Kollektives Gedächtnis und Formen historischer Erinnerung
Dieser Abschnitt behandelt das Konzept des kollektiven Gedächtnisses und verschiedene Formen historischer Erinnerung.
Das kollektive Gedächtnis, ein Begriff geprägt von Maurice Halbwachs, wird als gemeinsame Gedächtnisleistung von Menschen eines Kollektivs beschrieben. Es bildet den Rahmen für ethnische Normen und gültige Verhaltenskodizes und beeinflusst auch die individuelle Erinnerung.
Vocabulary: Soziales Gedächtnis - Eine archivierte Form des kollektiven Gedächtnisses, z.B. in Form von Büchern oder Bildersammlungen.
Jan Assmann entwickelte die Theorie weiter und unterscheidet zwischen kommunikativem und kulturellem Gedächtnis:
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Kommunikatives Gedächtnis (Generationsgedächtnis): Mündlich weitergegebene Erfahrungen und Traditionen, beschränkt auf zwei bis vier Generationen und von großer Alltagsnähe gekennzeichnet.
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Kulturelles Gedächtnis: Kunst- und Kulturgegenstände sowie schriftliche Überlieferungen, die weit in die Vergangenheit zurückreichen. Nur symbolische Inszenierung der erinnerten Ereignisse sorgt für Präsenz des Vergangenen.
Example: Das kommunikative Gedächtnis könnte Erzählungen von Großeltern über den Zweiten Weltkrieg umfassen, während das kulturelle Gedächtnis durch Denkmäler oder historische Romane repräsentiert wird.
Eine detaillierte Tabelle vergleicht die Eigenschaften des kommunikativen und kulturellen Gedächtnisses in Bezug auf Inhalt, Formen, Medien, Zeitstruktur und Träger. Zusätzlich werden die Konzepte des Speichergedächtnisses und des Funktionsgedächtnisses eingeführt, die verschiedene Aspekte der Erinnerungskultur beleuchten.
Highlight: Die Unterscheidung zwischen kommunikativem und kulturellem Gedächtnis ist fundamental für das Verständnis von Erinnerungskultur und kollektivem Gedächtnis.








