Marginalsiedlungen und Slums: Die Schattenseiten der Urbanisierung
Die rasante Urbanisierung und das Wachstum von Megacities führen oft zur Entstehung von Marginalsiedlungen und Slums, die die Schattenseiten der städtischen Entwicklung darstellen.
Definition: Eine Marginalsiedlung ist gekennzeichnet durch politische und soziale Ausgrenzung eines Teils der Bevölkerung und manifestiert sich oft in randstädtischen Hüttenvierteln.
In Marginalsiedlungen und innerstädtischen Slums leben typischerweise 40-60% der Bevölkerung der Großstädte. Diese Gebiete zeichnen sich durch einen Mangel an technischer und sozialer Infrastruktur aus. Die Bewohner sind häufig im informellen Sektor tätig, der sich durch fehlende staatliche Genehmigung, Verträge und Versicherungen auszeichnet.
Definition: Ein Slum ist ein dicht besiedeltes Stadtviertel der unteren Bevölkerungsschicht mit mangelhafter Infrastruktur, oft gekennzeichnet durch Überbevölkerung.
Slums sind häufig Elendsviertel am Stadtrand, charakterisiert durch informelle Unterkünfte ohne Zugang zu Trinkwasser, sanitären Einrichtungen und mit ungesicherter Verfügungsgewalt über Grund und Boden.
Ein wichtiges Konzept in der Stadtgeographie sind Primatstädte, die in zwei Kategorien unterteilt werden können:
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Demographische Primatstadt:
- Demographisches und wirtschaftliches Zentrum
- Bevölkerungszahl übersteigt alle anderen Städte des Landes
- Hohe Bebauungsdichte
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Funktionale Primatstadt:
- Vormachtstellung in lebenswichtigen Bereichen
- Höhere Quantität und Qualität der Standortfaktoren für Unternehmen
- Oft in Entwicklungs- und Schwellenländern anzutreffen
Example: Ein Beispiel für eine funktionale Primatstadt könnte Bangkok in Thailand sein, das in vielen Bereichen eine dominierende Rolle im Land einnimmt.
Primatstädte bieten Vorteile wie das enge Zusammenspiel von Politik, Wirtschaft und Administration sowie Synergieeffekte durch die Konzentration von Unternehmen. Allerdings bringen sie auch Nachteile mit sich, wie eine einseitige Konzentration auf die Hauptstadt, was zu einer unausgeglichenen Landesentwicklung und erhöhter Vulnerabilität führen kann.
Highlight: Die Marginalisierung in Megacities und die Entstehung von Slums sind eng mit den Konzepten der sozialen Segregation und der fragmentierten Stadt verbunden.




