Bismarcks Außen- und Innenpolitik nach der Reichsgründung
Nach der Reichsgründung 1871 änderte Bismarck seinen außenpolitischen Kurs grundlegend.
Die Hauptziele seiner Außenpolitik waren nun:
- Frankreich zu isolieren
- Deutschland durch Bündnisse abzusichern
- Rivalitäten zwischen anderen Mächten für deutsche Interessen zu nutzen
Highlight: Bismarcks komplexes Bündnissystem sollte Deutschlands Position in Europa sichern.
Wichtige Bündnisse waren:
- Das Dreikaiserbündnis zwischen Deutschland, Österreich-Ungarn und Russland
- Der Dreibund zwischen Deutschland, Österreich-Ungarn und Italien
In der Innenpolitik stand Bismarck vor der Herausforderung, die verschiedenen Teile des neuen Reiches zu einen. Er versuchte dies durch die Schaffung gemeinsamer "Reichsfeinde" zu erreichen:
- Die katholische Kirche (Kulturkampf)
- Die Sozialdemokraten (Sozialistengesetz von 1878)
Example: Im Kulturkampf wurden kirchliche Schulen unter staatliche Aufsicht gestellt und die Zivilehe eingeführt.
Insgesamt verfolgte Bismarck eine Politik der Saturiertheit, die auf Erhalt des Status quo und nicht auf weitere Expansion ausgerichtet war.







