Expansionspolitik und Kriegsvorbereitung
Die aggressive Expansionspolitik des NS-Regimes setzte sich in den folgenden Jahren fort und führte schrittweise zur Entfesselung der Kriegsdynamik:
- März 1938: Anschluss Österreichs, der Deutschland wirtschaftliche, demographische und geostrategische Vorteile brachte.
- September 1938: Mit Einverständnis Großbritanniens, Frankreichs und Italiens wird das Sudetenland ins Deutsche Reich eingegliedert. Dies trennte 3,2 Millionen Sudetendeutsche von der tschechoslowakischen Regierung und sicherte Deutschland wichtige Industriezweige und Rohstoffe.
- 14.-15. März 1939: Der tschechoslowakische Staatspräsident Emil Hácha wird gezwungen, "das Schicksal des tschechischen Volkes vertrauensvoll in die Hände des Führers" zu legen.
Quote: "Zerschlagung der Resttschechei" - Mit diesem Schritt ließ die deutsche Außenpolitik endgültig die Maske fallen.
Die letzten Schritte vor Kriegsbeginn:
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- April 1939: Hitler kündigt das deutsch-britische Flottenabkommen und den deutsch-polnischen Nichtangriffsvertrag auf.
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- August 1939: Abschluss des Hitler-Stalin-Pakts (Nichtangriffspakt mit der Sowjetunion) zum Schutz vor einem Zweifrontenkrieg.
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- September 1939: Die deutsche Wehrmacht überfällt Polen, womit der Zweite Weltkrieg beginnt.
Definition: Hitler-Stalin-Pakt - Ein Nichtangriffspakt zwischen Nazi-Deutschland und der Sowjetunion, der auch eine geheime Vereinbarung zur Aufteilung Polens enthielt.
Diese Ereignisse zeigen deutlich, wie die NS-Außenpolitik systematisch auf einen Krieg hinarbeitete und dabei die Appeasement-Politik der westlichen Mächte ausnutzte. Die schrittweise Expansion und die Vorbereitung auf den Krieg waren zentrale Elemente von Hitlers Außenpolitik, die schließlich in den Zweiten Weltkrieg mündete.



