Stadtentwicklungsepochen: Von der Römerzeit bis zum Absolutismus
Die römische Stadt war durch ein geordnetes Straßensystem gekennzeichnet. Zwei orthogonale Hauptstraßen (Decumanus in Ost-West-Richtung und Cardo in Nord-Süd-Richtung) bildeten das Grundgerüst. Das Forum diente als zentraler Marktplatz, umgeben von Verwaltungsgebäuden und mehreren Tempeln.
Im Gegensatz dazu stehen die mittelalterlichen Städte (8.-15. Jahrhundert) mit ihren verwinkelten Gassen und unregelmäßigen Mustern. Charakteristisch waren Hauptkirche oder Kloster, Rathaus, Marktplatz und oft eine Burg. Die Stadtmauer mit Toren und Gräben bot Schutz. Arbeiten und Wohnen waren eng miteinander verbunden.
Die Residenzstadt des Absolutismus (16.-18. Jahrhundert) folgte geometrischen und symmetrischen Prinzipien. Zum Schloss ausgerichtete Straßen und Alleen, Zitadellen und sternförmige Straßennetze prägten das Stadtbild. Die Bebauung erfolgte kompakt in Blöcken.
Merke dir: Wo Städte im Mittelalter entstanden, war oft kein Zufall! Wichtige Standortfaktoren waren Furten (seichte Flussstellen) und die Kreuzung von Handelswegen, die den Warenaustausch ermöglichten.


































