Erinnerungskultur und Gedächtnistheorie
Dieser Abschnitt vertieft das Konzept der Erinnerungskultur und führt die Gedächtnistheorie nach Jan und Aleida Assmann ein, die für das Abitur Niedersachsen 2023 Ergebnisse im Fach Geschichte von Bedeutung sein könnte.
Aleida Assmann definiert Erinnerungskultur in drei Bedeutungen:
- Pluralisierung und Intensivierung der Beschäftigung mit der Vergangenheit
- Aneignung der Vergangenheit durch Gruppen zur Identitätsstiftung
- Kritische Auseinandersetzung mit Staats- und Gesellschaftsverbrechen
Quote: "Ethische Erinnerungskultur" als kritische Auseinandersetzung mit Staats- und Gesellschaftsverbrechen, besonders aus der Opferperspektive.
Der Text betont die Verbindung zwischen Gedächtnis, Geschichtskultur und individuellem Geschichtsbewusstsein. Die Gedächtnistheorie nach Jan und Aleida Assmann unterscheidet drei Formen des Gedächtnisses:
- Individuelles Gedächtnis: subjektiv, privat und persönlich
- Kollektives Gedächtnis: geteilt von mehreren Menschen
- Kommunikatives Gedächtnis: Generationengedächtnis
- Kulturelles Gedächtnis: materiell und symbolisch gespeichert
Vocabulary: Kommunikatives Gedächtnis bezieht sich auf die lebendige Erinnerung, die zwischen Generationen geteilt wird, während das kulturelle Gedächtnis Erinnerungen in materieller Form und durch symbolische Medien speichert.
Diese Konzepte sind zentral für das Verständnis von Kulturelles Gedächtnis Assmann und Kommunikatives Gedächtnis, die häufig in Abituraufgaben thematisiert werden.









