Die Grundherrschaft und das Lehnswesen
Die Grundherrschaft für Kinder erklärt ist ein System, bei dem ein mächtiger Herr (Grundherr) Land besitzt und Bauern darauf arbeiten lässt. Der Grundherr konnte ein König, Adliger, Bischof oder ein Kloster sein.
Wichtige Merkmale der Grundherrschaft:
- Grundhörige Bauern waren vom Grundherrn abhängig
- Die Bauern bewirtschafteten das Land des Grundherrn
- Sie mussten Abgaben zahlen und Dienste leisten
- Die Bauern waren nicht frei in ihren Entscheidungen
Das Lehnswesen im Mittelalter war eng mit der Grundherrschaft verbunden:
- Der Lehnsmann bekam Schutz vom Lehnsherrn
- Seine wirtschaftliche Existenz war gesichert
- Der Lehnsvertrag galt auf Lebenszeit
- Der Lehnsherr (Adliger, Bischof, König) bekam Hilfe bei der Verwaltung
- Der Lehnsmann musste für den Lehnsherrn in den Krieg ziehen
Wichtige Definition: Die Grundherrschaft bezeichnet ein Abhängigkeitsverhältnis zwischen Bauern und einem Adligen oder Geistlichen. Die hörigen Bauern zahlen Abgaben und arbeiten auf Fronhöfen, während der Grundherr ihnen Schutz verspricht und sie teilweise von der Wehrpflicht befreit.




