Kopenhagener Kriterien und Zuständigkeitsbereiche der EU
Die Kopenhagener Kriterien wurden 1993 von den Staats- und Regierungschefs der EU formuliert und legen die Voraussetzungen für einen EU-Beitritt fest. Sie umfassen drei Hauptbereiche:
- Politisches Kriterium:
- Institutionelle Stabilität
- Demokratische und rechtsstaatliche Ordnung
- Wahrung der Menschenrechte
- Achtung und Schutz von Minderheiten
Highlight: Die Wahrung der Menschenrechte und der Schutz von Minderheiten sind zentrale Aspekte des politischen Kriteriums.
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Wirtschaftliches Kriterium:
- Funktionsfähige Marktwirtschaft
- Fähigkeit, dem Wettbewerbsdruck innerhalb des EU-Binnenmarktes standzuhalten
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Acquis-Kriterium:
- Fähigkeit, die Verpflichtungen und Ziele einer EU-Mitgliedschaft zu übernehmen
- Übernahme des gemeinschaftlichen Rechtssystems (Acquis communautaire)
Vocabulary: Acquis communautaire - Der gesamte Bestand an Rechten und Pflichten, der für die EU-Mitgliedstaaten verbindlich ist.
Zusätzlich gibt es ein EU-gemeinschaftliches Kriterium, das die Anerkennung des Binnenmarktes beinhaltet.
Die Zuständigkeitsbereiche der EU sind in drei Kategorien unterteilt:
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Ausschließliche Zuständigkeiten der EU:
- Außenhandelspolitik
- Zollunion
- Wettbewerbsregeln für den Binnenmarkt
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Geteilte Zuständigkeiten zwischen EU und Mitgliedstaaten
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Unterstützende Zuständigkeiten, bei denen die EU die Mitgliedstaaten ergänzt
Definition: Subsidiaritätsprinzip - Die EU wird nur tätig, wenn ein Ziel besser auf Unionsebene als auf nationaler Ebene verwirklicht werden kann.
In der EU gilt das Prinzip der begrenzten Einzelermächtigung, d.h. die EU-Institutionen können sich nicht selbst Zuständigkeiten zuschreiben. Die Mitgliedstaaten entscheiden, welche Kompetenzen sie an die EU übertragen.
Example: Die Währungspolitik für die Eurozone ist eine ausschließliche Zuständigkeit der EU, während die Bildungspolitik in der Verantwortung der Mitgliedstaaten liegt.
Der Lissabonner Vertrag hat den Subsidiaritätsgedanken gestärkt und den nationalen Parlamenten mehr Mitspracherechte eingeräumt, um die Kompetenzverteilung zu überwachen.





































