Phase des Aufschwungs in der Weimarer Republik
In den Jahren 1924 bis 1925 erlebte die Weimarer Republik eine Phase des wirtschaftlichen und politischen Aufschwungs. Wichtige Ereignisse und Verträge in dieser Zeit waren:
Vertrag von Rapallo (1922):
- Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Russland
- Vereinbarung des handelspolitischen Grundsatzes der Meistbegünstigung
- Löste Befürchtungen der Westmächte vor einem deutsch-russischen Militärbündnis aus
Dawes-Plan (1924):
- Einigung über Reparationsleistungen
- Anpassung der Reparationsraten an die deutsche Wirtschaftskraft
- Grundlage für ausländische Kredite und Investitionen
- Stärkung des Vertrauens in die deutsche Währung
- Wirtschaftswachstum, aber mit Abhängigkeit vom ausländischen Kapital
Definition: Der Dawes-Plan war ein Abkommen zur Regelung der deutschen Reparationszahlungen nach dem Ersten Weltkrieg.
Gesetze zur sozialen Verbesserung:
- Staatliche Investitionen in die Sozialpolitik, z.B. Einführung der Arbeitslosenversicherung
Vertrag von Locarno (1925):
- Garantiepakt mit Frankreich und Belgien zur Einhaltung der neuen Westgrenze
- Deutschland unterstellt sich bei Streitigkeiten der internationalen Schiedsgerichtbarkeit
- Zusicherung der dauerhaften Entmilitarisierung des Rheinlands
- Schiedsverträge mit Polen und der Tschechoslowakei
Example: Der Vertrag von Locarno führte zum Abzug der französischen Besatzung aus dem linksrheinischen Gebiet und schuf ein vertrauensvolleres Klima zwischen den Staaten.
Diese Entwicklungen trugen zur Zurückgewinnung des außenpolitischen Handlungsspielraums, zur Reintegration in die Weltwirtschaft und zur Beruhigung des innenpolitischen Klimas bei.





