Die ersten beiden Einigungskriege
Nach der Niederschlagung der Revolution von 1848 wurden freiheitliche und nationale Strömungen zunächst unterdrückt. Doch Ende der 1850er Jahre erlebten liberale Bewegungen einen Aufschwung. In dieser Zeit berief König Wilhelm I. 1862 Otto von Bismarck zum Ministerpräsidenten Preußens, der die Einigung Deutschlands unter preußischer Führung anstrebte.
Der Deutsch-Dänischer Krieg 1864 - der erste Einigungskrieg - entstand durch die Schleswig-Holstein-Frage. Als Dänemark versuchte, Schleswig stärker zu integrieren, erklärten Preußen und Österreich gemeinsam den Krieg. Das Ergebnis des Deutsch-Dänischen Krieges war die Niederlage Dänemarks, das Schleswig und Holstein an die gemeinsame österreichisch-preußische Verwaltung abtreten musste.
Die Ursachen des Deutsch-Dänischen Krieges lagen in nationalen Spannungen und dem Streben nach territorialer Kontrolle. Bald entstanden jedoch Konflikte zwischen den beiden Siegermächten, was zum zweiten Einigungskrieg führte: dem Preußisch-Österreichischen Krieg 1866. Bismarck wollte die Vormachtstellung Preußens sichern und Österreich in die Schranken weisen. Der kurze Verlauf des Deutschen Krieges 1866 endete mit einer Niederlage Österreichs und seiner Verbündeten.
Merke: Der Preußisch-Österreichische Krieg führte zur Auflösung des Deutschen Bundes und zur Gründung des Norddeutschen Bundes unter Bismarcks Führung – ein entscheidender Schritt zur deutschen Einheit!
Die Folgen des ersten Einigungskriegs und des Deutschen Krieges 1866 waren weitreichend: Schleswig und Holstein sowie weitere Fürstentümer wurden von Preußen annektiert, der Norddeutsche Bund wurde gegründet, und Österreich wurde als Großmacht aus dem deutschen Raum ausgeschlossen. Eine Karte des Deutsch-Dänischen Krieges würde die territorialen Veränderungen zeigen, die den Grundstein für das spätere Deutsche Reich legten.



