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Appeasement Politik

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Appeasement-Politik = Versuch der britischen Regierung unter Premierminister Arthur Chamberlain), den Frieden
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POLITIK Appeasement-Politik = Versuch der britischen Regierung unter Premierminister Arthur Chamberlain), den Frieden nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland durch internationale Entspannung zu stabilisieren und Hitler in ein Sicherheitssystem einzubinden. APPEASEMENT Deutsches Reich bekam nach Niederlage im Ersten Weltkrieg einen Friedensvertrag diktiert, der es in der Zukunft als mögliche Gefahrenquelle für den Frieden in Europa ausschalten sollte (daran war vor allem Frankreich interessiert, während England auf Dauer eher auf die alte Politik des Gleichgewichts achtete) -> nach der Machtergreifung Hitlers war man bereit, Zugeständnisse an Deutschland zu machen GRÜNDE ● Schrecken des Ersten Weltkrieges: in England, aber auch in Frankreich wollte man keinen neuen Weltkrieg Schlechtes Gewissen wegen des harten Umgangs mit den deutschen nach dem Ersten Weltkrieg Englands Probleme mit seinem Weltreich: Singapur war als Festung so aufgestellt, dass es 70 Tage aushalten konnte - in der Zeit sollte die englische Flotte dort angekommen sein - vor dem Hintergrund konnte man keinen Krieg in Europa gebrauchen Angst vor der neuen Waffentechnik (außerdem war die englische Luftwaffe weniger gut ausgebaut als die deutsche nach 1935) Man litt noch unter den Folgen der Weltwirtschaftskrise Teilweise Sympathien für Nationalsozialismus HITLERS AUBENPOLITISCHE ZIELE UND METHODEN 3-Stufen - Plan: Versailler Vertrag revidieren mit Eroberung der SU sollte Lebensraum gewonnen werden, damit sich Deutsche Rasse entfalten könne -> daraus sollte mächtiges Kontinentalimperium werden, dem sich andere Völker...

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unterwerfen müssen Nach Konflikt mit USA sollte De eine Weltmachtsstellung erlangen Hitlers Außenpolitik standen zwei Richtungen parallel nebeneinander Aufrüstung - Revisionspolitik (1933-1938) Mai 1933 - Hitler kündigt in einer Ansprache vor der Militärführung an, ,,Lebensraum im Osten" eroberte zu wollen und diesen einer ,,rücksichtslosen Germanisierung" zu unterwerfen 1933 - Austritt Deutschlands aus den Abrüstungsverhandlungen und aus dem Völkerbund. 1935 - Einführung der allgemeinen Wehrpflicht Ziel: Wiedererlangung der "Wehrhoheit" - Fortfall der Rüstungsbeschränkung in zahlenmäßiger und territorialer Hinsicht März 1936 - Kündigung des Locarno - Paktes und Einmarsch deutscher Truppen in das (entmilitarisierte) Rheinland - Remilitarisierung Betonung des Friedenswillen Mai 1933 - Hitler erklärt vor dem Reichstag seinen Friedenswillen und bekannte sich zur friedlichen Revision des Versailler Vertrages Juli 1936- das deutsche Militär unterstützt die Franco - Putschisten im Spanischen Bürgerkrieg (dabei wurde der Einsatz der Luftwaffe unter Kriegsbedingungen getestet) 1934 - 10-jähriger Nichtangriffspakt mit Polen. Zielsetzung: 1935 - Konferenz von Stresa - Erklärung Englands, Frankreichs und Italiens, weiteren Vertragsverletzungen des Deutschen Reiches gemeinsam begegnen zu wollen und für die Selbständigkeit Österreichs einzutreten. Damit war Deutschland erneut außenpolitisch isoliert. gegen einen befürchteten polnischen Präventivkrieg, Relativierung des gegen Deutschland gerichteten polnisch-französischen Bündnisses. August 1936 - Hitler fordert in einer geheimen Denkschrift Wirtschaft und Armee bis 1940 kriegsbereit zu machen Annexionspolitik (ab 1938) 1938 - Anschluss Österreichs - ,,Großdeutschland" September 1938 - Münchner Konferenz Frankreich & England konnten unter der Vermittlung Italiens verhindern, dass De einen Krieg gegen die Tschechoslowakei begann Ohne gefragt zu werden musste Tschechoslowakei Sudetenland an De abtreten März 1939 - deutsche Truppen besetzen übrig gebliebenen tschechischen Staat STUFEN DER APPEASEMENTPOLITIK Erster Schritt: zweiseitiges Flottenabkommen im Jahre 1935 -> Festschreibung der Stärke der deutschen Flotte auf 35% der englischen Flotte, die der deutschen U-Boot-Flotte sogar auf 100% der englischen • 1936 ließ man den Einmarsch in das entmilitarisierte Rheinland zu 1938 beteiligte man sich am Münchener Abkommen Britische Regierung unter Chamberlain Nam gewaltsamen Anschluss Österreichs an Deutschland hin, um Krieg zu verhindern (Abtretung des Sudetenland an Deutschland) -< Frieden schien gesichert • Höhepunkt der Appeasement Politik Erst Hitlers Griff nach Prag im März 1939 führte in England zum Umdenken und dann zu einer Sicherheitsgarantie für das möglicherweise bald auch bedrohte Polen. MOTIVE UND KRITIK FRIEDEN Chamberlains Appeasementpolitik einzige politische Alternative zu Appeasement ist der Krieg, oberste Aufgabe der Politik ist aber die Vermeidung von Krieg Hoffnung auf Saturierung Hitlers durch Revision des Versailler Vertrags: ,,Sudetendeutschland" musste an Deutsches Reich zurück, um die Möglichkeit eines europäischen Kriegs zu vermeiden (deswegen auch keine Weltkonferenz) Frieden kann nur in Zusammenarbeit/durch Einbeziehung der totalitären Staaten dauerhaft erhalten bleiben Volksabstimmung im Saarland hatte gezeigt, dass die im Ausland lebenden Deutschen tatsächlich ins Deutsche Reich zurückwollen (legitimes Anliegen) Aufrüstung ja, aber nur für den ,,worst case" und 1938 noch zu früh Churchills Kritik FREIHEIT Freiheit der (demokratischen) Völker muss verteidigt werden, auch die freien, demokratischen Länder müssen wehrhaft sein und Grenzen markieren (z. B. durch Garantien) Aufopferung der Freiheit der Tschechoslowaken sowie der nationalen Souveränität der Tschechoslowakei (Großbritannien „serviert“ den Nazis ihre politischen Ziele Gang für Gang und vernachlässigt dabei seine eigene Rolle als Beschützer der kleinen Staaten) Zusammenarbeit mit Diktatoren und totalitären Staaten ist nicht möglich und nicht zuverlässig eine Konferenz oder Volksabstimmung unter internationalem Mandat hätte gezeigt, was die tschechische Bevölkerung und die Sudetendeutschen dort wirklich wollen Aufrüstung und möglicher Krieg als einzige Option, mit der Bedrohung umzugehen Dass die Regierung Chamberlain ihre Appeasement-Politik abbrach und Deutschland den Krieg erklärte, kann man als ein Scheitern bewerten. Unabhängig davon verschaffte die Zeit vom Münchner Abkommen 1938 bis zur Luftschlacht um England im Sommer 1940 der Royal Air Force die Möglichkeit, sich so gut vorzubereiten, dass sie unbesiegt aus dieser Luftschlacht hervorging (und Hitler die Operation Seelöwe verwarf). Chamberlain musste 1940 zurücktreten, als Hitler die Beneluxländer und Frankreich angriff. Der Nachfolger von Chamberlain wurde Winston Churchill. McDonough schließt sich zwar der Auffassung an, dass die Appeasement-Politik in den 1930er Jahren wohl die einzige Handlungsmöglichkeit der britischen Regierung war, doch anders als die Revisionisten ist McDonough der Überzeugung, dass Chamberlain diese politische Linie mangelhaft umgesetzt hat: Sie erfolgte zu spät und wurde nicht energisch genug, um damit NS-Deutschland und Hitler aufhalten zu können. Laut McDonough hängt das Scheitern der Appeasement-Politik insbesondere mit Chamberlains Persönlichkeit zusammen (Hang zu Fehleinschätzungen; sein Widerwille, politischen Gegnern zuzuhören bzw. seinem Unwillen, Alternativen in Erwägung zu ziehen). Chamberlain sei ein unflexibler Staatsmann gewesen, der sein Handeln erst dann geändert habe, als ihn äußere Umstände dazu nötigten. McDonough vertritt die These, dass dies den Kriegsverlauf entscheidend beeinflusste – ihm zufolge zogen Großbritannien und Frankreich 1939 im Vergleich zu 1938 militärisch wesentlich schwächer aufgestellt in den Krieg, da beide Länder 1938 Hitler immer noch militärisch überlegen gewesen wären.

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Zielsetzung: 1935 - Konferenz von Stresa - Erklärung Englands, Frankreichs und Italiens, weiteren Vertragsverletzungen des Deutschen Reiches gemeinsam begegnen zu wollen und für die Selbständigkeit Österreichs einzutreten. Damit war Deutschland erneut außenpolitisch isoliert. gegen einen befürchteten polnischen Präventivkrieg, Relativierung des gegen Deutschland gerichteten polnisch-französischen Bündnisses. August 1936 - Hitler fordert in einer geheimen Denkschrift Wirtschaft und Armee bis 1940 kriegsbereit zu machen Annexionspolitik (ab 1938) 1938 - Anschluss Österreichs - ,,Großdeutschland" September 1938 - Münchner Konferenz Frankreich & England konnten unter der Vermittlung Italiens verhindern, dass De einen Krieg gegen die Tschechoslowakei begann Ohne gefragt zu werden musste Tschechoslowakei Sudetenland an De abtreten März 1939 - deutsche Truppen besetzen übrig gebliebenen tschechischen Staat STUFEN DER APPEASEMENTPOLITIK Erster Schritt: zweiseitiges Flottenabkommen im Jahre 1935 -> Festschreibung der Stärke der deutschen Flotte auf 35% der englischen Flotte, die der deutschen U-Boot-Flotte sogar auf 100% der englischen • 1936 ließ man den Einmarsch in das entmilitarisierte Rheinland zu 1938 beteiligte man sich am Münchener Abkommen Britische Regierung unter Chamberlain Nam gewaltsamen Anschluss Österreichs an Deutschland hin, um Krieg zu verhindern (Abtretung des Sudetenland an Deutschland) -< Frieden schien gesichert • Höhepunkt der Appeasement Politik Erst Hitlers Griff nach Prag im März 1939 führte in England zum Umdenken und dann zu einer Sicherheitsgarantie für das möglicherweise bald auch bedrohte Polen. 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B. durch Garantien) Aufopferung der Freiheit der Tschechoslowaken sowie der nationalen Souveränität der Tschechoslowakei (Großbritannien „serviert“ den Nazis ihre politischen Ziele Gang für Gang und vernachlässigt dabei seine eigene Rolle als Beschützer der kleinen Staaten) Zusammenarbeit mit Diktatoren und totalitären Staaten ist nicht möglich und nicht zuverlässig eine Konferenz oder Volksabstimmung unter internationalem Mandat hätte gezeigt, was die tschechische Bevölkerung und die Sudetendeutschen dort wirklich wollen Aufrüstung und möglicher Krieg als einzige Option, mit der Bedrohung umzugehen Dass die Regierung Chamberlain ihre Appeasement-Politik abbrach und Deutschland den Krieg erklärte, kann man als ein Scheitern bewerten. Unabhängig davon verschaffte die Zeit vom Münchner Abkommen 1938 bis zur Luftschlacht um England im Sommer 1940 der Royal Air Force die Möglichkeit, sich so gut vorzubereiten, dass sie unbesiegt aus dieser Luftschlacht hervorging (und Hitler die Operation Seelöwe verwarf). Chamberlain musste 1940 zurücktreten, als Hitler die Beneluxländer und Frankreich angriff. Der Nachfolger von Chamberlain wurde Winston Churchill. McDonough schließt sich zwar der Auffassung an, dass die Appeasement-Politik in den 1930er Jahren wohl die einzige Handlungsmöglichkeit der britischen Regierung war, doch anders als die Revisionisten ist McDonough der Überzeugung, dass Chamberlain diese politische Linie mangelhaft umgesetzt hat: Sie erfolgte zu spät und wurde nicht energisch genug, um damit NS-Deutschland und Hitler aufhalten zu können. Laut McDonough hängt das Scheitern der Appeasement-Politik insbesondere mit Chamberlains Persönlichkeit zusammen (Hang zu Fehleinschätzungen; sein Widerwille, politischen Gegnern zuzuhören bzw. seinem Unwillen, Alternativen in Erwägung zu ziehen). Chamberlain sei ein unflexibler Staatsmann gewesen, der sein Handeln erst dann geändert habe, als ihn äußere Umstände dazu nötigten. McDonough vertritt die These, dass dies den Kriegsverlauf entscheidend beeinflusste – ihm zufolge zogen Großbritannien und Frankreich 1939 im Vergleich zu 1938 militärisch wesentlich schwächer aufgestellt in den Krieg, da beide Länder 1938 Hitler immer noch militärisch überlegen gewesen wären.