Die Julikrise 1914 und der Weg in den Ersten Weltkrieg
Das Attentat von Sarajevo am 28. Juni 1914 löste eine folgenschwere Kettenreaktion aus, die als Julikrise 1914 in die Geschichte einging. Der österreichisch-ungarische Thronfolger Franz Ferdinand und seine Gemahlin Sophie wurden von Gavrilo Princip, einem Mitglied der serbisch-nationalistischen Bewegung Mlada Bosna, erschossen. Dieses Ereignis führte zur Eskalation der Spannungen zwischen den europäischen Großmächten.
Definition: Die Julikrise 1914 bezeichnet die diplomatische Krise zwischen den europäischen Großmächten nach dem Attentat von Sarajevo bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs.
Der Blankoscheck 1914 spielte eine entscheidende Rolle in der Eskalation. Am 5./6. Juli sicherte das Deutsche Reich Österreich-Ungarn bedingungslose Unterstützung zu - der sogenannte Blankoscheck Deutschland Österreich. Diese Rückendeckung ermutigte Österreich-Ungarn zu einem harten Vorgehen gegen Serbien, dem ein bewusst unannehmbares Ultimatum gestellt wurde.
Die Ereignisse überschlugen sich: Nach der Ablehnung des Ultimatums erklärte Österreich-Ungarn am 28. Juli Serbien den Krieg. Russland begann am 29. Juli mit der Teilmobilmachung zur Unterstützung Serbiens. Der 31. Juli 1914 markierte einen entscheidenden Wendepunkt, als Russland die Generalmobilmachung anordnete und Deutschland Ultimaten an Frankreich und Russland stellte.










































