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1.1 Kernmodul: Konzepte und Theorien zu Wechselwirkungen un

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Zusammenfassung für das Thema "Wechselwirkungen und Anpassungsprozesse": Das gesamte Thema Völkerwanderung für das Abitur im Geschichts-LK 2021 in Niedersachsen. Enthalten sind auch die Theoriemodule Kulturkontakt und Migration.

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Die Völkerwanderung 1 Wechselwirkungen und Anpassungsprozesse in der Geschichte 1.1 Kernmodul: Konzepte und Theorien zu Wechselwirkungen und Anpassungsprozessen 1.1.1 Kulturkontakt nach Urs Bitterli 1991 Es wird davon ausgegangen, dass jeder Mensch einer bestimmten Kultur angehört. Die Menschheitsgeschichte ist eine Abfolge von Kontakten verschiedener Kulturen. Formen des Kulturkontakts Merkmale Keine zwangsläufige chronologische Reihung Kulturberührung > Erstmalige Begegnung > zeitlich begrenzt > Zufällig, Reiz des Neuen >Kommunikationsprobleme > meist friedlich Bsp.: erste Begegnung Kolumbus und Bewohner der Karibikinsel Mara Herschel Kulturzusammenstoß > gewaltsam > Ausrottung/ Unterdrückung > überraschend > stärkere Kultur bedroht schwächere (Existenzbedrohung) > Entstehung neuer Kulturform möglich > Verdrängung der Bevölkerung Bsp.: spanischer Kolonialismus (Verfolgung und Vernichtung der amerikanischen Urbevölkerung durch die europäischen Eroberer) Kultur: ➤ Menschen definieren sich über Herkunft, Religion, Sprache, Geschichte, Werte, Sitten Kultur als Gegenstand von Identifikation Benutzen Politik, um ihre Identität zu finden Kulturkontakt/Kulturbeziehung > längere Dauer > wechselseitig= gegenseitiger Austausch/Abhängigkeit/ Anpassung > friedlich > machtpolitisches Gleichgewicht > Duldung des Schwächeren Akkulturation/ Kulturvermischung > langfristiger Kulturkontakt > Austausch, nicht nur von Waren, sondern auch von Kulturtechniken oder Wertvorstellungen > gegenseitige Anpassung > dauerhafte Veränderung der beteiligten Kulturen > Kultur wird nicht als Ganzes übernommen, sondern nur einzelne Elemente Differenzen: philosophische Voraussetzungen, Grundwerte, soziale Beziehungen, Sitten, allgemeine Weltanschauung, Unterschiede in Werten, Überzeugung, NICHT äußerlich ➤ Kulturkreis als dauerhaftester menschlicher Zusammenschluss. Religion als Merkmal Kulturkonflikt: Die Kulturen haben alle Konfliktpotenzial. Auch wenn es zunehmende Verflechtungen zwischen Kulturen gab, wollten diese ihre Besonderheiten ausbewahren und standen so in Konkurrenz zueinander. Die Völkerwanderung 1.1.2 John Berry 1939: Form der Akkulturation Segregation Integration Assimilation Marginalisierung 1.1.3 Völker und Ethnogenese nach Mischa Meier Völker sind ● (auch Separation) Die kulturelle Identität ist hoch, der Wille die...

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andere Kultur anzunehmen aber nicht Die eigene kulturelle Identität ist hoch, der Wille die andere Kultur anzunehmen ebenfalls (auch Inklusion) Die eigene kulturelle Identität ist niedrig, der Wille die andere Kultur anzunehmen aber hoch (auch Exklusion) Die kulturelle Identität ist niedrig, der Wille die andere Kultur anzunehmen ebenfalls veränderliche Einheiten O Instabile, soziale Gebilde, die permanenter Veränderung ausgesetzt sind O durch Politik definiert (gemeinsame Bürgerrechte, Gesetztesgebung) O Sorgt für Zusammengehörigkeitsgefühl= Ethnogenese ist O Eine ständige Veränderung O Vielfältige Akkulturationsprozesse, dann bildet sich Volk heraus Mara Herschel I Es kommt nicht auf den Wohnraum an, sondern auf das Gefühl der Zugehörigkeit Veränderungen in einem Volk können Veränderungen im nächsten beeinflussen ,,Mobilität": sei mittlerweile allgegenwärtig, also der Normalzustand. Er beschreibt es als Bewegung im Räumlichen, Sozialen und Kulturellen. ,,Migration": Ist von Mobilität nur ein Teilphänomenen. Es gab schon immer einen Kontinuierlichen Austausch und Ein- und Auswanderung 2 Die Völkerwanderung 1.2 Migration generell Emigration: Abwanderung aus der alten Heimat Immigration: Einwanderung in ein neues Land Push-Faktoren: Motive, die Menschen dazu bewegen, abzuwandern: ökonomische Faktoren sind Gründe: bedroht von Armut, Hunger, Kriege Naturkatastrophen Gesellschaftliche Benachteiligungen werden aufgrund ihrer Abstammung, Religion, Nationalität, politischen Überzeugung oder sexuellen Orientierung benachteiligt oder verfolgt Demographisch (Überbevölkerung) Liebe und Abenteuerlust Konsequenz: 1.2.1 Migration und Integration Jochen Oltmer 1965 (S.166) Migration: Pull-Faktoren: Gründe, in ein ganz bestimmtes Zielgebiet zu wandern Ökonomische Faktoren (Hoffnung auf wirtschaftliche Verbesserung) mehr Freiheit, bessere Lebensbedingungen größere Karrierechancen Zwangs- oder Gewaltmigration: wenn Menschen gezwungen werden, räumlich mobil zu werden: Versklavung, Deportation, Vertreibung, Umsiedlung und Flucht Akkulturation: Anpassung der kulturellen Identität. Kultur wird nicht einseitig übertragen, sondern es gibt immer wechselseitige Beeinflussung Mara Herschel frieden, gesellschaftliche Akzeptanz/ Toleranz Räumliche Bewegung von Menschen, auch innerhalb eines Staates= regionale Mobilität mit weitreichenden Konsequenzen für die Lebensverläufe= sozialer Wandel ergibt sich Überschreiten der politisch- territorialer Grenzen Kann auch Zwischenziele geben (dienen als Mittel zur Weiterreise) Migranten müssen sich mit wirtschaftlichen Gegebenheiten und Ordnung, kulturellen Mustern so wie gesellschaftlichen Normen und Strukturen auseinandersetzten. Wanderungsergebnis stimmt nicht mit Wanderungsintention überein Wirtschaftliche, soziale, politische, religiöse, und persönliche Motive Geplante Rückkehr wird aufgeschoben, die Ferne wird zur Heimat, die Heimat erscheint fern Neuer Ort hat neue Chancen Wo muss ich hin migrieren, damit ich ein Migrant bin? Lebensraum mit anderen kulturellen Strukturen Muss nicht über Grenzen gehen Sozialer Wandel im Land Veränderung des Manschens und des Ortes= IMMER! 3 Die Völkerwanderung 2 Pflichtmodul 3: Die ,,Völkerwanderung" In Germanien entstanden durch die Kontakte mit Rom ab dem 3. Jhd. neue, große Gruppen, die durch Plünderungszüge und Einwanderung am Wohlstand des röm. Imperiums teilhaben wollten. Dabei nutzen sie Schwächephasen und Veränderungen im röm. Reich und verstärkten diese. Als 375 die Hunnen Europa bedrohten, konnten die Römer die german. Migration nicht mehr kontrollieren: auf der Suche nach sicheren Siedlungs- und Herrschaftsgebieten drangen immer mehr Germanen unter ehrgeizigen Anführern dauerhaft ins Reichgebiet ein. Dort mussten sie einen Ausgleich mit der römischen Bevölkerung finden. Kooperationen und Konflikte transformierten das Reich weiter. Zwischen dem 4. Und 6. Jhd. entstanden germanisch- römische Königreiche, die das Kaisertum im Westen ablösten und das Europa des Mittelalters prägten = Sie ist ein historisches Beispiel für Kulturkontakt und Kulturkonflikt Mara Herschel 1. Phase: Westgoten (Hunnen greifen an, Westgoten laufen weg) 2. Phase: Ostgoten (Hunnen vergeigen es, Ostgoten freuen sich) 3. Phase: Franken: Franken laufen über die Grenze/ Rhein, Frankreich entsteht: führen mit Westgoten Krieg Schlagwörter Alamannen: Röm. Bezeichnung für ab Mitte des 3. Jhd. sich rechts des Oberrheins ansiedelnde Germanen. Ab 6. Jhd. gerieten sie unter die Herrschaft der Franken und wurden teil des Frankenreichs. Arianismus: unterscheidet sich vom Katholizismus dadurch, dass er einen Rang- und Wesensunterschied zwischen Gott und Jesus sah. Römer-Katholiken, Goten= Arianer Barbaren: Römer bezeichnen alle Zivilisationen, die sich unterlegen sahen, als Barbaren. D. h. wörtlich unzivilisierte Menschen, die eine unverständliche Sprache sprechen. Raum = „Barbaricum“ Burgunder: Nachdem sie 406 die röm. Rheingrenze überschritten haben, wurden sie 413 von Kaiser Honorius als Föderaten in Rheinland-Pfalz/ Worms angesiedelt. Als sie diese Siedlung erweitern wollten, wurde es vom röm. Heermeister Aetius 416 vernichtet. Somit gründeten die Überlebenden am Genfersee ein neues Königreich. 543 wurde dies von den Franken erobert und ins Frankenreich integriert. Ethnogenese: Herausbildung neuer kultureller Gruppen mit eigenen Identitäten. Entstehung eines Volkes/ einer Ethnie. Foedus: Vertrag zwischen Römern und auswertigen Gruppen. Die Vertragspartner wurden häufig in die römische Armee aufgenommen Germanen: Sammelbezeichnung der Römer für nördlich lebende Barbaren der röm. Grenze bis Nord- und Ostsee Langobarden: siedelten sich ursprünglich an der unteren Elbe an. Dann migrierten sie nach Serbien und Ungarn. Unter Kaiser Justinian kämpften sie als oström. Föderaten in Italien gegen die Ostgoten. Nach dem Sieg über diese machten sie sich selbstständig und gründeten ihr Reich in Italien. Limes: obergermanisch- rätische Limes= Landgrenze zwischen Rhein und Donau. War mit Gräben, Wällen, Mauern und Wachtürmen gesichert Hunnen: verschiedene nomadisch lebende Reitergruppen aus eurasischen Steppengebieten. Sehr mobile Lebens- und Wirtschaftsform mit Viehzucht. 4 Germanenangriffe und Reichskrise Hunneneinfall und germanische Völkerwanderung Germanisch Reiche und Ende des Westreiches Die Völkerwanderung O O O O O O O 375/376: Die Hunnen erreichen Asien kommend Europa und vertreiben die Westgoten, die am Schwarzen Meer ansässig waren. Die Wanderungsbewegungen verstärken sich und die vertriebenen Westgoten hoffen nun auf Aufnahme ins Römische Reich. Sie bieten den Römern militärische Hilfe an (foedus). Die Aufnahme und Integration funktionierten nicht besonders gut und es geriet außer Kontrolle. 378: Die Westgoten gewannen die Schlacht bei der Stadt Adrianopel gegen die Römer, besiegten den römischen Kaiser Valens und die Römer erlitten Verluste. 382: Kaiser Theodosius siedelt die Westgoten auf dem Balkan an. Vertragsschluss mit neuem Kaiser Theodosius (Westgoten durften als geschlossener Verband mit eigenen Anführern siedeln und übernahmen Militärdienste für Römer). O O O O O O O O O O OO Zeitstrahl O Mara Herschel Ab 233: Germanen attackieren das Römische Reich an Rhein und Donau: Die Römer geben den Limes als Grenze auf 235-284: Das Römische Reich gerät in eine schwere politische, militärische und wirtschaftliche Krise: Germanen ziehen plündernd bis Spanien, Italien und Griechenland. 284-337: Reformen unter den Kaisern Diokletian und Konstantin stabilisieren das Römische Reich: Die Römer nehmen vermehrt Germanen als Soldaten und Siedler auf. 395: Söhne Theodosius bekommen die Herrschaft (Honorius-Westteil, Arcadius= Osthälfte) 395-408: Der Germane Stilicho befehligt als Heermeister die römische Armee im Westreich Ab 400: Die Römer ziehen sich aus Britannien zurück. Das Land wird von germanischen Angeln, Sachsen und Jüten in Besitzt genommen 401: Die Westgoten verlassen den Balkan und ziehen nach Italien. Ab 406/407: Die Römer können die Rheingrenze nicht mehr verteidigen: Vandalen, Sueben und Burgunder wandern dauerhaft ins Reich ein. 410: Die Westgoten erobern die Stadt Rom Ab 418: Die Westgoten gründen Reich in Südfrankreich Ab 429: In Nordafrika entsteht das Reich der Vandalen 451: Römer und Westgoten besiegen gemeinsam die Hunnen in der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern" 455: Vandalen fallen in Rom ein. Sie kamen von Nordafrika, eroberten Rom und plünderten es. 476: Der letzte weströmische Kaiser Romulus Augustus wird vom germanischen Offizier Odoaker abgesetzt- damit endet das Westreich. Ab 486: Der fränkische König und römische Offizier Chlodwig gründete das Frankenreich in Belgien und Nordfrankreich. 488: Die Macht des germanischen Odoakers dauerte nicht lange, weil der Ostgotische König Theoderich Krieg gegen Odoaker führte und ihn umbrachte. Er wurde vom oströmischen Kaiser Zenon beauftragt. Somit war Theoderich Herrscher über Italien. 493: Theoderich gründet in Italien das Reich der Ostgoten. 498: Der Frankenkönig Chlodwig lässt sich katholisch taufen. 507: Chlodwig und die Franken besiegen die Westgoten. Die Westgoten ziehen sich nach Spanien zurück. 527-565: Der oströmische Kaiser Justinian versucht, die ehemaligen Gebiete des Westreiches wieder unter seine Kontrolle zu bringen. 534: Das Vandalenreich wird von den Oströmern zerstört. 552: Das Ostgotenreich wird von den Oströmern erobert. 568: Die Völkerwanderung endete mit dem germanischen Stamm der Langobarden. Sie kamen über die Alpen und eroberten Norditalien und gründeten ein Reich. 5

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

Zusammenfassung für das Thema "Wechselwirkungen und Anpassungsprozesse": Das gesamte Thema Völkerwanderung für das Abitur im Geschichts-LK 2021 in Niedersachsen. Enthalten sind auch die Theoriemodule Kulturkontakt und Migration.

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Die Völkerwanderung 1 Wechselwirkungen und Anpassungsprozesse in der Geschichte 1.1 Kernmodul: Konzepte und Theorien zu Wechselwirkungen und Anpassungsprozessen 1.1.1 Kulturkontakt nach Urs Bitterli 1991 Es wird davon ausgegangen, dass jeder Mensch einer bestimmten Kultur angehört. Die Menschheitsgeschichte ist eine Abfolge von Kontakten verschiedener Kulturen. Formen des Kulturkontakts Merkmale Keine zwangsläufige chronologische Reihung Kulturberührung > Erstmalige Begegnung > zeitlich begrenzt > Zufällig, Reiz des Neuen >Kommunikationsprobleme > meist friedlich Bsp.: erste Begegnung Kolumbus und Bewohner der Karibikinsel Mara Herschel Kulturzusammenstoß > gewaltsam > Ausrottung/ Unterdrückung > überraschend > stärkere Kultur bedroht schwächere (Existenzbedrohung) > Entstehung neuer Kulturform möglich > Verdrängung der Bevölkerung Bsp.: spanischer Kolonialismus (Verfolgung und Vernichtung der amerikanischen Urbevölkerung durch die europäischen Eroberer) Kultur: ➤ Menschen definieren sich über Herkunft, Religion, Sprache, Geschichte, Werte, Sitten Kultur als Gegenstand von Identifikation Benutzen Politik, um ihre Identität zu finden Kulturkontakt/Kulturbeziehung > längere Dauer > wechselseitig= gegenseitiger Austausch/Abhängigkeit/ Anpassung > friedlich > machtpolitisches Gleichgewicht > Duldung des Schwächeren Akkulturation/ Kulturvermischung > langfristiger Kulturkontakt > Austausch, nicht nur von Waren, sondern auch von Kulturtechniken oder Wertvorstellungen > gegenseitige Anpassung > dauerhafte Veränderung der beteiligten Kulturen > Kultur wird nicht als Ganzes übernommen, sondern nur einzelne Elemente Differenzen: philosophische Voraussetzungen, Grundwerte, soziale Beziehungen, Sitten, allgemeine Weltanschauung, Unterschiede in Werten, Überzeugung, NICHT äußerlich ➤ Kulturkreis als dauerhaftester menschlicher Zusammenschluss. Religion als Merkmal Kulturkonflikt: Die Kulturen haben alle Konfliktpotenzial. Auch wenn es zunehmende Verflechtungen zwischen Kulturen gab, wollten diese ihre Besonderheiten ausbewahren und standen so in Konkurrenz zueinander. Die Völkerwanderung 1.1.2 John Berry 1939: Form der Akkulturation Segregation Integration Assimilation Marginalisierung 1.1.3 Völker und Ethnogenese nach Mischa Meier Völker sind ● (auch Separation) Die kulturelle Identität ist hoch, der Wille die...

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Kultur wird nicht einseitig übertragen, sondern es gibt immer wechselseitige Beeinflussung Mara Herschel frieden, gesellschaftliche Akzeptanz/ Toleranz Räumliche Bewegung von Menschen, auch innerhalb eines Staates= regionale Mobilität mit weitreichenden Konsequenzen für die Lebensverläufe= sozialer Wandel ergibt sich Überschreiten der politisch- territorialer Grenzen Kann auch Zwischenziele geben (dienen als Mittel zur Weiterreise) Migranten müssen sich mit wirtschaftlichen Gegebenheiten und Ordnung, kulturellen Mustern so wie gesellschaftlichen Normen und Strukturen auseinandersetzten. Wanderungsergebnis stimmt nicht mit Wanderungsintention überein Wirtschaftliche, soziale, politische, religiöse, und persönliche Motive Geplante Rückkehr wird aufgeschoben, die Ferne wird zur Heimat, die Heimat erscheint fern Neuer Ort hat neue Chancen Wo muss ich hin migrieren, damit ich ein Migrant bin? 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Jhd. entstanden germanisch- römische Königreiche, die das Kaisertum im Westen ablösten und das Europa des Mittelalters prägten = Sie ist ein historisches Beispiel für Kulturkontakt und Kulturkonflikt Mara Herschel 1. Phase: Westgoten (Hunnen greifen an, Westgoten laufen weg) 2. Phase: Ostgoten (Hunnen vergeigen es, Ostgoten freuen sich) 3. Phase: Franken: Franken laufen über die Grenze/ Rhein, Frankreich entsteht: führen mit Westgoten Krieg Schlagwörter Alamannen: Röm. Bezeichnung für ab Mitte des 3. Jhd. sich rechts des Oberrheins ansiedelnde Germanen. Ab 6. Jhd. gerieten sie unter die Herrschaft der Franken und wurden teil des Frankenreichs. Arianismus: unterscheidet sich vom Katholizismus dadurch, dass er einen Rang- und Wesensunterschied zwischen Gott und Jesus sah. Römer-Katholiken, Goten= Arianer Barbaren: Römer bezeichnen alle Zivilisationen, die sich unterlegen sahen, als Barbaren. D. h. wörtlich unzivilisierte Menschen, die eine unverständliche Sprache sprechen. Raum = „Barbaricum“ Burgunder: Nachdem sie 406 die röm. Rheingrenze überschritten haben, wurden sie 413 von Kaiser Honorius als Föderaten in Rheinland-Pfalz/ Worms angesiedelt. Als sie diese Siedlung erweitern wollten, wurde es vom röm. Heermeister Aetius 416 vernichtet. Somit gründeten die Überlebenden am Genfersee ein neues Königreich. 543 wurde dies von den Franken erobert und ins Frankenreich integriert. Ethnogenese: Herausbildung neuer kultureller Gruppen mit eigenen Identitäten. Entstehung eines Volkes/ einer Ethnie. Foedus: Vertrag zwischen Römern und auswertigen Gruppen. Die Vertragspartner wurden häufig in die römische Armee aufgenommen Germanen: Sammelbezeichnung der Römer für nördlich lebende Barbaren der röm. Grenze bis Nord- und Ostsee Langobarden: siedelten sich ursprünglich an der unteren Elbe an. Dann migrierten sie nach Serbien und Ungarn. Unter Kaiser Justinian kämpften sie als oström. Föderaten in Italien gegen die Ostgoten. Nach dem Sieg über diese machten sie sich selbstständig und gründeten ihr Reich in Italien. Limes: obergermanisch- rätische Limes= Landgrenze zwischen Rhein und Donau. War mit Gräben, Wällen, Mauern und Wachtürmen gesichert Hunnen: verschiedene nomadisch lebende Reitergruppen aus eurasischen Steppengebieten. Sehr mobile Lebens- und Wirtschaftsform mit Viehzucht. 4 Germanenangriffe und Reichskrise Hunneneinfall und germanische Völkerwanderung Germanisch Reiche und Ende des Westreiches Die Völkerwanderung O O O O O O O 375/376: Die Hunnen erreichen Asien kommend Europa und vertreiben die Westgoten, die am Schwarzen Meer ansässig waren. Die Wanderungsbewegungen verstärken sich und die vertriebenen Westgoten hoffen nun auf Aufnahme ins Römische Reich. Sie bieten den Römern militärische Hilfe an (foedus). Die Aufnahme und Integration funktionierten nicht besonders gut und es geriet außer Kontrolle. 378: Die Westgoten gewannen die Schlacht bei der Stadt Adrianopel gegen die Römer, besiegten den römischen Kaiser Valens und die Römer erlitten Verluste. 382: Kaiser Theodosius siedelt die Westgoten auf dem Balkan an. Vertragsschluss mit neuem Kaiser Theodosius (Westgoten durften als geschlossener Verband mit eigenen Anführern siedeln und übernahmen Militärdienste für Römer). O O O O O O O O O O OO Zeitstrahl O Mara Herschel Ab 233: Germanen attackieren das Römische Reich an Rhein und Donau: Die Römer geben den Limes als Grenze auf 235-284: Das Römische Reich gerät in eine schwere politische, militärische und wirtschaftliche Krise: Germanen ziehen plündernd bis Spanien, Italien und Griechenland. 284-337: Reformen unter den Kaisern Diokletian und Konstantin stabilisieren das Römische Reich: Die Römer nehmen vermehrt Germanen als Soldaten und Siedler auf. 395: Söhne Theodosius bekommen die Herrschaft (Honorius-Westteil, Arcadius= Osthälfte) 395-408: Der Germane Stilicho befehligt als Heermeister die römische Armee im Westreich Ab 400: Die Römer ziehen sich aus Britannien zurück. Das Land wird von germanischen Angeln, Sachsen und Jüten in Besitzt genommen 401: Die Westgoten verlassen den Balkan und ziehen nach Italien. Ab 406/407: Die Römer können die Rheingrenze nicht mehr verteidigen: Vandalen, Sueben und Burgunder wandern dauerhaft ins Reich ein. 410: Die Westgoten erobern die Stadt Rom Ab 418: Die Westgoten gründen Reich in Südfrankreich Ab 429: In Nordafrika entsteht das Reich der Vandalen 451: Römer und Westgoten besiegen gemeinsam die Hunnen in der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern" 455: Vandalen fallen in Rom ein. Sie kamen von Nordafrika, eroberten Rom und plünderten es. 476: Der letzte weströmische Kaiser Romulus Augustus wird vom germanischen Offizier Odoaker abgesetzt- damit endet das Westreich. Ab 486: Der fränkische König und römische Offizier Chlodwig gründete das Frankenreich in Belgien und Nordfrankreich. 488: Die Macht des germanischen Odoakers dauerte nicht lange, weil der Ostgotische König Theoderich Krieg gegen Odoaker führte und ihn umbrachte. Er wurde vom oströmischen Kaiser Zenon beauftragt. Somit war Theoderich Herrscher über Italien. 493: Theoderich gründet in Italien das Reich der Ostgoten. 498: Der Frankenkönig Chlodwig lässt sich katholisch taufen. 507: Chlodwig und die Franken besiegen die Westgoten. Die Westgoten ziehen sich nach Spanien zurück. 527-565: Der oströmische Kaiser Justinian versucht, die ehemaligen Gebiete des Westreiches wieder unter seine Kontrolle zu bringen. 534: Das Vandalenreich wird von den Oströmern zerstört. 552: Das Ostgotenreich wird von den Oströmern erobert. 568: Die Völkerwanderung endete mit dem germanischen Stamm der Langobarden. Sie kamen über die Alpen und eroberten Norditalien und gründeten ein Reich. 5