonomische Disparitäten Einschränkung der Lebensqualität Bedrohung durch Naturgefahren, z.B. enge Bebauung Oberflächenabfluss (Überschwemmungsgefahr) Urbane Armut, sozioökonomische Polarisierung, Verlust sozialer Kohärenz → informelle Siedlungen → Zwangsräume, Umsiedlungen, Verdrängungen (Marginalisierung) räumliche Segregation Vorteile: technische Innovationen lassen sich verwirklichen, ggf. Umweltinnovationen wie Massentransportsysteme, Innovationspool Verringerung des Pro-Kopf Flächenverbrauchs, z.B. NRW Mumbai 603.4 km^2 (verbesserte Effektivität) Motive der Land-Stadt Wanderung Push-Faktor: abstoßender Faktor...

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(schlechte Lebens-, Arbeits und Wirtschaftsbedingungen) Abwanderung vom Land in die Stadt Pull-Faktor: anziehende Kraft (gute Lebens-, Wirtschafts- und Arbeitsbedingungen) — Zuwanderung in die Stadt Motive der Land-Stadt-Wanderungen in Entwicklungsländern persönliche Motive durch Kommunikationsmedien beeinflusste Motive - Glaube an eine Verbesserung der Situation (schlechter kann es nicht werden") - außengeleitetes Verhalten/Mode (wie der Freund/Bruder") Attraktive Strukturmerkmale des städtischen Raums (Pull-Faktoren) - Arbeitsmöglichkeiten - höherer Verdienst - Aufstiegschancen - größere persönliche Freiheit - größere Auswahl an öffentlichen Infrastruktureinrichtungen (Schule, Krankenhaus, ...) - größere Teilnahmemöglichkeiten an Gütern und Dienstleistungen des Staates - abwechslungsreicher Lebensalltag - gewisse Versorgungssicherheit (Nahrungsmittel) Fachbegriffe Glossar: 34.098 km^2 vs. -verlockende,Bilder" städtischen Lebens METROPOLE in Radio/Fernsehen/Presse - Berichte von Besuchern aus der Stadt - Informationen durch Saisonarbeit in der Stadt, z. B. auf Baustellen Nachteilige Strukturmerkmale des ländlichen Raums (Push-Faktoren) - niedriger Lebensstandard - unzureichende Ernährungslage infolge Landknappheit - Arbeitslosigkeit - Unterdrückung durch Grundbesitzer - Ausbeutung durch Zwischenhändler - mangelnde Versorgung mit öffentlichen Dienstleistungen (Schule, Krankenhaus, ...) - erstarrte Sozialstrukturen - mangelnde Innovationsbereitschaft - Ernterisiko durch Witterungseinflüsse/ Bodenzerstörung Primatstadt Demografische Primacy Funktionale Primacy Megastadt Global City Metropolisierung Marginalisierung Marginalsiedlungen Polarisierung Verlust sozialer Kohärenz Fragmentierung/ Segregation sozioökonomische Disparitäten Informalität = informeller Sektor und informelle Siedlungen Großstadt, die hinsichtlich ihrer Einwohneranzahl und Bedeutung aller anderen Städte eines Landes deutlich überragt (Vormachtstellung) hoher Anteil der Gesamtbevölkerung der Stadt von einem Land Dominanz einer Metropole in sämtlichen Wirtschafts- und Lebensbereichen eines Landes Metropole mit mehr als 5 Mio (8 oder 10, je nach Definition) EW Großstadt mit internationalen Funktionen, z.B. New York Konzentrationsprozess von Bevölkerung und Funktionen in Metropolen Abdrängen von Bevölkerungsgruppen innerstädtische Slums/ randstättische Hüttensiedlungen (Elendsviertel) Aufteilung einer gesellschaftlichen Gruppe in sich zwei gegenüberstehenden Teilgruppen Verlust des sozialen Zusammenhalt "Zergliederung", Segregation auf räumlicher und sozialer Ebene→ sozialräumliche Fragmentierung - informeller Sektor: alle wirtschaftlichen Aktivitäten, die nicht staatlich registriert sind (und somit nicht unter staatlichem Schutz stehen) keine Steuern und keine Buchhaltung wirtschaftlich hohe Bedeutung für Entwicklungsländer (Hälfte der AK leben in Südafrika in Informalität) Aber: Ausbeutung der Arbeiter (geringe Löhne, schlechte Arbeitsbedingungen, lange Arbeitszeiten, keinen Gesundheitsschutz) keine freiwillige Entscheidung (einziger Ausweg für Bürger, oft Zuwanderer) Häufig Einstieg ins illegale Milieu Folge der Vernachlässigung des primären Sektors Lösungsansätze Sites-and-Servive Programme: Flächen am Stadtrand werden von der Kommunalverwaltung bereitgestellt, für Bewohner mit niedrigem Einkommen, Hütten- und Hausbau erfolgen in Eigenleistung geringe Akzeptanz kann sich trotzdem nicht jeder Bürger leisten Verlassen der Heimat Weitere Wege zu der Arbeit etc. teilweise dort keine gute Infrastruktur Low-cost housing: mehrgeschossige Wohnblocks mit entsprechender Infrastruktur werden mit öffentlichen Mitteln in Billigbauweise erstellt und dann zu Selbstkostenpreis mit niedrigen, langfristigen Raten verkauft, subventioniert bzw. vermietet Kosten für die Bürger (jedoch nur wenige) Verlassen der Heimat weniger Aufwand für einzelnen Bewohner nicht an diese Lebensweise gewöhnt Upgrading- Programme: Durch Staats- und Selbsthilfe sollen Bausubstanzen bzw. Infrastruktur illegaler und semilegaler Siedlungen aufgewertet werden gilt als ökonomisch und sozial am besten angepasst weniger Unzufriedenheiten, am meisten akzeptiert Aber: dennoch räumliche Segregation weitere Ansätze: Erweiterung des Arbeitsplatzangebotes im formellen Sektor, Legitimierung und Sanierung bestehender Marginalsiedlungen, Ausbau des Verkehrs- und Infrastruktur Netzes, Anschluss an das öffentliche Wasser-, Strom- und Kanalnetz Leben "am Rande" - Marginalsiedlungen -Marginalsiedlung = sozialer Abstieg von Bevölkerungsgruppen -wirtschaftliche, gesellschaftliche und physische Randexistenz -ungeplante Spontansiedlung am Stadtrand, heruntergekommene Stadtviertel (Slums), informelle Siedlungen -Hütten oft in Eigenarbeit errichtet, unsicher, nur wenig Platz und Besitztümer -Lebensunterhalt meist im informellen Sektor verdient -Hoffnung auf sicheren Arbeitsplatz und sozialen Aufstieg wird meistens enttäuscht -menschenunwürdige Lebensbedingungen, Armut, Hoffnungslosigkeit -Stadtgeographen nennen sie "slums of hope", da dort wegen Bestreben nach Aufstieg oft Dynamik herrscht; viele Hüttensiedlungen haben sich zu respektablen Vororten entwickelt -Siedlung gewisse Größe®Aussicht auf Legalisierung, staatliche Prozesse/Hilfe Metropolisierung und Marginalisierung Der Weltweite Verstädterungsprozess -rasanter Wachstum der Menschheit wird eine Veränderung des Anteils der Stadt- und Landbevölkerung zur Folge haben -Entwicklung in Industrie- und Entwicklungsländern wird unterschiedlich verlaufen Anteil der städtischen Bevölkerung in Industrie Staaten wird weiter steigen, Stadtbewohner in Entwicklungsländern werden deutlich mehr auch die Anzahl von Millionenstädten und Megacitys steigen in wenig entwickelten Gebieten ist unkontrollierter Zuzug in große Städte am stärksten ● diese Länder am wenigsten in der Lage dadurch anfallende Probleme zu meistern, Entwicklung der Infrastruktur hinkt hinterher, so dass Großteil der Bevölkerung Grundbedürfnisse nicht stillen kann (z.B. Versorgung mit sauberem Wasser) Verstädterung eröffnet aber in Entwicklungsländern trotzdem gewisse Entwicklungschancen Lebenssituation der Bewohner verbessert sich durch Zugang zu Arbeitsplätzen, Dienstleistungen, medizinischer Versorgung

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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B. auf Baustellen Nachteilige Strukturmerkmale des ländlichen Raums (Push-Faktoren) - niedriger Lebensstandard - unzureichende Ernährungslage infolge Landknappheit - Arbeitslosigkeit - Unterdrückung durch Grundbesitzer - Ausbeutung durch Zwischenhändler - mangelnde Versorgung mit öffentlichen Dienstleistungen (Schule, Krankenhaus, ...) - erstarrte Sozialstrukturen - mangelnde Innovationsbereitschaft - Ernterisiko durch Witterungseinflüsse/ Bodenzerstörung Primatstadt Demografische Primacy Funktionale Primacy Megastadt Global City Metropolisierung Marginalisierung Marginalsiedlungen Polarisierung Verlust sozialer Kohärenz Fragmentierung/ Segregation sozioökonomische Disparitäten Informalität = informeller Sektor und informelle Siedlungen Großstadt, die hinsichtlich ihrer Einwohneranzahl und Bedeutung aller anderen Städte eines Landes deutlich überragt (Vormachtstellung) hoher Anteil der Gesamtbevölkerung der Stadt von einem Land Dominanz einer Metropole in sämtlichen Wirtschafts- und Lebensbereichen eines Landes Metropole mit mehr als 5 Mio (8 oder 10, je nach Definition) EW Großstadt mit internationalen Funktionen, z.B. 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Infrastruktur illegaler und semilegaler Siedlungen aufgewertet werden gilt als ökonomisch und sozial am besten angepasst weniger Unzufriedenheiten, am meisten akzeptiert Aber: dennoch räumliche Segregation weitere Ansätze: Erweiterung des Arbeitsplatzangebotes im formellen Sektor, Legitimierung und Sanierung bestehender Marginalsiedlungen, Ausbau des Verkehrs- und Infrastruktur Netzes, Anschluss an das öffentliche Wasser-, Strom- und Kanalnetz Leben "am Rande" - Marginalsiedlungen -Marginalsiedlung = sozialer Abstieg von Bevölkerungsgruppen -wirtschaftliche, gesellschaftliche und physische Randexistenz -ungeplante Spontansiedlung am Stadtrand, heruntergekommene Stadtviertel (Slums), informelle Siedlungen -Hütten oft in Eigenarbeit errichtet, unsicher, nur wenig Platz und Besitztümer -Lebensunterhalt meist im informellen Sektor verdient -Hoffnung auf sicheren Arbeitsplatz und sozialen Aufstieg wird meistens enttäuscht -menschenunwürdige Lebensbedingungen, Armut, Hoffnungslosigkeit -Stadtgeographen nennen sie "slums of hope", da dort wegen Bestreben nach Aufstieg oft Dynamik herrscht; viele Hüttensiedlungen haben sich zu respektablen Vororten entwickelt -Siedlung gewisse Größe®Aussicht auf Legalisierung, staatliche Prozesse/Hilfe Metropolisierung und Marginalisierung Der Weltweite Verstädterungsprozess -rasanter Wachstum der Menschheit wird eine Veränderung des Anteils der Stadt- und Landbevölkerung zur Folge haben -Entwicklung in Industrie- und Entwicklungsländern wird unterschiedlich verlaufen Anteil der städtischen Bevölkerung in Industrie Staaten wird weiter steigen, Stadtbewohner in Entwicklungsländern werden deutlich mehr auch die Anzahl von Millionenstädten und Megacitys steigen in wenig entwickelten Gebieten ist unkontrollierter Zuzug in große Städte am stärksten ● diese Länder am wenigsten in der Lage dadurch anfallende Probleme zu meistern, Entwicklung der Infrastruktur hinkt hinterher, so dass Großteil der Bevölkerung Grundbedürfnisse nicht stillen kann (z.B. Versorgung mit sauberem Wasser) Verstädterung eröffnet aber in Entwicklungsländern trotzdem gewisse Entwicklungschancen Lebenssituation der Bewohner verbessert sich durch Zugang zu Arbeitsplätzen, Dienstleistungen, medizinischer Versorgung