Was ist Absolutismus?
Der Begriff Absolutismus kommt vom lateinischen Wort "absolutus" (losgelöst) und beschreibt eine spezielle Form der Monarchie. In diesem System vereint der König alle Staatsgewalten in seiner Person: Er macht die Gesetze (Legislative), ist oberster Richter (Judikative) und führt die Regierung (Exekutive).
Die absolutistischen Herrscher legitimierten ihre Macht durch das Prinzip "von Gottes Gnaden". Sie behaupteten, direkt von Gott eingesetzt zu sein und nur ihm Rechenschaft schuldig zu sein. Dieses göttliche Recht gab ihnen die Befugnis, über Militär zu herrschen und sogar die Kirche zu kontrollieren, indem sie Bischöfe ernannten.
Ludwig XIV. entwickelte den Absolutismus zur Perfektion und wurde zum Vorbild für alle anderen absolutistischen Herrscher in Europa. Wegen seiner prächtigen Hofhaltung und seiner zentralen Rolle wurde er "Sonnenkönig" genannt - alles drehte sich um ihn, wie die Planeten um die Sonne.
💡 Wusstest du? Ludwig XIV. wurde bereits mit 4 Jahren König von Frankreich, konnte aber erst mit 23 Jahren selbst regieren. Mit 72 Jahren Regierungszeit hält er den Rekord als am längsten regierender Monarch Europas.




