Das Ostgotenreich in Italien und sein Untergang
Die Ostgoten etablierten in Italien ein bedeutendes Reich, das von Ravenna aus regiert wurde. Die Ostgoten Karte zeigt die maximale Ausdehnung ihres Territoriums, das sich von der Provence bis nach Sizilien erstreckte. Besonders interessant für die Völkerwanderung einfach erklärt ist die strategische Positionierung der Ostgoten im ehemaligen Kernland des Römischen Reiches.
Highlight: Ravenna wurde zur prächtigen Residenzstadt der Ostgoten ausgebaut und zeugt noch heute von ihrer hochentwickelten Baukunst und Kultur.
Der Niedergang des Ostgotenreiches begann mit den Gotenkriegen (535-554), die durch das Oströmische Reich unter Justinian I. initiiert wurden. Die Langobarden profitierten später von diesem Machtvakuum und übernahmen große Teile Italiens. Die militärischen Auseinandersetzungen führten zu bedeutenden Schlachten, wie bei Tadinae (552) und am Mons Lactarius (553), die das Ende der ostgotischen Herrschaft in Italien besiegelten.
Die Frage nach den Ostgoten heute lässt sich dahingehend beantworten, dass sie als eigenständiges Volk nicht mehr existieren, ihr kulturelles Erbe jedoch in verschiedenen archäologischen Funden und architektonischen Überresten fortlebt. Die Völkerwanderung Ursachen und Folgen zeigen, wie die Ostgoten als Teil einer größeren Migrationsbewegung die europäische Geschichte nachhaltig prägten.