Das Modell des demographischen Übergangs
Diese Seite erläutert das Modell des demographischen Übergangs, ein wichtiges Konzept in der Erdkunde und Demographie, das die Veränderung der Bevölkerungsentwicklung von vorindustriellen zu industriellen Gesellschaften beschreibt.
Definition: Das Modell des demographischen Übergangs stellt die Veränderung der generativen Verhaltensweisen einer menschlichen Population dar, von hohen Geburten- und Sterberaten in vorindustriellen Gesellschaften zu niedrigen Raten in industriellen Gesellschaften.
Das Modell wird in fünf Phasen unterteilt:
- Prätransformative Phase: Hohe Geburten- und Sterberaten, geringes Wachstum
- Frühtransformative Phase: Sinkende Sterberate, konstante Geburtenrate, steigende Zuwachsrate
- Mitteltransformative Phase: Stark sinkende Sterberate, beginnende Abnahme der Geburtenrate, maximales Wachstum
- Spättransformative Phase: Rasch sinkende Geburtenrate, niedrige Sterberate, abnehmendes Wachstumstempo
- Posttransformative Phase: Niedrige Geburten- und Sterberaten, geringes bis stagnierendes Wachstum
Beispiel: In der frühtransformativen Phase entsteht eine Bevölkerungspyramide mit sehr breiter Basis, wie sie heute in Entwicklungsländern zu beobachten ist.
Das Modell hilft, die unterschiedlichen Bevölkerungsentwicklungen in verschiedenen Ländern zu verstehen und erklärt, warum Schwellenländer oft ein höheres Bevölkerungswachstum aufweisen als Industrieländer.
Highlight: Die Veränderung der Bevölkerungsstruktur wird durch die Form der Bevölkerungspyramide visualisiert, die sich von einer breiten Basis (junge Bevölkerung) zu einer Urnenform (alternde Bevölkerung) entwickeln kann.






