Was ist ein Monsun?
Ein Monsun ist ein halbjährlich die Richtung wechselnder Wind, der in Indien im Sommer aus Südwesten und im Winter aus Nordosten weht. Diese besondere Form der Passatzirkulation gehört zu den beständig wehenden Winden in den Tropen.
Die Entstehung des Sommermonsuns (Südwestmonsun) beginnt im Nordsommer, wenn sich der Kontinent stark erwärmt. Dabei bilden sich Tiefdruckgebiete und die ITC (Innertropische Konvergenzzone) verlagert sich bis über den Himalaya. Die feuchten Luftmassen nehmen über dem Indischen Ozean viel Feuchtigkeit auf und bringen über Indien kräftige Niederschläge.
Der Wintermonsun (Nordostmonsun) entsteht im Nordwinter, wenn sich die ITC auf die Südhalbkugel verlagert. Gleichzeitig bildet sich über Ostasien ein Kältehoch, da der Kontinent stark auskühlt. Die kalte Luft sinkt ab und es wehen trockene Nordostwinde über Indien und den Indischen Ozean in Richtung Äquator.
Gut zu wissen: Der Monsun ist nichts anderes als ein saisonaler Wind! Im Sommer bringt er Regen, im Winter Trockenheit. Das macht ihn für die Landwirtschaft so bedeutsam.






