Geschichte /

Die Industrialisierung

Die Industrialisierung

 Die Industrialisierung
Fluch oder Segen? Inhaltsverzeichnis
1) Die Industrialisierung - Was ist das?
2) Vorindustrielle Phase
3) Der Anfang

Die Industrialisierung

user profile picture

Peters Clique

319 Followers

Teilen

Speichern

39

 

9

Ausarbeitung

Eine Ausarbeitung über die Industrialisierung

Nichts passendes dabei? Erkunde andere Fachbereiche.

Die Industrialisierung Fluch oder Segen? Inhaltsverzeichnis 1) Die Industrialisierung - Was ist das? 2) Vorindustrielle Phase 3) Der Anfang der Industrialisierung 4) Vergleich: England und Deutschland 5) Einfluss auf unser heutiges Leben 6) Meinungen der Bevölkerung 7) Folgen für die Arbeitnehmer 8) Beispiele 9) Eigenes Urteil 10) Quellen 1) Die Industrialisierung - Was ist das? Die Industrialisierung bezeichnet den Prozess, in dem sich mehrere Agrarstaaten zu Industriegesellschaften weiterentwickelten. Dies geschah zunächst nur in Europa. Es entstanden Maschinen, und neue Produkte wurden erfunden und hergestellt. Sie hat das Leben der Menschen bis in die heutige Zeit hinein verändert. Der Begriff bezeichnet die schnelle Veränderung der Produktionstechniken und die daraus entstehenden Änderungen in der Gesellschaft. Der mechanische Webstuhl revolutionierte die Erzeugung von Textilien. Die Erfindung von kraftbetriebenen Maschinen (Dampf-, elektrisch oder mit Verbrennungsmotoren betrieben) ermöglichte zum Beispiel eine beschleunigte Gewinnung von Kohle und Stahl sowie deren Transport und Weiterverarbeitung. 2) Vorindustrielle Phase Vor dem Anfang der industriellen Revolution handelte es sich bei den heutigen Industrieländern um Agrarstaaten. Alles wurde nur per Hand hergestellt und getan, und natürlich war die Produktivität deutlich geringer als während oder ,,nach" der Industrialisierung. Wenn beispielsweise früher ein Weizenfeld abgeerntet werden sollte, brauchte man viele Menschen, die zunächst mit Hilfe von Sicheln das Getreide mähten, es anschließend zusammenbanden und dann mit Dreschflegeln die Körner daraus lösten. Für einen Hektar Feld benötigte man auf diese Weise...

Mit uns zu mehr Spaß am Lernen

Hilfe bei den Hausaufgaben

Mit dem Fragen-Feature hast du die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen und Antworten von anderen Schüler:innen zu erhalten.

Gemeinsam lernen

Mit Knowunity erhältest du Lerninhalte von anderen Schüler:innen auf eine moderne und gewohnte Art und Weise, um bestmöglich zu lernen. Schüler:innen teilen ihr Wissen, tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig.

Sicher und geprüft

Ob Zusammenfassungen, Übungen oder Lernzettel - Knowunity kuratiert alle Inhalte und schafft eine sichere Lernumgebung zu der Ihr Kind jederzeit Zugang hat.

App herunterladen

Alternativer Bildtext:

ca. 360 Stunden. Das alles war natürlich ein langer und schweißtreibender Prozess, wohingegen einem die heutige Arbeit auf dem Feld vergleichsweise geringfügig vorkommt. Heutzutage benötigt man exakt eine Person, um innerhalb eines Tages ein gesamtes Feld abzuernten und die Körner vom Rest des Getreides zu trennen. Einen Hektar kann man innerhalb einer Stunde schaffen. Das alles ist der Erfindung des Motors, und genauer der Erfindung des Mähdreschers zu verdanken. 3) Der Anfang der Industrialisierung Die Industrialisierung begann im späten 18. Jahrhundert in England. Dort veränderte sich laut dem Buch „Grundkurse Geschichte" in den Jahren 1780 bis 1850 die Welt. Einen genauen Startpunkt gab es jedoch nicht, ganz im Gegenteil. Die Anfänge der Industrialisierung waren ein langer Entwicklungsprozess, der sich über viele Jahre und Jahrzehnte hinzog. Zu Beginn der Industrialisierung in England war das Deutsche Reich noch ein reiner Agrarstaat. Beschleunigt wurde die industrielle Revolution hierzulande durch den Abbau von Handelsbarrieren („Deutscher Zollverein", gegründet in 1834), sowie den starken Ausbau des Eisenbahnnetzes. Die deutsche Eisenbahn hatte ihre erste Fahrt am 07. Dezember 1835 zwischen Nürnberg und Fürth. Damals sah die Gesellschaft diese Erfindung eher kritisch. Viele Leute wollten sich „diesem fauchenden Ungetüm" (Welt Geschichte - Eine Chronik in Farbe) auf keinen Fall anvertrauen. Die „Quarterly Review" verglich es um 1826 (ebenfalls laut „Welt Geschichte - Eine Chronik in Farbe") damit, dass sich ein Mensch ebenso gut auf einer Kanonenkugel abfeuern lassen könnte. Trotzdem war das Ganze natürlich ein spannendes Ereignis. Ein Anonymer berichtete: „Auf dem eingehegten Platze, welcher zu dem Verwaltungslokal der Eisenbahn-Gesellschaft gehört, war natürlich halb Nürnberg versammelt. Alle Bauten, die Eisenbahnschienen, die neuen, zum Teil eleganten Wagen, vor allem aber die Lokomotive wurden gebührend bewundert. [...] Aus dem Schlot fuhren nun die Dampfwolken in gewaltigen Stößen, und die neun aneinander geketteten Wagen, die etwa zweihundert erwartungsfreudige Menschen faßten, begannen sich unter den Klängen der Festmusik langsam in Bewegung zu setzen. [...] Die Menschenmenge jauchzte und jubelte und winkte den Vorüberfahrenden zu." (1) Man kann also sehen, dass die Menschen damals sehr erwartungsvoll und gespannt waren, denn schließlich hatten sie so etwas höchstwahrscheinlich noch nie erlebt. 4) Vergleich: England und Deutschland Der Beginn der Industrialisierung begann in England im 18. Jahrhundert im Bereich der Textilindustrie, die in Deutschland weniger ausgeprägt war. Während es in Deutschland nur zwei große und ein paar kleinere Industriegebiete gab, hatte England zwar ebenfalls nur wenige, aber dafür sehr große Industriegebiete. In Deutschland entwickelte sich ab etwa 1850 besonders die Kohle- und Stahlindustrie. Diese entwickelten sich zu Schlüsselindustrien dieses Landes. In England gab es zu dieser Zeit zwar große Kohlevorkommen, aber nur wenig Metallindustrie. 5) Einfluss auf unser heutiges Leben Der große Einfluss auf unser heutiges Leben lässt sich wohl kaum leugnen. Hätte es die Industrialisierung und ihre neuen Erfindungen nicht gegeben, wäre unser Leben nun nicht so, wie es ist. Wir wären wahrscheinlich noch immer Agrarstaaten, lägen in der Forschung, wie auch in der Wirtschaft viel weiter zurück und könnten uns dies auch gar nicht anders vorstellen. Alles wäre anders. Man könnte nicht mehr oder weniger spontan in den Urlaub fahren, man könnte seine Lebensmittel nicht gut kühl lagern. Es gäbe viel weniger Produkte auf dieser Welt, denn was heutzutage jeden Tag zu Tausenden hergestellt wird, brauchte damals vielleicht einen Tag pro Stück. Natürlich gäbe es auch gute Seiten. Wären Motoren und Ähnliches nicht oder erst später erfunden worden, ginge es unserer Erde vermutlich besser, und es stünde besser um unser Klima. 6) Meinungen der Bevölkerung Wie bereits in den Anfängen der Industrialisierung zu verzeichnen, reagierte die Bevölkerung zwiegespalten auf die große Umstellung – die Industrialisierung. Ein berühmtes Zitat von Walter Eucken lautet: „Der Geist der Freiheit hat die Industrialisierung schaffen helfen – und diese Industrialisierung ist zu einer schweren Bedrohung der - Freiheit geworden.“ (2) Die Menschen befürchteten also, dass ihre Freiheit im Zuge der industriellen Revolution untergehen würde. Außerdem wurde irgendwann auch klar, dass das Ganze nicht nur seine guten Seiten hat. Dies brachte Jakob von Üxküll folgendermaßen zum Ausdruck: „Niemand bestreitet die Wunder der modernen Wissenschaft. Jetzt wäre es an der Zeit, daß sie auch für ihre Monster die Verantwortung übernimmt." (3) Durch die Industrialisierung und die daraus folgende Bildung von Unternehmen wurde natürlich eine weitere Form der Rangordnung bei den Menschen erschaffen. Von nun an gab es die Unternehmen und die darin tätigen Arbeiter. An sich war dies kein Problem, hätte es nicht die Monopolbildung gegeben und die Tatsache, dass die abhängigen Beschäftigten den Arbeitgebern unterworfen waren. In einem Zitat heißt es: „Die Freiheit der Wölfe ist der Tod der Lämmer." (4) Darin stellen die Lämmer die Angestellten und die Wölfe die immer reicher werdenden Unternehmer dar. Die Reichen wurden immer reicher, und die Armen wurden immer ärmer. Die Armen waren zudem noch abhängig von ihren Arbeitgebern. Ohne diese hätten sie kein Geld, und der momentane Schlafplatz wurde eventuell auch von diesen finanziert. Man kann sich also vorstellen, dass die eine Seite der Bevölkerung wenig begeistert war, was allerdings nicht an den neuen Dingen und harmlosen Veränderungen, sondern an den neuen Lebensbedingungen lag. Später gab es dann auch Protestaktionen der Arbeiter. Denn letztendlich waren nicht nur sie von ihrem Arbeitgeber, sondern dieser auch gewissermaßen von ihnen abhängig. Nicht von jedem Einzelnen, aber von allen zusammen. George Herwegh sagte einmal: „Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will". (5) 7) Folgen für die Arbeitnehmer Ein Merkmal der Industriearbeit und damit eine Folge der Industrialisierung ist die Trennung von Wohn- und Arbeitsplatz. Während Arbeiter früher im eigenen Heim arbeiteten, mussten sie nun zu bestimmten Zeiten zu einem anderen Ort gehen, um dort zu arbeiten. Dieser Umstand wurde versucht durch Arbeitersiedlungen in der Nähe von Großbetrieben zu verringern. Jedoch waren die Lebensbedingungen dort nicht die besten. Alles war sehr beengt, mehrere Leute schliefen nacheinander in demselben Bett, und doch herrschte eine große Wohnungsnot. Eine weitere Folge waren die neuen festen Arbeitszeiten, wozu auch Nachtschichten zählen. Dies bedeutete eine Umstellung und durch den anders gewohnten Bio-Rhythmus eine erhöhte Unfallgefahr. Außerdem lag stets ein großer Druck auf den Schultern der Arbeitnehmer, denn sie wussten, dass sie im Krankheitsfall ihr Standbein im Leben -ihren Job- verlieren würden. 8) Beispiele Während der Industrialisierung wurden viele neue Geräte und Techniken erfunden oder erschaffen. Hier sind einige konkrete Beispiele: Jahr 1764 Erfindung Spinnmaschine („Spinning Jenny") Erfinder James Hargreaves

Geschichte /

Die Industrialisierung

user profile picture

Peters Clique  

Follow

319 Followers

 Die Industrialisierung
Fluch oder Segen? Inhaltsverzeichnis
1) Die Industrialisierung - Was ist das?
2) Vorindustrielle Phase
3) Der Anfang

App öffnen

Eine Ausarbeitung über die Industrialisierung

Ähnliche Knows

L

10

Das 19 Jahrhundert(Industrie)

Know Das 19 Jahrhundert(Industrie) thumbnail

1

 

9/10

user profile picture

Die Industriealisierung

Know Die Industriealisierung thumbnail

16

 

7/8/9

A

2

Industrielle Revolution

Know Industrielle Revolution  thumbnail

7

 

11

user profile picture

Industrialisierung

Know Industrialisierung thumbnail

3

 

10

Die Industrialisierung Fluch oder Segen? Inhaltsverzeichnis 1) Die Industrialisierung - Was ist das? 2) Vorindustrielle Phase 3) Der Anfang der Industrialisierung 4) Vergleich: England und Deutschland 5) Einfluss auf unser heutiges Leben 6) Meinungen der Bevölkerung 7) Folgen für die Arbeitnehmer 8) Beispiele 9) Eigenes Urteil 10) Quellen 1) Die Industrialisierung - Was ist das? Die Industrialisierung bezeichnet den Prozess, in dem sich mehrere Agrarstaaten zu Industriegesellschaften weiterentwickelten. Dies geschah zunächst nur in Europa. Es entstanden Maschinen, und neue Produkte wurden erfunden und hergestellt. Sie hat das Leben der Menschen bis in die heutige Zeit hinein verändert. Der Begriff bezeichnet die schnelle Veränderung der Produktionstechniken und die daraus entstehenden Änderungen in der Gesellschaft. Der mechanische Webstuhl revolutionierte die Erzeugung von Textilien. Die Erfindung von kraftbetriebenen Maschinen (Dampf-, elektrisch oder mit Verbrennungsmotoren betrieben) ermöglichte zum Beispiel eine beschleunigte Gewinnung von Kohle und Stahl sowie deren Transport und Weiterverarbeitung. 2) Vorindustrielle Phase Vor dem Anfang der industriellen Revolution handelte es sich bei den heutigen Industrieländern um Agrarstaaten. Alles wurde nur per Hand hergestellt und getan, und natürlich war die Produktivität deutlich geringer als während oder ,,nach" der Industrialisierung. Wenn beispielsweise früher ein Weizenfeld abgeerntet werden sollte, brauchte man viele Menschen, die zunächst mit Hilfe von Sicheln das Getreide mähten, es anschließend zusammenbanden und dann mit Dreschflegeln die Körner daraus lösten. Für einen Hektar Feld benötigte man auf diese Weise...

Nichts passendes dabei? Erkunde andere Fachbereiche.

Mit uns zu mehr Spaß am Lernen

Hilfe bei den Hausaufgaben

Mit dem Fragen-Feature hast du die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen und Antworten von anderen Schüler:innen zu erhalten.

Gemeinsam lernen

Mit Knowunity erhältest du Lerninhalte von anderen Schüler:innen auf eine moderne und gewohnte Art und Weise, um bestmöglich zu lernen. Schüler:innen teilen ihr Wissen, tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig.

Sicher und geprüft

Ob Zusammenfassungen, Übungen oder Lernzettel - Knowunity kuratiert alle Inhalte und schafft eine sichere Lernumgebung zu der Ihr Kind jederzeit Zugang hat.

App herunterladen

Knowunity

Schule. Endlich einfach.

App öffnen

Alternativer Bildtext:

ca. 360 Stunden. Das alles war natürlich ein langer und schweißtreibender Prozess, wohingegen einem die heutige Arbeit auf dem Feld vergleichsweise geringfügig vorkommt. Heutzutage benötigt man exakt eine Person, um innerhalb eines Tages ein gesamtes Feld abzuernten und die Körner vom Rest des Getreides zu trennen. Einen Hektar kann man innerhalb einer Stunde schaffen. Das alles ist der Erfindung des Motors, und genauer der Erfindung des Mähdreschers zu verdanken. 3) Der Anfang der Industrialisierung Die Industrialisierung begann im späten 18. Jahrhundert in England. Dort veränderte sich laut dem Buch „Grundkurse Geschichte" in den Jahren 1780 bis 1850 die Welt. Einen genauen Startpunkt gab es jedoch nicht, ganz im Gegenteil. Die Anfänge der Industrialisierung waren ein langer Entwicklungsprozess, der sich über viele Jahre und Jahrzehnte hinzog. Zu Beginn der Industrialisierung in England war das Deutsche Reich noch ein reiner Agrarstaat. Beschleunigt wurde die industrielle Revolution hierzulande durch den Abbau von Handelsbarrieren („Deutscher Zollverein", gegründet in 1834), sowie den starken Ausbau des Eisenbahnnetzes. Die deutsche Eisenbahn hatte ihre erste Fahrt am 07. Dezember 1835 zwischen Nürnberg und Fürth. Damals sah die Gesellschaft diese Erfindung eher kritisch. Viele Leute wollten sich „diesem fauchenden Ungetüm" (Welt Geschichte - Eine Chronik in Farbe) auf keinen Fall anvertrauen. Die „Quarterly Review" verglich es um 1826 (ebenfalls laut „Welt Geschichte - Eine Chronik in Farbe") damit, dass sich ein Mensch ebenso gut auf einer Kanonenkugel abfeuern lassen könnte. Trotzdem war das Ganze natürlich ein spannendes Ereignis. Ein Anonymer berichtete: „Auf dem eingehegten Platze, welcher zu dem Verwaltungslokal der Eisenbahn-Gesellschaft gehört, war natürlich halb Nürnberg versammelt. Alle Bauten, die Eisenbahnschienen, die neuen, zum Teil eleganten Wagen, vor allem aber die Lokomotive wurden gebührend bewundert. [...] Aus dem Schlot fuhren nun die Dampfwolken in gewaltigen Stößen, und die neun aneinander geketteten Wagen, die etwa zweihundert erwartungsfreudige Menschen faßten, begannen sich unter den Klängen der Festmusik langsam in Bewegung zu setzen. [...] Die Menschenmenge jauchzte und jubelte und winkte den Vorüberfahrenden zu." (1) Man kann also sehen, dass die Menschen damals sehr erwartungsvoll und gespannt waren, denn schließlich hatten sie so etwas höchstwahrscheinlich noch nie erlebt. 4) Vergleich: England und Deutschland Der Beginn der Industrialisierung begann in England im 18. Jahrhundert im Bereich der Textilindustrie, die in Deutschland weniger ausgeprägt war. Während es in Deutschland nur zwei große und ein paar kleinere Industriegebiete gab, hatte England zwar ebenfalls nur wenige, aber dafür sehr große Industriegebiete. In Deutschland entwickelte sich ab etwa 1850 besonders die Kohle- und Stahlindustrie. Diese entwickelten sich zu Schlüsselindustrien dieses Landes. In England gab es zu dieser Zeit zwar große Kohlevorkommen, aber nur wenig Metallindustrie. 5) Einfluss auf unser heutiges Leben Der große Einfluss auf unser heutiges Leben lässt sich wohl kaum leugnen. Hätte es die Industrialisierung und ihre neuen Erfindungen nicht gegeben, wäre unser Leben nun nicht so, wie es ist. Wir wären wahrscheinlich noch immer Agrarstaaten, lägen in der Forschung, wie auch in der Wirtschaft viel weiter zurück und könnten uns dies auch gar nicht anders vorstellen. Alles wäre anders. Man könnte nicht mehr oder weniger spontan in den Urlaub fahren, man könnte seine Lebensmittel nicht gut kühl lagern. Es gäbe viel weniger Produkte auf dieser Welt, denn was heutzutage jeden Tag zu Tausenden hergestellt wird, brauchte damals vielleicht einen Tag pro Stück. Natürlich gäbe es auch gute Seiten. Wären Motoren und Ähnliches nicht oder erst später erfunden worden, ginge es unserer Erde vermutlich besser, und es stünde besser um unser Klima. 6) Meinungen der Bevölkerung Wie bereits in den Anfängen der Industrialisierung zu verzeichnen, reagierte die Bevölkerung zwiegespalten auf die große Umstellung – die Industrialisierung. Ein berühmtes Zitat von Walter Eucken lautet: „Der Geist der Freiheit hat die Industrialisierung schaffen helfen – und diese Industrialisierung ist zu einer schweren Bedrohung der - Freiheit geworden.“ (2) Die Menschen befürchteten also, dass ihre Freiheit im Zuge der industriellen Revolution untergehen würde. Außerdem wurde irgendwann auch klar, dass das Ganze nicht nur seine guten Seiten hat. Dies brachte Jakob von Üxküll folgendermaßen zum Ausdruck: „Niemand bestreitet die Wunder der modernen Wissenschaft. Jetzt wäre es an der Zeit, daß sie auch für ihre Monster die Verantwortung übernimmt." (3) Durch die Industrialisierung und die daraus folgende Bildung von Unternehmen wurde natürlich eine weitere Form der Rangordnung bei den Menschen erschaffen. Von nun an gab es die Unternehmen und die darin tätigen Arbeiter. An sich war dies kein Problem, hätte es nicht die Monopolbildung gegeben und die Tatsache, dass die abhängigen Beschäftigten den Arbeitgebern unterworfen waren. In einem Zitat heißt es: „Die Freiheit der Wölfe ist der Tod der Lämmer." (4) Darin stellen die Lämmer die Angestellten und die Wölfe die immer reicher werdenden Unternehmer dar. Die Reichen wurden immer reicher, und die Armen wurden immer ärmer. Die Armen waren zudem noch abhängig von ihren Arbeitgebern. Ohne diese hätten sie kein Geld, und der momentane Schlafplatz wurde eventuell auch von diesen finanziert. Man kann sich also vorstellen, dass die eine Seite der Bevölkerung wenig begeistert war, was allerdings nicht an den neuen Dingen und harmlosen Veränderungen, sondern an den neuen Lebensbedingungen lag. Später gab es dann auch Protestaktionen der Arbeiter. Denn letztendlich waren nicht nur sie von ihrem Arbeitgeber, sondern dieser auch gewissermaßen von ihnen abhängig. Nicht von jedem Einzelnen, aber von allen zusammen. George Herwegh sagte einmal: „Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will". (5) 7) Folgen für die Arbeitnehmer Ein Merkmal der Industriearbeit und damit eine Folge der Industrialisierung ist die Trennung von Wohn- und Arbeitsplatz. Während Arbeiter früher im eigenen Heim arbeiteten, mussten sie nun zu bestimmten Zeiten zu einem anderen Ort gehen, um dort zu arbeiten. Dieser Umstand wurde versucht durch Arbeitersiedlungen in der Nähe von Großbetrieben zu verringern. Jedoch waren die Lebensbedingungen dort nicht die besten. Alles war sehr beengt, mehrere Leute schliefen nacheinander in demselben Bett, und doch herrschte eine große Wohnungsnot. Eine weitere Folge waren die neuen festen Arbeitszeiten, wozu auch Nachtschichten zählen. Dies bedeutete eine Umstellung und durch den anders gewohnten Bio-Rhythmus eine erhöhte Unfallgefahr. Außerdem lag stets ein großer Druck auf den Schultern der Arbeitnehmer, denn sie wussten, dass sie im Krankheitsfall ihr Standbein im Leben -ihren Job- verlieren würden. 8) Beispiele Während der Industrialisierung wurden viele neue Geräte und Techniken erfunden oder erschaffen. Hier sind einige konkrete Beispiele: Jahr 1764 Erfindung Spinnmaschine („Spinning Jenny") Erfinder James Hargreaves