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Deutsches Kaiserreich (1871-1918)

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Deutsches Kaiserreich (1871-1918)

 DEUTSCHES KAISERREICH
→ Ein von Preußen dominierter Obrigkeitsstaat
→ Bis 1890 spielte Reichskanzler Otto von Bismarck in der Innen- und Au

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Das Deutsche Kaiserreich (1871-1918) - Zeitstrahl - Gründung & Verfassung - Bismarck - Zuckerbrot & Peitsche - Sozialistengesetz - Parteien - Gesellschaft - Wilhelm II. - Erster Weltkrieg - Kriegsschuldfrage - Versailler Vertrag

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DEUTSCHES KAISERREICH → Ein von Preußen dominierter Obrigkeitsstaat → Bis 1890 spielte Reichskanzler Otto von Bismarck in der Innen- und Außenpolitik eine wichtige Rolle → Die imperiale Außenpolitik von Kaiser Wilhelm II. führte Europa 1914 in den Ersten Weltkrieg 1848/49 1862 1864- 1871 bis 1871 18. Januar 1871 DEUTSCHE REVOLUTION ZEITSTRAHL Gescheiterter Versuch der Nationalstaatsbildung NEUER MINISTERPRÄSIDENT König Wilhelm I. ernennt Otto von Bismarck zum neuen preußischen Ministerpräsidenten → Bismarck will ein geeintes Deutsches Reich unter der Führung Preußens DEUTSCH DÄNISCHER KRIEG (1863/64) Preußen verleibte die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (alle unter dänischer Verwaltung) dem Deutschen Bund ein DEUTSCHER KRIEG (1866) GESCHICHTE Preußen siegt u.a. durch das Zündnadelgewehr → Österreich tritt aus dem Deutschen Bund aus → Deutscher Bund wird zum Norddeutschen Bund → Schutz- & Trutzbündnisse mit Südstaaten → Militärischer Beistand bei Angriff durch Feinde → Entstehen eines deutschen Nationalstaats unter preußischer Hegemonie DEUTSCH - FRANZÖSISCHER KRIEG (1870) ■ Frankreich sieht die Einheit Deutschlands kritisch ■ Deutsch-Österreichischer Dualismus als Konflikt Preußen gesteht Österreich kaum Gebiete in den eroberten Gebieten Schleswig und Holstein zu ■ Meinungsverschiedenheiten über die Thronfolge in Spanien als Anlass Frankreichs, D. den Krieg zu erklären → Deutschland besiegt Frankreich durch überlegende Ausrüstung (z.B. schwere Artillerie) → Beitritt der süddeutschen Staaten zum Norddeutschen Bund (Novemberverträge) Bismarck will die Süddeutschen Staaten in den Norddeutschen Bund eingliedern → Mit den deutschen Einigungskriegen setzte Preußen die Idee des deutschen Nationalstaates im Sinne der kleindeutschen Lösung durch DEUTSCHER BUND REICHSGRÜNDUNG / KAISERPROKLAMATION Gebiete Deutschlands in einem lockeren Staatenbund...

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geeint (Deutscher Bund) Im Spiegelsaal von Versailles wird Preußens König Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser proklamiert → Gründung eines Deutschen Reichs unter Preußischer Führung (Bismarck erreicht sein Ziel) DEUTSCHES KAISERREICH 1888 1890 1897 THRONBESTEIGUNG WILHELM II. Außenpolitische Unstimmigkeiten mit Bismarck RÜCKTRITT BISMARCKS VON BÜLOW WIRD REICHSKANZLER REICHSGRÜNDUNG Reichsgründung als diplomatische Aktion eher ein Werk weniger Männer und vor allem der preußischen Macht Volksvertreter bei der Kaiserkrönung nicht vertreten ◇ Hauptakteure: Bismarck, Wilhelm I., deutsche Fürsten → „Einheit von oben" Die Einigung stärkte lediglich das Deutsche Reich im Sinne eines Zusammenschlusses von Fürstentümern → Schnelle Lösung zur Stärkung von Obrigkeitsinteressen → Kaiserreich wird nicht "von unten" geschaffen, sondern "von oben" → Kaiserreich ist ein wenig demokratischer Obrigkeitsstaat mit preußischer Prägung VERFASSUNG Reichsgründung als diplomatische Aktion eher ein Werk weniger Männer und vor allem der preußisch Positive Aspekte GESCHICHTE allgemeines, gleiches und geheimes Wahlrecht für Männer ab 25 Jahre mehr politische Partizipation Beteiligung des RT an Gesetzgebung und Budgetrecht Negative Aspekte dominierende Stellung des Kaisers: - ohne demokratische Legitimation - militärischer Oberbefehl - ernennt/entlässt RK und Reichsregiergung - kann RT mit Zustimmung des BR auflösen Drei-Klassen-Wahlrecht zum preuß. Abgeordnetenhaus keine Gewaltenteilung kein Frauenwahlrecht starke Vormachtstellung Preußens: - 17 v. 58 Vertreter im BR (Veto mit 14 Stimmen) - König von Preußen deutscher Kaiser - preuß. Ministerpräsident = deutscher RK keine Gleichheit der Bundesstaaten = → Dt. Kaiserreich war ein Obrigkeitsstaat mit sehr wenigen Demokratischen Elementen → Deutlicher Rückschritt im Vergleich zur Paulskirchenverfassung von 1848/49 DEUTSCHES KAISERREICH BISMARCK → Vor 1871: Bundeskanzler, preußischer Ministerpräsident und preußischer Außenminister → 1871 - 1890 Reichskanzler im Kaiserreich: Starke Prägung der Politik AUSSENPOLITIK ■ Erhaltung Status Quo ("Deutschland ist saturiert") Grund: Damit andere Länder keine Angst haben, dass D. weitere Gebietsansprüche (Vermeidung eines Krieges) Verhinderung 2-Fronten-Krieg Gefahr der Einkreisung (Frankreich & Russland/Österreich) „Frankreich wird sich erholen & will Revanche für D.-Franz. Krieg” Isolation Frankreichs Verzicht auf Kolonialpolitik Krieg als Mittel der Politik Deutschland als Vermittler Bismarck zeigt seine diplomatische Fähigkeiten Mächtegleichgewicht erhalten (Unterstützung und Neutralität) & Krieg verhindern BÜNDNISSYSTEM Dreikaiserbündnis 1881 Dt. Reich + Russland, Österreich-Ungarn Dreibund 1882 (Zweibund 1879: Österreich) Dt. Reich + Italien, Österreich-Ungarn Rückversicherungsvertrag 1887 Dt. Reich + Russland Mittelmeerabkommen (vermittelt) England, Österreich-Ungarn, Italien GESCHICHTE INNENPOLITIK Soziale Frage (Soziale Benachteiligung Arbeitsklasse) Sozialistengesetz 1878: Bekämpfung Sozialdemokratie Sozialgesetzgebung 1883 f.: Krankenversicherung, Unfallversicherung, Altersversicherung Minderheiten ausgeschlossen Stärkung des Nationalismus Gesellschaftliche Spannungen vermeiden → Tritt zurück aufgrund von Unstimmigkeiten mit Kaiser Wilhelm II. DEUTSCHES KAISERREICH PROBLEME SEINER AUBENPOLITIK Zwang Frankreich nach dessen Niederlage im Deutsch-Französischen Krieg zu hohen Reparationszahlungen & Gebietsabtretungen → Frankreich fühlt sich gedemütigt → Aussöhnung unmöglich Bismarck ist gezwungen ein Bündnissystem zu schaffen das Frankreich isoliert Seine Bündnisse waren stark an seine Person & realpolitische Überzeugungen gebunden: Nach 1890 zerfallen Bündnisse durch Rücktritt Zementierte Feindschaft zu FR (Gegenblock im Krieg) So können sich FR, R und GB zusammenschließen ZUCKERBROT & PEITSCHE Sozialistengesetz Maßnahmen • Verbot von Vereinen • Auflösung von Versammlungen sowie öffentlichen Festlichkeiten und Aufzügen • Verbot von Druckschriften • Verbot von Beitragszahlungen harte Strafen bei Zuwiderhandlung • Verurteilte können bestimmten Bezirken und Ortschaften verwiesen werden (am Wohnsitz nur dann, wenn man nicht länger als 6 Monate bereits hier wohnte) • Ausländer können des Landes verwiesen werden Sozialdemokraten würden den Umsturz der bestehen Staats- und Gesellschaftsordnung planen ,,Peitsche" Verfolgung der Sozialdemokratie GESCHICHTE Begründung • Einführung v. Sozialversicherungen als erster Staat der Welt: ● - Unfallversicherung - Krankenversicherung - Invaliden- und Alterssicherung • korporative Genossenschaften Schutz finanzielle Zuschüsse des Staates (Solidaritätsgedanken) unter staatlichem Pflichtversicherung Sozialgesetzgebung • kaiserliche Pflicht und Gebot der christlichen Nächstenliebe ● • nicht nur Verfolgung der Sozialdemokratie, sondern zugleich auch „positive Förderung des Wohls der Arbeiter" Förderung des inneren Friedens Versuch, die Arbeiterschaft an den konservativen Staat zu biden ,,Zuckerbrot" DEUTSCHES KAISERREICH SOZIALISTENGESETZ Kurzfristige Auswirkungen • Gründung von Clubs und Durchführung weiterer Maßnahmen zur Umgehung der Verbote • Reduzierung der Mitglieder der Treffen mit gleichzeitiger „Verdichtung" und Radikalisierung GESCHICHTE • verbissene Haltung der Mitglieder gegenüber ,,Gegnern" und Solidarisierung/gegenseitige Unterstützung unter den Mitgliedern Langfristige Auswirkungen • Sozialistengesetz verfehlt Wirkung: weder gelang eine parteipolitische Schwächung der Sozialdemokratie, noch konnte die von Bismarck angestrebte gesellschaftliche Isolierung und Eindämmung des sozialistischen Milieus erreicht werden • Politik der Repression und Sozialgesetzgebung (,,Zuckerbrot und Peitsche") verfehlte ebenfalls ihre Wirkung: Die Sozialdemokratie war politisch und personell gestärkt, radikalisierte sich und wurde bei den Reichstagswahlen 1890 zur wählerstärksten Partei • betroffene Bevölkerungsgruppen standen Reich mehr oder weniger distanziert gegenüber, es gelang keine vollständige Integration der sozialdemokratisch orientierten Arbeiterbewegung in die deutsche Mehrheitsgesellschaft

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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Außenpolitische Unstimmigkeiten mit Bismarck RÜCKTRITT BISMARCKS VON BÜLOW WIRD REICHSKANZLER REICHSGRÜNDUNG Reichsgründung als diplomatische Aktion eher ein Werk weniger Männer und vor allem der preußischen Macht Volksvertreter bei der Kaiserkrönung nicht vertreten ◇ Hauptakteure: Bismarck, Wilhelm I., deutsche Fürsten → „Einheit von oben" Die Einigung stärkte lediglich das Deutsche Reich im Sinne eines Zusammenschlusses von Fürstentümern → Schnelle Lösung zur Stärkung von Obrigkeitsinteressen → Kaiserreich wird nicht "von unten" geschaffen, sondern "von oben" → Kaiserreich ist ein wenig demokratischer Obrigkeitsstaat mit preußischer Prägung VERFASSUNG Reichsgründung als diplomatische Aktion eher ein Werk weniger Männer und vor allem der preußisch Positive Aspekte GESCHICHTE allgemeines, gleiches und geheimes Wahlrecht für Männer ab 25 Jahre mehr politische Partizipation Beteiligung des RT an Gesetzgebung und Budgetrecht Negative Aspekte dominierende Stellung des Kaisers: - ohne demokratische Legitimation - militärischer Oberbefehl - ernennt/entlässt RK und Reichsregiergung - kann RT mit Zustimmung des BR auflösen Drei-Klassen-Wahlrecht zum preuß. Abgeordnetenhaus keine Gewaltenteilung kein Frauenwahlrecht starke Vormachtstellung Preußens: - 17 v. 58 Vertreter im BR (Veto mit 14 Stimmen) - König von Preußen deutscher Kaiser - preuß. Ministerpräsident = deutscher RK keine Gleichheit der Bundesstaaten = → Dt. Kaiserreich war ein Obrigkeitsstaat mit sehr wenigen Demokratischen Elementen → Deutlicher Rückschritt im Vergleich zur Paulskirchenverfassung von 1848/49 DEUTSCHES KAISERREICH BISMARCK → Vor 1871: Bundeskanzler, preußischer Ministerpräsident und preußischer Außenminister → 1871 - 1890 Reichskanzler im Kaiserreich: Starke Prägung der Politik AUSSENPOLITIK ■ Erhaltung Status Quo ("Deutschland ist saturiert") Grund: Damit andere Länder keine Angst haben, dass D. weitere Gebietsansprüche (Vermeidung eines Krieges) Verhinderung 2-Fronten-Krieg Gefahr der Einkreisung (Frankreich & Russland/Österreich) „Frankreich wird sich erholen & will Revanche für D.-Franz. Krieg” Isolation Frankreichs Verzicht auf Kolonialpolitik Krieg als Mittel der Politik Deutschland als Vermittler Bismarck zeigt seine diplomatische Fähigkeiten Mächtegleichgewicht erhalten (Unterstützung und Neutralität) & Krieg verhindern BÜNDNISSYSTEM Dreikaiserbündnis 1881 Dt. Reich + Russland, Österreich-Ungarn Dreibund 1882 (Zweibund 1879: Österreich) Dt. Reich + Italien, Österreich-Ungarn Rückversicherungsvertrag 1887 Dt. Reich + Russland Mittelmeerabkommen (vermittelt) England, Österreich-Ungarn, Italien GESCHICHTE INNENPOLITIK Soziale Frage (Soziale Benachteiligung Arbeitsklasse) Sozialistengesetz 1878: Bekämpfung Sozialdemokratie Sozialgesetzgebung 1883 f.: Krankenversicherung, Unfallversicherung, Altersversicherung Minderheiten ausgeschlossen Stärkung des Nationalismus Gesellschaftliche Spannungen vermeiden → Tritt zurück aufgrund von Unstimmigkeiten mit Kaiser Wilhelm II. DEUTSCHES KAISERREICH PROBLEME SEINER AUBENPOLITIK Zwang Frankreich nach dessen Niederlage im Deutsch-Französischen Krieg zu hohen Reparationszahlungen & Gebietsabtretungen → Frankreich fühlt sich gedemütigt → Aussöhnung unmöglich Bismarck ist gezwungen ein Bündnissystem zu schaffen das Frankreich isoliert Seine Bündnisse waren stark an seine Person & realpolitische Überzeugungen gebunden: Nach 1890 zerfallen Bündnisse durch Rücktritt Zementierte Feindschaft zu FR (Gegenblock im Krieg) So können sich FR, R und GB zusammenschließen ZUCKERBROT & PEITSCHE Sozialistengesetz Maßnahmen • Verbot von Vereinen • Auflösung von Versammlungen sowie öffentlichen Festlichkeiten und Aufzügen • Verbot von Druckschriften • Verbot von Beitragszahlungen harte Strafen bei Zuwiderhandlung • Verurteilte können bestimmten Bezirken und Ortschaften verwiesen werden (am Wohnsitz nur dann, wenn man nicht länger als 6 Monate bereits hier wohnte) • Ausländer können des Landes verwiesen werden Sozialdemokraten würden den Umsturz der bestehen Staats- und Gesellschaftsordnung planen ,,Peitsche" Verfolgung der Sozialdemokratie GESCHICHTE Begründung • Einführung v. Sozialversicherungen als erster Staat der Welt: ● - Unfallversicherung - Krankenversicherung - Invaliden- und Alterssicherung • korporative Genossenschaften Schutz finanzielle Zuschüsse des Staates (Solidaritätsgedanken) unter staatlichem Pflichtversicherung Sozialgesetzgebung • kaiserliche Pflicht und Gebot der christlichen Nächstenliebe ● • nicht nur Verfolgung der Sozialdemokratie, sondern zugleich auch „positive Förderung des Wohls der Arbeiter" Förderung des inneren Friedens Versuch, die Arbeiterschaft an den konservativen Staat zu biden ,,Zuckerbrot" DEUTSCHES KAISERREICH SOZIALISTENGESETZ Kurzfristige Auswirkungen • Gründung von Clubs und Durchführung weiterer Maßnahmen zur Umgehung der Verbote • Reduzierung der Mitglieder der Treffen mit gleichzeitiger „Verdichtung" und Radikalisierung GESCHICHTE • verbissene Haltung der Mitglieder gegenüber ,,Gegnern" und Solidarisierung/gegenseitige Unterstützung unter den Mitgliedern Langfristige Auswirkungen • Sozialistengesetz verfehlt Wirkung: weder gelang eine parteipolitische Schwächung der Sozialdemokratie, noch konnte die von Bismarck angestrebte gesellschaftliche Isolierung und Eindämmung des sozialistischen Milieus erreicht werden • Politik der Repression und Sozialgesetzgebung (,,Zuckerbrot und Peitsche") verfehlte ebenfalls ihre Wirkung: Die Sozialdemokratie war politisch und personell gestärkt, radikalisierte sich und wurde bei den Reichstagswahlen 1890 zur wählerstärksten Partei • betroffene Bevölkerungsgruppen standen Reich mehr oder weniger distanziert gegenüber, es gelang keine vollständige Integration der sozialdemokratisch orientierten Arbeiterbewegung in die deutsche Mehrheitsgesellschaft