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Die Völkerwanderung eA

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 Die Völkerwanderung
Römer und Germanen: eine lange Beziehung
Erstes großes Zusammentreffen Anfang des 2. Jahrhunderts v. Chr.
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Semester 12.2 Abitur 2021 & 2022

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Die Völkerwanderung Römer und Germanen: eine lange Beziehung Erstes großes Zusammentreffen Anfang des 2. Jahrhunderts v. Chr. Kimbern & Teutonen stießen aus heutigem Dänemark in den Alpenraum vor ➜ Suche nach neuen Siedlungsgebieten, boten ihre Militärdienste an Verhandlungen scheiterten, militärischer Konflikt ➜ Römer konnten Barbaren erst nach mehreren schweren Niederlagen besiegen → Römer von germanischer Kampfkraft beeindruckt Mitte des 1. Jahrhunderts v. Chr. dehnte Gaius Julius Caesar römischen Machtbereich auf ganz Gallien aus Vertreibungen germanischer Gruppen ➜ Rhein als Grenze zwischen Germanen und unter römischer Herrschaft stehenden Galliern Weiterhin germanische Einfälle nach Gallien Ausweitung direkter römischer Herrschaft auf Siedlungsgebiete der Germanen unter Kaiser Augustus ab 16 v. Chr. Katastrophale Niederlage im Jahre 9 im Teutoburger Wald Römer verzichten schließlich, Germanien als Provinz in das Reich miteinzubeziehen → Widerstand & wirtschaftlich nicht besonders ertragreiche Gebiete Römer beschränkten sich auf Defensive → Sicherung von Donau & Rhein, Befestigung des Limes als Grenze zu Mitteleuropa Germanische Wanderungen im 1. & 2. Jahrhundert durch römische Grenzsicherung weitgehend unterbunden Römer und Germanen als Nachbarn Durchdringliche Grenze zwischen Römern & Germanen, weitgehend friedliche Kontakte Römischer Einfluss in Germanien, Streben nach stabilen politischen Verhältnissen und Grenze ohne Bedrohung Geschenke, Föderatenverträge, Verleihung des römischen Bürgerrechts an romfreundliche germanische Anführer ➜ Kinder vornehmer Germanen im Römischen Reich erzogen & später als Herrscher zu Stämmen zurückgeschickt Rekrutierung von Germanen für die römische Armee ➜ Veteranen siedelten nach Ende der Dienstzeit auf...

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römischem Gebiet Grenznahe germanische Gebiete kulturell & wirtschaftlich mit RR verflochten ➜ Anreize und Voraussetzungen für weitere Migration ➜ Durch römische Politik der Abschreckung bis ins 2. Jahrhundert gut gesteuert Beginn der Schwierigkeiten unter Kaiser Marc Aurel (161-180) → Druck auf Reichsgrenzen durch Germanen im Norden (Markomannenkriege 167-180) Verschlechterung wirtschaftlicher Lage durch wachsende Heeresausgaben Dezimierung der Bevölkerung durch mehrere Epidemien Bürgerkriegsgefahr: Unterdrückung einzelner Heeresabteilungen, die Kommandeure zu Kaisern ausrufen Züge einer Militärmonarchie unter Kaiser Septimius Severus (193-211) Aufstiegsmöglichkeiten für verdiente Soldaten ohne Zugehörigkeit zum Senatorenstand Wandel durch Kontakt: Rom verändert die Germanen Zustrom von Geld & Waren führten zu höherem Wohlstand & größerer Ungleichheit bei den Germanen Auflösung traditioneller Stammesstrukturen, in den Oberschichten etablierten sich ehrgeizige neue Führungspersönlichkeiten Stämme schlossen sich unter solchen Anführern zu größeren Verbänden zusammen ➜ Franken, Alamannen & Goten Zusammenschlüsse von Germanen unterschiedlicher Herkunft mit Anführer als Identifikationspol Durch Kriegszüge, etc. Entwicklung einer eigenen Identität Mögliche Integration weiterer Gruppen – auch Römer Völker lösten sich nach militärischen Niederlagen mitunter wieder auf ➜ Ethnogenese Germanen lernten militärisch von Römern, römische Überlegenheit schrumpfte Häufige Nahrungsmittelkrisen in germanischen Mangelgesellschaften Auf Grund regionaler Versorgungsschwierigkeiten oftmals Wanderung gen Reichsgrenze Druck auf Reichsgrenzen nimmt zu Wandel durch Konflikt: Germanen bedrohen das Römische Reich Schwere innere & äußere Krise im 3. Jahrhundert Verstärkung der äußeren Bedrohung Diplomatisches System aus befestigten Grenzen, Militärschlägen & Handelsbeziehungen brach Mitte des 3. Jahrhunderts zusammen Perserreich der Sassaniden fügte den Römern im Osten empfindliche Niederlagen zu ➜ Truppenabzug von Rhein & Donau, wurden im Osten eingesetzt ➜ Mangel an Soldaten, teils Rückgriff auf nichtrömische Hilfsgruppen ➜ Möglichkeit für Nichtrömer, im römischen Heer Karriere zu machen Germanen nutzten ausgedünnte Grenzverteidigung für ausgedehnte Raub- & Plünderungszüge, zogen sich zumeist mit Beute wieder zurück → Franken drangen bis nach Spanien & Afrika vor → Goten plünderten Balkan & Griechenland Alamannen durchbrachen Limes, stießen bis Italien vor Römer reagierten mit Militärschlägen Teilweise Ansiedlung auf römischen Boden vertraglich zugesichert Mehrfrontenkrieg stürzte das RR in schwere wirtschaftliche & politische Krise → Sinkende Steuereinnahmen, Finanzkraft des Staates nahm drastisch ab Kaiser wechselten in rascher Folge, von der Armee ein- & abgesetzt (Soldatenkaiser) Legitimation des Kaisers über Akklamation durch das Heer Wegfallen der dynastischen Erbfolge & senatorischer Zustimmung -> Schwächung der Zentralgewalt -> Militär als bedeutender Machtfaktor Vertrauen in Zentralregierung ging verloren: provinziale Herkunft vieler Kaiser führte zu Bedeutungsverlust für Rom als Zentrum Krise bot Germanen Möglichkeit, am Wohlstand des Reiches teilzuhaben Durch Beute, Tribute oder Militärdienst Stabilisierung und ,,Barbarisierung" des Römischen Reiches Lage beruhigte sich ab Ende des 3. Jahrhunderts Reformen unter Kaisern Diokletian & Konstantin, RR gewann an Stabilität & Stärke zurück Begründung der Tetrarchie unter Diokletian (284-305) Viererherrschaft mit zwei älteren & zwei jüngeren Herrschern als Stellvertreter, die nach 20 Jahren nach oben aufrücken ➜ Enorm personenabhängig Jeder für einen Teil des Reiches zuständig, neue Hauptstädte näher an den Grenzen ➜ Provinzen in kleinere Einheiten (Diözesen) eingeteilt Scheitern der Tetrarchie an Machtkämpfen Ausbau des Verwaltungsapparats, Trennung ziviler & militärischer Bereiche Umstrukturierung der stark vergrößerten Armee → Grenztruppen & mobile Feldarmee im Hinterland ➜ Einrichtung des Amts des Heermeisters als neues Oberkommando der Armee Römer gaben Gebiete nördlich von Rhein & Donau auf Neuordnung von Wirtschaft & Geldsystem ➜ Weiterhin angespannte finanzielle Lage Konstantin führte 312 das katholische Christentum als neue Staatsreligion ein → Erschwerte Integration von Germanen, die den Arianismus annahmen, im 5. JH Abwehrsiege gegen einfallende germanische Truppen Germanen wurden unterworfen: Militärdienste oder Bewirtschaftung & Verteidigung verwüsteter Gebiete Verträge mit germanischen Stammesführern außerhalb des RR ➜ Respektieren der Reichsgrenze, Abgaben, zur Verfügung stellen von Truppen → Billiger, einfacher & schneller als Aushebung von Truppen innerhalb des RR ➜ Germanen kämpften z.T. gegen Germanen Kampfweise der römischen Armee ähnelte immer stärker germanischen Militärverbänden ➜ Soldaten aus dem RR passten sich an ➜ Germanen traten in der Regel verlässlich für Kaiser & Reich ein Germanen konnten im Heer hohe Führungspositionen erreichen → Doppelte Identitäten: germanische Anführer & römische Amtsträger 330 Gründung Konstantinopels als zweites Machtzentrum neben Rom ,,Hunnensturm" und Völkerwanderung Vorstoß eines nomadischen Reiterverbandes der Hunnen (aus den eurasischen Steppengebieten) nach Europa in ostgermanische Siedlungsgebiete 375 Militärisch zunächst sowohl Germanen als auch Römern überlegen 375 Zerstörung des Reichs der Ostgoten, anschließender Angriff auf Westgoten, welche Aufnahme im RR fanden ➜ Ereignisse gelten als Beginn der Völkerwanderung Vereinigung der diversen hunnischen Gruppen ab 395 → Starkes Machtzentrum nördlich der römischen Donaugrenze im heutigen Ungarn Hunnenreich erreichte unter Atilla (434-453) Höhepunkt seiner Macht Raub- & Beutezüge ins RR sowie Tribute für die Einhaltung des Friedens von West- & Ostreich als Existenzgrundlage ➜ Integration ins RR nicht angestrebt Wirtschaftliche Belastung für Römer, jedoch Stabilisation der Donaugrenze, Hunnen unterbunden germanische Angriffe weitestgehend 451 & 452 unternahm Atilla großangelegte Einfälle nach Gallien & Norditalien zur Durchsetzung höherer Tributzahlungen Abwehr von Römern & Germanen in Gallien in der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern ➜ Scheitern in Italien an Seuchen & Versorgungsproblem Hunnenreich zerfällt mit dem Tod Atillas 453 Eingegliederte germanische Gruppen (u.a. Ostgoten) wurden wieder unabhängig & drängten ins RR Die Aufnahme der Westgoten ins Reich und die Folgen 376 erbaten Teile der Westgoten Aufnahme ins RR Kaiser Valens wollte durch friedliche Integration neue Soldaten & Siedler gewinnen Situation geriet außer Kontrolle: korrupte Offiziere, mehr Goten als vereinbart, geplante Entwaffnung gelang nicht, römische Verwaltung mit deren Versorgung überfordert Westgotische Rebellionen gegen römische Verwaltung und Plünderung des Balkans ➜ Kaiser Valens rückte mit der Feldarmee des Ostreichs vor 378 Schlacht bei Adrianopel Römer erlitten schwere Verluste, Kaiser fiel ➜ Im Folgenden weitere römische Niederlagen 382 Vertragsschluss der Westgoten mit dem neuen Kaiser Theodosius → Ansiedlung der Goten als Föderaten in Thrakien ➜ Legitimer Rechtstatus der Goten als Reichsangehörige, Verbot der Heirat mit Römern ➜ Zuteilung von Land & Jahreszahlungen an Goten → Befreiung von Steuern, aber Verpflichtung zum Militärdienst Anerkennung des Kaisers, Beibehaltung eigener Anführer → Entstehung eines relativ autonomen gotischen Herrschaftsgebiets im RR Weitreichende Folgen für weiteren Verlauf der Völkerwanderung ➜ RR hatte nicht mehr genug reguläre Soldaten Westgoten als Föderaten nutzten militärische Macht auch für eigene Interessen Ansiedlung der Westgoten als Vorbild für andere germanische Gruppen Grenzen an Donau & Rhein nicht dauerhaft gesichert, offen für Migration weiterer germanischer Gruppen Die Entstehung germanischer Reiche: Chancen und Herausforderungen 394 Unterstützung des Kaisers Theodosius I. durch Westgoten gegen Usurpator Eugenius ➜ Keine angemessene Würdigung der Westgoten trotz hoher Verluste 395 faktisch definitive Teilung des RR in Ostrom & Westrom ➜ Kaiser Theodosius I. hinterließ nach seinem Tod seinen Söhnen die Herrschaft ➜ Honorius: Westrom, Arcadius: Ostrom ➜ Zusammenarbeit Zerfall Westroms im Zuge der Völkerwanderung, Bestehen bleiben des Oströmischen Reiches bis zur Eroberung durch die Türken 1453 Tod von Theodosius I. = Ende von Föderatenstatus der Westgoten Drei Arten der Migration germanischer Stämme im WRR ➜ Gewaltsam ➜ Föderatenverträge nach Vorbild der Westgoten, gründeten schließlich eigene Reiche → Franken weiteten Siedlungsgebiete ohne Wanderung ins RR hinein aus → Rom verpasste nachhaltige Integration dieser Verbände: ,,Integrationsohnmacht" 395 Eindringen der Hunnen in Siedlungsgebiet der Westgoten → Plünderungszug der Westgoten durchs RR unter Alarich, 397 wieder zu Föderaten gemacht ➜ Alarich als König & römischer Heermeister: Institutionalisierung einer starken Bezugsperson 401 erneute Westwanderung der Westgoten, Einmarsch in Italien → Belagerung der weströmischen Kaiserresidenz Mailand → 402 Abwehr der Westgoten durch römische Truppen unter dem germanischen Heermeister Stilicho mit Hilfe von Grenztruppen Germanische Stämme setzten in ungeschütztes Britannien über Vandalen, Sueben & Burgunder drangen 406/407 nach Gallien ein 408 Tod Stilichos Erneuter Einfall der Westgoten unter Alarich: Belagerung & Plünderung Roms 410 → Westgoten können sich nicht dauerhaft in Italien festsetzen ➜ 418 Gründung des Tolosanischen Reichs im Südwesten Galliens 429 setzten Vandalen nach Nordafrika über, beherrschten Mittelmeer & kontrollierten für Rom lebenswichtige Getreideexporte Afrikas Teilweise offizielle Ansiedlung der Germanen als Föderaten ➜ Entstehung eigenständiger germanischer Herrschaftsgebiete auf weströmischen Boden in der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts Germanen stellten dort Minderheit dar Herrschaft der Könige der Stämme sowohl über Germanen & Römer im Machtbereich Übernahme römischer Verwaltungsstrukturen Erkannten Oberhoheit des römischen Kaisers an, bekleideten teils römische Ämter, regierten praktisch aber selbstständig Militärdienste wurden nur im Eigeninteresse geleistet Ähnliche Herausforderungen der Integration & Akkulturation Sicherung des Siedlungsgebiets, garantierte Versorgung → Verhältnis zur römischen Bevölkerung des Machtbereiches Kooperation mit römischer Verwaltung, Großgrundbesitzern & Bischöfen Bewahrung & Weiterentwicklung der Identität der eigenen Gruppe Das Ende des Weströmischen Reichs: Kontinuitäten und Diskontinuitäten WRR bis 450 durch germanische Reichsgründungen auf Italien & angrenzende Gebiete reduziert ➜ Kaum noch Steuereinnahmen Machtlosigkeit der Kaiser Zunehmende Abhängigkeit von obersten Heermeistern, die Grenzsicherheit gewährleisteten 475 Rebellion des Heermeisters Orestes gegen Kaiser Julius Nepos ➜ Ausrufung von Orestes` Sohn Romulus zum Kaiser 476 Ausrufung des Germanen Odoaker durch seine Soldaten zum König ➜ Verzichtet auf Kaisertitel, erkannte Vorrangstellung des oströmischen Kaisers an ➜ Faktisches Ende des WRR Germanen passten sich in Akkulturationsprozess immer mehr den Römern an → Aber: Wandel von Sprachen & Militär, Rückgang des überregionalen Handels ORR bekam Migration deutlich besser in den Griff ➜ Funktionierende Wirtschaft & Verwaltung Zunächst Akzeptanz von Odoakers Machtübernahme durch oströmischen Kaiser Zenon Kaiser Justinian eroberte später Teile des WRR wieder zurück Rückeroberungspolitik überforderte auf Dauer Ressourcen des Ostreiches, rascher Verlust eroberter Gebiete Norditalien 568 von Langobarden erobert Reichsgründung der Langobarden gilt als Schlusspunkt der germanischen Völkerwanderung

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Jahrhundert Verstärkung der äußeren Bedrohung Diplomatisches System aus befestigten Grenzen, Militärschlägen & Handelsbeziehungen brach Mitte des 3. Jahrhunderts zusammen Perserreich der Sassaniden fügte den Römern im Osten empfindliche Niederlagen zu ➜ Truppenabzug von Rhein & Donau, wurden im Osten eingesetzt ➜ Mangel an Soldaten, teils Rückgriff auf nichtrömische Hilfsgruppen ➜ Möglichkeit für Nichtrömer, im römischen Heer Karriere zu machen Germanen nutzten ausgedünnte Grenzverteidigung für ausgedehnte Raub- & Plünderungszüge, zogen sich zumeist mit Beute wieder zurück → Franken drangen bis nach Spanien & Afrika vor → Goten plünderten Balkan & Griechenland Alamannen durchbrachen Limes, stießen bis Italien vor Römer reagierten mit Militärschlägen Teilweise Ansiedlung auf römischen Boden vertraglich zugesichert Mehrfrontenkrieg stürzte das RR in schwere wirtschaftliche & politische Krise → Sinkende Steuereinnahmen, Finanzkraft des Staates nahm drastisch ab Kaiser wechselten in rascher Folge, von der Armee ein- & abgesetzt (Soldatenkaiser) Legitimation des Kaisers über Akklamation durch das Heer Wegfallen der dynastischen Erbfolge & senatorischer Zustimmung -> Schwächung der Zentralgewalt -> Militär als bedeutender Machtfaktor Vertrauen in Zentralregierung ging verloren: provinziale Herkunft vieler Kaiser führte zu Bedeutungsverlust für Rom als Zentrum Krise bot Germanen Möglichkeit, am Wohlstand des Reiches teilzuhaben Durch Beute, Tribute oder Militärdienst Stabilisierung und ,,Barbarisierung" des Römischen Reiches Lage beruhigte sich ab Ende des 3. 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JH Abwehrsiege gegen einfallende germanische Truppen Germanen wurden unterworfen: Militärdienste oder Bewirtschaftung & Verteidigung verwüsteter Gebiete Verträge mit germanischen Stammesführern außerhalb des RR ➜ Respektieren der Reichsgrenze, Abgaben, zur Verfügung stellen von Truppen → Billiger, einfacher & schneller als Aushebung von Truppen innerhalb des RR ➜ Germanen kämpften z.T. gegen Germanen Kampfweise der römischen Armee ähnelte immer stärker germanischen Militärverbänden ➜ Soldaten aus dem RR passten sich an ➜ Germanen traten in der Regel verlässlich für Kaiser & Reich ein Germanen konnten im Heer hohe Führungspositionen erreichen → Doppelte Identitäten: germanische Anführer & römische Amtsträger 330 Gründung Konstantinopels als zweites Machtzentrum neben Rom ,,Hunnensturm" und Völkerwanderung Vorstoß eines nomadischen Reiterverbandes der Hunnen (aus den eurasischen Steppengebieten) nach Europa in ostgermanische Siedlungsgebiete 375 Militärisch zunächst sowohl Germanen als auch Römern überlegen 375 Zerstörung des Reichs der Ostgoten, anschließender Angriff auf Westgoten, welche Aufnahme im RR fanden ➜ Ereignisse gelten als Beginn der Völkerwanderung Vereinigung der diversen hunnischen Gruppen ab 395 → Starkes Machtzentrum nördlich der römischen Donaugrenze im heutigen Ungarn Hunnenreich erreichte unter Atilla (434-453) Höhepunkt seiner Macht Raub- & Beutezüge ins RR sowie Tribute für die Einhaltung des Friedens von West- & Ostreich als Existenzgrundlage ➜ Integration ins RR nicht angestrebt Wirtschaftliche Belastung für Römer, jedoch Stabilisation der Donaugrenze, Hunnen unterbunden germanische Angriffe weitestgehend 451 & 452 unternahm Atilla großangelegte Einfälle nach Gallien & Norditalien zur Durchsetzung höherer Tributzahlungen Abwehr von Römern & Germanen in Gallien in der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern ➜ Scheitern in Italien an Seuchen & Versorgungsproblem Hunnenreich zerfällt mit dem Tod Atillas 453 Eingegliederte germanische Gruppen (u.a. Ostgoten) wurden wieder unabhängig & drängten ins RR Die Aufnahme der Westgoten ins Reich und die Folgen 376 erbaten Teile der Westgoten Aufnahme ins RR Kaiser Valens wollte durch friedliche Integration neue Soldaten & Siedler gewinnen Situation geriet außer Kontrolle: korrupte Offiziere, mehr Goten als vereinbart, geplante Entwaffnung gelang nicht, römische Verwaltung mit deren Versorgung überfordert Westgotische Rebellionen gegen römische Verwaltung und Plünderung des Balkans ➜ Kaiser Valens rückte mit der Feldarmee des Ostreichs vor 378 Schlacht bei Adrianopel Römer erlitten schwere Verluste, Kaiser fiel ➜ Im Folgenden weitere römische Niederlagen 382 Vertragsschluss der Westgoten mit dem neuen Kaiser Theodosius → Ansiedlung der Goten als Föderaten in Thrakien ➜ Legitimer Rechtstatus der Goten als Reichsangehörige, Verbot der Heirat mit Römern ➜ Zuteilung von Land & Jahreszahlungen an Goten → Befreiung von Steuern, aber Verpflichtung zum Militärdienst Anerkennung des Kaisers, Beibehaltung eigener Anführer → Entstehung eines relativ autonomen gotischen Herrschaftsgebiets im RR Weitreichende Folgen für weiteren Verlauf der Völkerwanderung ➜ RR hatte nicht mehr genug reguläre Soldaten Westgoten als Föderaten nutzten militärische Macht auch für eigene Interessen Ansiedlung der Westgoten als Vorbild für andere germanische Gruppen Grenzen an Donau & Rhein nicht dauerhaft gesichert, offen für Migration weiterer germanischer Gruppen Die Entstehung germanischer Reiche: Chancen und Herausforderungen 394 Unterstützung des Kaisers Theodosius I. durch Westgoten gegen Usurpator Eugenius ➜ Keine angemessene Würdigung der Westgoten trotz hoher Verluste 395 faktisch definitive Teilung des RR in Ostrom & Westrom ➜ Kaiser Theodosius I. hinterließ nach seinem Tod seinen Söhnen die Herrschaft ➜ Honorius: Westrom, Arcadius: Ostrom ➜ Zusammenarbeit Zerfall Westroms im Zuge der Völkerwanderung, Bestehen bleiben des Oströmischen Reiches bis zur Eroberung durch die Türken 1453 Tod von Theodosius I. = Ende von Föderatenstatus der Westgoten Drei Arten der Migration germanischer Stämme im WRR ➜ Gewaltsam ➜ Föderatenverträge nach Vorbild der Westgoten, gründeten schließlich eigene Reiche → Franken weiteten Siedlungsgebiete ohne Wanderung ins RR hinein aus → Rom verpasste nachhaltige Integration dieser Verbände: ,,Integrationsohnmacht" 395 Eindringen der Hunnen in Siedlungsgebiet der Westgoten → Plünderungszug der Westgoten durchs RR unter Alarich, 397 wieder zu Föderaten gemacht ➜ Alarich als König & römischer Heermeister: Institutionalisierung einer starken Bezugsperson 401 erneute Westwanderung der Westgoten, Einmarsch in Italien → Belagerung der weströmischen Kaiserresidenz Mailand → 402 Abwehr der Westgoten durch römische Truppen unter dem germanischen Heermeister Stilicho mit Hilfe von Grenztruppen Germanische Stämme setzten in ungeschütztes Britannien über Vandalen, Sueben & Burgunder drangen 406/407 nach Gallien ein 408 Tod Stilichos Erneuter Einfall der Westgoten unter Alarich: Belagerung & Plünderung Roms 410 → Westgoten können sich nicht dauerhaft in Italien festsetzen ➜ 418 Gründung des Tolosanischen Reichs im Südwesten Galliens 429 setzten Vandalen nach Nordafrika über, beherrschten Mittelmeer & kontrollierten für Rom lebenswichtige Getreideexporte Afrikas Teilweise offizielle Ansiedlung der Germanen als Föderaten ➜ Entstehung eigenständiger germanischer Herrschaftsgebiete auf weströmischen Boden in der ersten Hälfte des 5. 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