Antifaschismus als Staatsdoktrin der DDR
Der Antifaschismus wurde zur Staatsdoktrin der DDR erhoben. Dabei berief man sich unter anderem auf den verlustreichen Widerstand der Kommunisten gegen die Nationalsozialisten.
Die Entnazifizierung in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) beinhaltete die konsequente Verfolgung von NS-Tätern und ihren Unterstützern sowie die Entfernung der NS-Funktionseliten aus Verwaltung, Justiz und Schulwesen.
Highlight: Der Antifaschismus diente als Begründung für die Bodenreform und die Verstaatlichung von Betrieben bei der sozialistischen Umgestaltung des Staates.
Allerdings gab es auch Schattenseiten der Entnazifizierung:
- Willkürliche Verhaftungen und Internierungen Unschuldiger
- Frühe Integration einfacher NSDAP-Mitglieder durch Eintritt in die KPD/SED
- Missbrauch der Entnazifizierung zur Denunziation und Ausschaltung politischer Gegner
- Fehlende Diskussion über die kollektive Verantwortung für die NS-Verbrechen
- Ablehnung von Verantwortung für NS-Verbrechen und Wiedergutmachung an Israel
Vocabulary: Opfer des Faschismus DDR - Ein Begriff, der in der DDR verwendet wurde, um Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus zu ehren, aber auch politisch instrumentalisiert wurde.








