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Bismarck - Kluger Staatsmann oder "Dämon der Deutschen?"

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Bismarck - Kluger Staatsmann oder „Dämon der Deutschen"? War Bismarck ein kluger Staatsmann oder doch nur „Dämon der Deutschen", der für alles verantwortlich gemacht werden kann? Bismarck war ein preußischer Ministerpräsident, dessen Ziel es war Deutschland unter der Führung Preußens zu vereinen. Er war jemand, der in einem europäischen Rahmen dachte und gegen eine übermäßig stark ausgeprägte Weltpolitik war. Er war stets gegen eine imperialistische, kolonialherrschaftliche Stellung Deutschlands und vielmehr darauf bedacht, die Bündnisse Deutschlands auf weitblickenden Gründen zu bauen. Ein Beispiel dafür stellt das ehemalige Bündnis Deutschlands mit Österreich- Ungarn und Russland dar, welches verhindern sollte, dass der Kampf um die Türkei dem Deutschen Reich zum Verhängnis wird. Unter anderem setzte sich Bismarck zeitlebens für Deutschland ein, stand dabei jedoch immer kritisch gegenüber Erfolgen des Deutschen Reiches und war sich seinem Sieg nie zu sicher. Dieser Kontrast spiegelt sich vor allem in seinem widersprüchlich scheinenden- pessimistischen Aussagen wieder, mit welchen er stets die Grenzen seiner Zeit überschritt. Daher ist seine Wirkung auf Europa und Deutschland jenerorts umstritten und nicht klar definierbar. Bismarck besaß eine konservative Haltung und unterstützte das System der Monarchie, jedoch war er zugleich ein Pragmatiker, was ihm den Titel eines Realpolitikers zum Zeitalter der Industrialisierung einbrachte. Hinzukommend war er Nationalist und Kriegsherr und stand für ein Europa im Gleichgewicht. In diesem Kontext sprechen Historiker wie...

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Clark oder Loth von einem Revolutionär, zumindest bis 1870, der es schaffte die nationale Einheit Deutschlands herbeizuführen. Bismarck war während der Märzrevolution ein Verfasser der nationalistischen Bewegung. Nachdem diese allerdings scheiterte, wandelte er sich zu einem konservativ geprägten Redner und vertrat ab da die bestehenden Verhältnisse Deutschlands. Diese Wandlung zeigt, dass er sowohl lernfähig, als auch machtbegierig war. Dennoch hielt er an dem Ziel, eines vereinten Deutschlands fest und schaffte es in der brenzligen Situation mit Russland und Großbritannien, die gegen eine deutsche Einheit waren, einen Krieg abzuwenden und den Frieden in Europa zu bewahren. Er wandelte sich also vom konservativen Träumer in einen Realpolitiker, der lernte, dass Kompromisse, wie z.B. mit dem nationalliberalen Bürgertum und in Form von sozialen Gesetzgebungen, der einzige Weg waren, um Aufstände der Bevölkerung zu verhindern und die innere Ordnung zu wahren. Für jene Wahrung, sowie für eine Ruhe in Europa und eine Stabilisierung der Machtverhältnisse, war die Trennung von Österreich, mehrere Kriege und eine Revolution von oben notwendig. Zudem waren die Einigungskriege, zunächst gegen Dänemark, dann gegen Österreich und zuletzt gegen Frankreich, insoweit unumgänglich, dass zwar ein Großpreußen von den anderen Mächten Europas toleriert wurde, nicht jedoch ein vereintes Deutsches Reich. Nach diesen unausweichlichen kriegen, bemühte sich Bismarck jedoch stets eine innen- und außenpolitische Stabilität beizubehalten. Allerdings musste er folglich eine sozialdemokratische Revolution verhindern und dies tat er durch das Erlassen des Sozialistengesetzes und einer Sozialversicherung. Außenpolitisch sorgte er also mit seinem künstlich zugespitzten krieg für viel Blutvergießen und innenpolitisch verspielte er sich seinen Platz, durch das Durchsetzten des Sozialistengesetzes und die Unterdrückung jeglicher Oppositioneller, waren es die Sozialdemokraten oder auch die Zentrumspartei. Er stelle somit das Wohl des Individuums stets in den Dienst eines höheren Zieles. Zunächst bildete dies die Einheit Deutschlands, welche durch Kriege und Tote herbei gezwungen wurde, dann war es die „innere Ordnung“, die auf den Schultern oppositioneller Bewegungen versucht wurde herzustellen. Hierbei liegt die Betonung auf „versucht“, schließlich scheiterte dieses Vorhaben und die Sozialdemokraten stellten nach dem Ablaufen des Sozialistengesetzes die stärkste Partei in dem Reichstag des Deutschen Reiches dar. Auf der anderen Seite ist seine Weltpolitik ein Jahrhundert, in dem imperialistische Macht das oberste Gebot darstellte, welches zur Not mit dem Leid der kolonialisierten Völker ausgetragen wurde, bemerkenswert. So war Bismarck nicht daran interessiert, dass Deutschland die Weltmacht darstellte, vielleicht weil er damit rechnete, dass dies eher unwahrscheinlich war, aufgrund der mächtigen Stellung Großbritanniens, vielleicht jedoch auch aus dem Grund, dass er einen Übermut der deutschen Bevölkerung und ständige Kriege befürchtete. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Bismarcks Weltpolitik, ihn als Realpolitiker ins gute Licht bringt, man jedoch nicht vergessen sollte, dass er auch eine andere Seite, die eines Unterdrückers und eigensinnigen Politikers, der alles dafür tat, seine Ziele zu erreichen, besitzt. In diesem Sinne war Bismarck weder ein Held noch ein Dämon, sondern Politiker, der unter den Zwängen der damaligen politischen Konstellation pragmatisch gehandelt hat.

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Clark oder Loth von einem Revolutionär, zumindest bis 1870, der es schaffte die nationale Einheit Deutschlands herbeizuführen. Bismarck war während der Märzrevolution ein Verfasser der nationalistischen Bewegung. Nachdem diese allerdings scheiterte, wandelte er sich zu einem konservativ geprägten Redner und vertrat ab da die bestehenden Verhältnisse Deutschlands. Diese Wandlung zeigt, dass er sowohl lernfähig, als auch machtbegierig war. Dennoch hielt er an dem Ziel, eines vereinten Deutschlands fest und schaffte es in der brenzligen Situation mit Russland und Großbritannien, die gegen eine deutsche Einheit waren, einen Krieg abzuwenden und den Frieden in Europa zu bewahren. Er wandelte sich also vom konservativen Träumer in einen Realpolitiker, der lernte, dass Kompromisse, wie z.B. mit dem nationalliberalen Bürgertum und in Form von sozialen Gesetzgebungen, der einzige Weg waren, um Aufstände der Bevölkerung zu verhindern und die innere Ordnung zu wahren. Für jene Wahrung, sowie für eine Ruhe in Europa und eine Stabilisierung der Machtverhältnisse, war die Trennung von Österreich, mehrere Kriege und eine Revolution von oben notwendig. Zudem waren die Einigungskriege, zunächst gegen Dänemark, dann gegen Österreich und zuletzt gegen Frankreich, insoweit unumgänglich, dass zwar ein Großpreußen von den anderen Mächten Europas toleriert wurde, nicht jedoch ein vereintes Deutsches Reich. Nach diesen unausweichlichen kriegen, bemühte sich Bismarck jedoch stets eine innen- und außenpolitische Stabilität beizubehalten. Allerdings musste er folglich eine sozialdemokratische Revolution verhindern und dies tat er durch das Erlassen des Sozialistengesetzes und einer Sozialversicherung. Außenpolitisch sorgte er also mit seinem künstlich zugespitzten krieg für viel Blutvergießen und innenpolitisch verspielte er sich seinen Platz, durch das Durchsetzten des Sozialistengesetzes und die Unterdrückung jeglicher Oppositioneller, waren es die Sozialdemokraten oder auch die Zentrumspartei. Er stelle somit das Wohl des Individuums stets in den Dienst eines höheren Zieles. Zunächst bildete dies die Einheit Deutschlands, welche durch Kriege und Tote herbei gezwungen wurde, dann war es die „innere Ordnung“, die auf den Schultern oppositioneller Bewegungen versucht wurde herzustellen. Hierbei liegt die Betonung auf „versucht“, schließlich scheiterte dieses Vorhaben und die Sozialdemokraten stellten nach dem Ablaufen des Sozialistengesetzes die stärkste Partei in dem Reichstag des Deutschen Reiches dar. Auf der anderen Seite ist seine Weltpolitik ein Jahrhundert, in dem imperialistische Macht das oberste Gebot darstellte, welches zur Not mit dem Leid der kolonialisierten Völker ausgetragen wurde, bemerkenswert. So war Bismarck nicht daran interessiert, dass Deutschland die Weltmacht darstellte, vielleicht weil er damit rechnete, dass dies eher unwahrscheinlich war, aufgrund der mächtigen Stellung Großbritanniens, vielleicht jedoch auch aus dem Grund, dass er einen Übermut der deutschen Bevölkerung und ständige Kriege befürchtete. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Bismarcks Weltpolitik, ihn als Realpolitiker ins gute Licht bringt, man jedoch nicht vergessen sollte, dass er auch eine andere Seite, die eines Unterdrückers und eigensinnigen Politikers, der alles dafür tat, seine Ziele zu erreichen, besitzt. In diesem Sinne war Bismarck weder ein Held noch ein Dämon, sondern Politiker, der unter den Zwängen der damaligen politischen Konstellation pragmatisch gehandelt hat.