Strukturwandel am Beispiel Centro Oberhausen
Was war das Centro Oberhausen früher? An seiner Stelle befand sich die Guthoffnungshütte, ein Industriebetrieb der Eisen- und Stahlproduktion. Zwischen 1981 und 2013 hat sich die Wirtschaftsstruktur im Ruhrgebiet drastisch verändert: Der primäre Sektor schrumpfte von 7,8% auf nur noch 0,1%, während der sekundäre Sektor von 52% auf 28,7% zurückging.
Gleichzeitig wuchs der tertiäre Sektor (Dienstleistungen) von 40,2% auf 71,2%. Diese Entwicklung spiegelt sich perfekt im Umbau des ehemaligen Industriegeländes zur Neuen Mitte Oberhausen wider. Hohe Investitionen wurden getätigt, um ein attraktives Einkaufs- und Freizeitzentrum zu schaffen.
Das Centro Oberhausen ist heute ein beeindruckendes Beispiel für die Umgestaltung eines Altindustriegebiets in einen modernen Dienstleistungsstandort. Mit seinen vier Projektteilen (Einkaufszentrum, Coca-Cola-Oase, Promenade und Business-Park) bietet es über 250 Geschäfte und mehr als 20 Gastronomiebetriebe.
Aha-Moment: Der Strukturwandel im Ruhrgebiet zeigt sich in Zahlen: Während der Industriesektor um 23,3% schrumpfte, wuchs der Dienstleistungssektor um 31% - und das Centro steht genau für diese Transformation!
Die Neue Mitte Oberhausen umfasst nicht nur das Einkaufszentrum, sondern auch weitere Attraktionen wie den Gasometer, die Arena, ein Multiplexkino, den Abenteuerpark, Sea Life, das Legoland Discovery Centre und das Metronom Theater. Mit einer Gesamtfläche von 83 Hektar und Investitionen von 1,15 Milliarden Euro ist es zu einem Magneten für Besucher geworden.