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Wirtschaftsstrukturen und -prozesse auf regionaler und globaler Ebene

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 Erdkunde Abitur Wirtschaftsstrukturen und -prozesse auf regionaler und globaler Ebene
1. Wirtschaftsregionen in Deutschland
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Erdkunde Abitur Wirtschaftsstrukturen und -prozesse auf regionaler und globaler Ebene 1. Wirtschaftsregionen in Deutschland - Wirtschaftsraum in Deutschland unterlag in den letzten 150 Jahren einem umfassenden Tertiärisierungsprozess (70% der Wertschöpfung) Tertiäre Sektor stellt aktuell 70% der Erwerbstätigen - Starker sekundärer Sektor ( der Wertschöpfung) Schlüsselindustrie: Automobilindustrie - Primärer Sektor geringe Bedeutung → Jedoch hoch modernisiert und produktionsstark - Deutschland innerhalb des Welthandels der drittgrößte Agrarexporteur und -importeur 1.1 Wirtschaftsräumliche Disparitäten - Ermittlung wirtschaftsräumlicher Dispariäten erfolgt über Vergleich der Wirtschaftsstärke einzelner Regionen bzw. Staaten Bruttoinlands- Gesamtwert aller Güter, Waren und Dienstleistungen produkt (BIP) die während eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft als Endprodukte hergestellt wurden Bruttonational- einkommen (BNE) Arbeitslosen- quote Summe der innerhalb eines Jahres von allen Bewohnern eines Staates erwirtschafteten Einkommen, unabhängig davon, ob diese im Inland oder im Ausland erzielt wurden Prozentualer Anteil der registrierten Arbeitslosen an der Gesamtzahl aller zivilen Erwerbspersonen Verfügbares Betrag, der dem privaten Haushalt nach Abzug der (Haushalts-) direkten Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen Einkommen vom Bruttoeinkommen für den Konsum zur Verfügung steht - Nord-Süd- und West-Ost-Gefälle zu erkennen → BIP im Süden am höchsten, Nord-Ost am niedrigsten - Rückstand der neuen Bundesländer wirkt bis heute als Erbe des ehemaligen DDR-Staates Damals ein nicht konkurrenzfähiger Wirtschaftsraum → Abwanderung und Arbeitslosigkeit bis heute Problem im Osten - Stadt-Land-Gefälle › Wirtschaftsstarke Regionen an zentrale städtische Agglomerationen gebunden 1/4 Wirtschaftsschwache Regionen befinden sich in eher peripheren und ländlich geprägten Räumen - Wirtschaftsräumliche Disparitäten spiegeln sich in Wanderungsbewegungen wieder → In Aktivräumen ein positiver Wanderungssaldo, in...

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Passivräumen ein Wanderungsdefizit 1.2 Raumbeispiel Dresden - eine führende Hightech-Region Dresden und München die wichtigsten Standorte der Hightech-Branche in Deutschland - Hochtechnologiecluster im Bereich Mikroelektronik und Informationstechnik Der Hightech-Sektor: Umfasst die Bereiche forschungsintensive Industrie und technologieorientierte Dienstleistungen - Forschungsintensive Industrie: Unternehmen, bei denen die internen Aufwendungen am Umsatz für Forschung und Entwicklung mindestens 3,5% ausmachen - Technologieorientierte Dienstleistungen: → Unternehmen, deren Angebot wissensintensive und technologisch anspruchsvolle Dienste beinhaltet (z.B. Architekturleistungen) Erdkunde Abitur Wirtschaftsstrukturen und -prozesse auf regionaler und globaler Ebene 2/4 Die aktuelle Wirtschaftsstruktur: - Kontinuierliches Wirtschaftswachstum Spitzenposition in Ostdeutschland Gut ausgebautes Netz an Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen Gute Anbindungen an Universitäten und Fachhochschulen > Enge Kooperation der Einrichtungen - Höchste Konzentration an Forschungseinrichtungen und wissenschaftlichem Personal innerhalb der BRD › Ansiedlungen von mehreren Unternehmen - Konkurrenz von Asien und den USA im Mikroelektronikmarkt - Ausdifferenzierung des industriellen Sektors, Weiterentwicklung des Dienstleistungssektors → Verkehr und Logistik wichtig geworden - Verkehrsinfrastruktur wichtiger Standortfaktor 2. Wirtschaftsregionen in Europa - Wirtschaftsregionen in Europa haben vielfältigen Natur- und Kulturraum - EU-Binnenmarkt als größter, gemeinsamer Wirtschaftsraum Großteil Euro als gemeinsame Währung Die "vier Freiheiten" des EU-Binnenmarktes - Freier Personenverkehr Garantiert Freizügigkeit im Binnenmarkt und erschließt u.a. die freie Einreise oder das freie Wohnrecht Freier Dienstleistungsverkehr Märkte für Dienstleistungen werden EU-weit geöffnet, z.B. für Banken, Versicherungen oder Telekommunikationsunternehmen - Freier Warenverkehr Jedes Produkt, das in einem EU-Staat hergestellt wurde, darf im gesamten EU-Binnenmarkt Angebot und verkauft werden - Freier Kapitalverkehr Kapital darf innerhalb der EU-Grenzen frei fließen, sodass die Bürger Konten in jedem EU-Staat nutzen können 2.1 Wirtschaftsräumliche Disparitäten Wirtschaftskraft lässt sich mittels entsprechende Kenngrößen wie dem Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner oder der Arbeitslosenquote analysieren und vergleichen Innerstaatliche und Interstaatliche Disparitäten: Nord-Süd-Gefälle Südliche Regionen weisen geringste Wirtschaftskraft auf West-Ost-Gefälle Deutlicher Entwicklungsrückstand der Regionen Osteuropas →→→→ →>> Zentrum-Peripherie-Gefälle Abnahme der Wirtschaftskraft in Richtung der Peripherie Regionale Unterschiede innerhalb der einzelnen Staaten Teilweise größere Diskrepanzen zwischen den Metropolregionen und den übrigen Landesteilen 2.2 Darstellung der räumlichen Disparitäten mithilfe von Raumordnungsmodellen →>> Geoökonomische Raumdarstellung Modelle stellen den europäischen Wirtschaftsraum stark generalisiert dar und beschränken sich auf zentrale Aussagen Die wichtigsten Raumordnungsmodelle und Raumvorstellungen zum europäischen Wirtschaftsraum: → Atlas S. 99 - Blaue Banane: Starke Wirtschaftsdynamik, hohe Bevölkerungsdichte, hervorragend ausgebaute Infrastruktur → Im Strukturwandel inbegriffene Altindustriegebiete, Metropolregionen mit hoher und differenzierter Wirtschaftskraft und Global Cities als wichtige Knotenpunkte der Weltwirtschaft Erdkunde Abitur Wirtschaftsstrukturen und -prozesse auf regionaler und globaler Ebene Gelbe Banane: Erweiterung der blauen Banane Ergänzt damit den Kernraum um wichtige, nicht berücksichtigte Zentren (Berlin nach dem Fall des Eisernen Vorhangs) - Herz Europas: Gürtel von Hightech-Regionen rings um den Kernraum - Europäischer Sunbelt: Gute Ausstattung mit weichen Standortfaktoren, Bildungs- und Forschungseinrichtungen 2.3 Die EU-Strukturpolitik als Antwort auf regionale Unterschiede - Lebensverhältnisse in den einzelnen Staaten soll stetig verbessert werden › Grundzüge der EWG (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft) Große Herausforderung Hohe Unterschiede zwischen dem niedrigsten und höchsten BIP in EWG-Staaten Europäische Strukturpolitik (Kohäsionspolitik) versucht Unterschiede abzuschwächen → Ziele: Schaffung von Arbeitsplätzen, Wirtschaftswachstum, Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, Verbesserung der Lebensqualität, umweltverträgliche Entwicklung - Einteilung der zu fördernden Regionen in unterschiedliche Kategorien: → NUTS-1-Regionen: Wie z.B. Größere Bundesländer in DE NUTS-2-Regionen: In Deutschland im Regelfall die Ebene der Regierungsbezirke > NUTS-3-Regionen: Entspricht in Deutschland den Kreisen und kreisfreien Städten Die meisten Fördermittel erhalten strukturschwache Regionen mit Entwicklungsrückstand Die gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP): Einigung auf wirtschaftspolitische Absprachen im Agrarsektor - GAP wurde mehrmals reformiert aufgrund veränderten primären Zielen → Primäres Ziel nach zweitem Weltkrieg war z.B. Steigerung der Nahrungsmittelproduktion und Grundeinkommen für Landwirte - Preisgarantien weitgehend abeschafft → Stattdessen flächenbezogene, direkte Beihilfen an Landwirte und Prämienausschüttung von Einhaltung bestimmter Kriterien im bereich Natur- und Tierschutz abhängig gemacht 3. Wirtschaftsregionen außerhalb Europas 3.1 Aktuelle trends im globalen Wirtschaftsraum 3/4 - Begleiterscheinungen der Globalisierung, wie z.B. Welthandel, internationale Arbeitsteilung, Entstehung globaler Märkte → Neue Wirtschaftsregionen wachsen und etablieren sich überall - Wirtschaftsregionen der Triade (Nordamerika, Europa und Ostasien) müssen sich zunehmend gegen wachsende Standorte und Märkte in Südamerika, Asien oder Afrika behaupten Tripolare Ordnung der Weltwirtschaft wird von multipolaren Struktur abgelöst - Steigende ausländische Direktinvestitionen (ADI) - Versuch der Kontrolle der Globalisierungseffekte für die eigene Wirtschaft, durch den Schutz des Binnenmarkts über Importzölle (Protektionismus)

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Architekturleistungen) Erdkunde Abitur Wirtschaftsstrukturen und -prozesse auf regionaler und globaler Ebene 2/4 Die aktuelle Wirtschaftsstruktur: - Kontinuierliches Wirtschaftswachstum Spitzenposition in Ostdeutschland Gut ausgebautes Netz an Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen Gute Anbindungen an Universitäten und Fachhochschulen > Enge Kooperation der Einrichtungen - Höchste Konzentration an Forschungseinrichtungen und wissenschaftlichem Personal innerhalb der BRD › Ansiedlungen von mehreren Unternehmen - Konkurrenz von Asien und den USA im Mikroelektronikmarkt - Ausdifferenzierung des industriellen Sektors, Weiterentwicklung des Dienstleistungssektors → Verkehr und Logistik wichtig geworden - Verkehrsinfrastruktur wichtiger Standortfaktor 2. Wirtschaftsregionen in Europa - Wirtschaftsregionen in Europa haben vielfältigen Natur- und Kulturraum - EU-Binnenmarkt als größter, gemeinsamer Wirtschaftsraum Großteil Euro als gemeinsame Währung Die "vier Freiheiten" des EU-Binnenmarktes - Freier Personenverkehr Garantiert Freizügigkeit im Binnenmarkt und erschließt u.a. die freie Einreise oder das freie Wohnrecht Freier Dienstleistungsverkehr Märkte für Dienstleistungen werden EU-weit geöffnet, z.B. für Banken, Versicherungen oder Telekommunikationsunternehmen - Freier Warenverkehr Jedes Produkt, das in einem EU-Staat hergestellt wurde, darf im gesamten EU-Binnenmarkt Angebot und verkauft werden - Freier Kapitalverkehr Kapital darf innerhalb der EU-Grenzen frei fließen, sodass die Bürger Konten in jedem EU-Staat nutzen können 2.1 Wirtschaftsräumliche Disparitäten Wirtschaftskraft lässt sich mittels entsprechende Kenngrößen wie dem Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner oder der Arbeitslosenquote analysieren und vergleichen Innerstaatliche und Interstaatliche Disparitäten: Nord-Süd-Gefälle Südliche Regionen weisen geringste Wirtschaftskraft auf West-Ost-Gefälle Deutlicher Entwicklungsrückstand der Regionen Osteuropas →→→→ →>> Zentrum-Peripherie-Gefälle Abnahme der Wirtschaftskraft in Richtung der Peripherie Regionale Unterschiede innerhalb der einzelnen Staaten Teilweise größere Diskrepanzen zwischen den Metropolregionen und den übrigen Landesteilen 2.2 Darstellung der räumlichen Disparitäten mithilfe von Raumordnungsmodellen →>> Geoökonomische Raumdarstellung Modelle stellen den europäischen Wirtschaftsraum stark generalisiert dar und beschränken sich auf zentrale Aussagen Die wichtigsten Raumordnungsmodelle und Raumvorstellungen zum europäischen Wirtschaftsraum: → Atlas S. 99 - Blaue Banane: Starke Wirtschaftsdynamik, hohe Bevölkerungsdichte, hervorragend ausgebaute Infrastruktur → Im Strukturwandel inbegriffene Altindustriegebiete, Metropolregionen mit hoher und differenzierter Wirtschaftskraft und Global Cities als wichtige Knotenpunkte der Weltwirtschaft Erdkunde Abitur Wirtschaftsstrukturen und -prozesse auf regionaler und globaler Ebene Gelbe Banane: Erweiterung der blauen Banane Ergänzt damit den Kernraum um wichtige, nicht berücksichtigte Zentren (Berlin nach dem Fall des Eisernen Vorhangs) - Herz Europas: Gürtel von Hightech-Regionen rings um den Kernraum - Europäischer Sunbelt: Gute Ausstattung mit weichen Standortfaktoren, Bildungs- und Forschungseinrichtungen 2.3 Die EU-Strukturpolitik als Antwort auf regionale Unterschiede - Lebensverhältnisse in den einzelnen Staaten soll stetig verbessert werden › Grundzüge der EWG (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft) Große Herausforderung Hohe Unterschiede zwischen dem niedrigsten und höchsten BIP in EWG-Staaten Europäische Strukturpolitik (Kohäsionspolitik) versucht Unterschiede abzuschwächen → Ziele: Schaffung von Arbeitsplätzen, Wirtschaftswachstum, Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, Verbesserung der Lebensqualität, umweltverträgliche Entwicklung - Einteilung der zu fördernden Regionen in unterschiedliche Kategorien: → NUTS-1-Regionen: Wie z.B. Größere Bundesländer in DE NUTS-2-Regionen: In Deutschland im Regelfall die Ebene der Regierungsbezirke > NUTS-3-Regionen: Entspricht in Deutschland den Kreisen und kreisfreien Städten Die meisten Fördermittel erhalten strukturschwache Regionen mit Entwicklungsrückstand Die gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP): Einigung auf wirtschaftspolitische Absprachen im Agrarsektor - GAP wurde mehrmals reformiert aufgrund veränderten primären Zielen → Primäres Ziel nach zweitem Weltkrieg war z.B. Steigerung der Nahrungsmittelproduktion und Grundeinkommen für Landwirte - Preisgarantien weitgehend abeschafft → Stattdessen flächenbezogene, direkte Beihilfen an Landwirte und Prämienausschüttung von Einhaltung bestimmter Kriterien im bereich Natur- und Tierschutz abhängig gemacht 3. Wirtschaftsregionen außerhalb Europas 3.1 Aktuelle trends im globalen Wirtschaftsraum 3/4 - Begleiterscheinungen der Globalisierung, wie z.B. Welthandel, internationale Arbeitsteilung, Entstehung globaler Märkte → Neue Wirtschaftsregionen wachsen und etablieren sich überall - Wirtschaftsregionen der Triade (Nordamerika, Europa und Ostasien) müssen sich zunehmend gegen wachsende Standorte und Märkte in Südamerika, Asien oder Afrika behaupten Tripolare Ordnung der Weltwirtschaft wird von multipolaren Struktur abgelöst - Steigende ausländische Direktinvestitionen (ADI) - Versuch der Kontrolle der Globalisierungseffekte für die eigene Wirtschaft, durch den Schutz des Binnenmarkts über Importzölle (Protektionismus)