Umwälzungen und Reformen
Die zweite Phase der Französischen Revolution war geprägt von tiefgreifenden Veränderungen in der Gesellschaftsordnung und dem politischen System Frankreichs. Am 4. August 1789 wurden die Feudalrechte und Steuerprivilegien von Adel und Klerus beseitigt, was das Ende des Ancien Régime bedeutete.
Highlight: Die Abschaffung der Feudalrechte markierte einen entscheidenden Bruch mit der alten Ordnung und legte den Grundstein für eine egalitärere Gesellschaft.
Ein Meilenstein war die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte am 26. August 1789. Dieses Dokument proklamierte die Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz und definierte grundlegende Freiheitsrechte.
Quote: "Die Menschen werden frei und gleich an Rechten geboren und bleiben es." - Aus der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte
Die Monarchie geriet zunehmend unter Druck. Am 6. Oktober 1789 stürmte das Volk das Schloss in Versailles, was die Schwäche des Königs offenbarte. Der Fluchtversuch Ludwigs XVI. am 20. Juni 1791 verschärfte die Krise weiter.
Die Verfassung von 1791 wandelte Frankreich in eine konstitutionelle Monarchie um, in der die Macht des Königs durch eine Verfassung eingeschränkt wurde. Doch die Spannungen blieben bestehen, und am 21. September 1792 wurde die Monarchie abgeschafft und Frankreich zur Republik erklärt.
Definition: Konstitutionelle Monarchie - Eine Staatsform, in der die Macht des Monarchen durch eine Verfassung begrenzt ist.
Die Hinrichtung Ludwigs XVI. am 21. Januar 1793 markierte einen weiteren Wendepunkt. Sie führte zur Bildung einer antifranzösischen Koalition europäischer Mächte und leitete eine neue Phase der Revolution ein.
Vocabulary: Guillotine - Ein Hinrichtungsgerät, das zum Symbol der Schreckensherrschaft während der Französischen Revolution wurde.






































