Instrumente der Umweltpolitik
Um einen optimalen Umweltzustand zu erreichen, müssen externe Effekte der Umweltnutzung internalisiert werden. Das Problem: Umweltgüter haben keine Preise, da der Marktmechanismus hier versagt. Deshalb benötigen wir umweltpolitische Instrumente.
Die Internalisierung durch Umwelthaftungsrecht verpflichtet Umweltschädiger zur Haftung. Bei der Verschuldungshaftung muss schuldhaftes Verhalten nachgewiesen werden, während die Gefährdungshaftung unabhängig vom Verschulden greift. Allerdings funktioniert das Haftungsrecht nur bei Schäden an einzelnen, nicht bei globalen Umweltproblemen.
Umweltbezogene Steuern (Ökosteuern) schaffen Anreize zum schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen. Diese auch als Pigou-Steuern bekannten Abgaben versuchen, Umweltkosten in die wirtschaftlichen Entscheidungen zu integrieren. Ein Beispiel ist die Mineralölsteuer, die den Benzinverbrauch reduzieren soll.
💡 Gut zu wissen: Die "doppelte Dividende" der Ökosteuern ist umstritten. Einerseits können die Einnahmen zur Senkung der Lohnnebenkosten genutzt werden, andererseits kann die Verteuerung der Energie die Wettbewerbsfähigkeit und Investitionsbereitschaft von Unternehmen hemmen.






