Konsolidierung der Macht: März bis August 1933
Die Phase der Machtsicherung begann unmittelbar nach der Reichstagswahl. Am 23. März 1933 wurde das Ermächtigungsgesetz verabschiedet, offiziell als "Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich" bezeichnet. Dieses Gesetz ermöglichte es der Regierung, ohne Zustimmung des Parlaments Gesetze zu erlassen, was de facto das Ende der Demokratie in Deutschland bedeutete.
Quote: "Durch die Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes verlor das Parlament einen Großteil seiner Macht."
In den folgenden Monaten setzte das NS-Regime die systematische Gleichschaltung aller gesellschaftlichen Bereiche durch. Dies beinhaltete:
- Die Verfolgung und Verhaftung politischer Gegner
- Die Errichtung von Konzentrationslagern
- Die Kontrolle über Medien und Kultur, symbolisiert durch die Bücherverbrennungen am 10. Mai 1933
- Die Übernahme des Beamtenapparats durch das "Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums"
- Das Verbot freier Gewerkschaften und der SPD
Example: Die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933, bei der Studenten und Professoren Werke "unerwünschter" Autoren wie Bertolt Brecht, Albert Einstein und Thomas Mann verbrannten, symbolisierte die kulturelle Gleichschaltung und die Unterdrückung intellektueller Freiheit.
Die NSDAP etablierte sich als einzige legale Partei, nachdem alle anderen Parteien entweder verboten wurden oder sich selbst auflösten. Dies markierte das Ende des Mehrparteiensystems in Deutschland.
Highlight: Die Gleichschaltung war ein zentrales Element der nationalsozialistischen Machtsicherung, die darauf abzielte, alle Bereiche der Gesellschaft unter die Kontrolle des NS-Regimes zu bringen.




