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Hitler-Stalin-Pakt Karikaturanalyse

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Analyse der Karikatur zum Hitler-Stalin-Pakt von Low, "Jemand nimmt jemanden auf einen Spaziergang mit"

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was an ihren Gesichtszügen, Schnurrbärten und Frisuren deutlich wird. Sie waren zum Zeitpunkt der Entstehung der Karikatur Staatsoberhaupt von der Sowjetunion und Deutschland. Ihr Lauf erinnert durch das Zusammenbinden der Beine an einen Dreibeinlauf, wie es mit Kindern öfters gespielt wird. Dies bildet einen Kontrast zu diesen mächtigen Personen, da ihre Angelegenheiten keinesfalls "Kindersache” sind. Vor allem zeigt das Zusammenbinden aber, dass Stalin und Hitler stellvertretend für die Sowjetunion und Deutschland durch den "Hitler-Stalin- Pakt" ge- und verbunden sind. Es ist ein Zeichen der Kooperation. Stalin und Hitler lächeln sich an, was zunächst auf eine gute Beziehung zwischen ihnen deuten lässt. Die Karikatur bekommt dadurch eine fröhliche Atmosphäre. Diese wird weiter verstärkt durch die Blumen am Wegesrand und dadurch, dass die beiden sich umarmen. Insgesamt wird das Bild erweckt, dass Beide glücklich über ihren Pakt und ihre Beziehung sind. Diese Atmosphäre wird jedoch dadurch gestört, dass sie beide eine Pistole in ihrer freien Hand hinter ihrem Rücken halten. Waffen generell stehen für Aggression, Gewalt und Krieg und das Verstecken hinter dem Rücken wirkt hinterhältig. Sie halten die Finger am Abzug, als wären sie bereit jederzeit abzudrücken und damit den anderen zu erschießen. Das bildet ein starkes Gegenteil zu ihrer eigentlichen Freundlichkeit untereinander. Es verdeutlicht, dass ihr Pakt nichts Langfristiges ist, da Hitler und Stalin so gegensätzliche Ideologien vertreten und es aussieht, als würden beide auf die bestmögliche Gelegenheit warten den anderen umzubringen und damit zu siegen. Folglich hat der Karikaturist 1939 schon die Prognose aufgestellt, dass der auf zehn Jahre begrenzte Pakt keine zehn Jahre anhalten wird. Damit hatte er auch Recht, Hitler hat den Pakt nämlich durch einen Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 gebrochen. Seit der Niederlage und Teilung Polens hatten die Sowjetunion und Deutschland eine gemeinsame Grenze, die hier genannte "Ostgrenze”. Sie laufen genau über die Mitte, jeder mit dem zusammengebundenen Bein auf der Grenze und mit dem anderen Bein auf seiner Seite der Grenze. Das zeigt, dass es einen möglichen Konflikt gibt, wenn einer der Beiden die Grenze überschreitet. In und zum Zeitpunkt der Karikatur laufen sie jedoch noch mittig und halten sich gegenseitig fest um Stabilität zu gewinnen, was zeigt, dass ihr Pakt noch eingehalten wurde. Die Bohrtürme im Hintergrund zeigen die wirtschaftliche Verbundenheit zwischen der Sowjetunion und Deutschland auf. Im Rahmen des deutsch-sowjetischen Wirtschaftsvertrages vom 19. August 1939 zahlte Deutschland einen Kredit über 200 Millionen Reichsmark an die UdSSR und erhielt im Gegenzug Rohstoffe und Nahrungsmittel im Wert von 180 Millionen Reichsmark, im Zeitraum von sieben Jahren. Dies ermöglichte erst den Beginn des Krieges, da so die Rüstungs- und Waffenindustrie angekurbelt werden konnten. Vom Vertrag war auch Öl betroffen, was zu den Bohrtürmen der Karikatur passt. Auch dieser Handel intensivierte die Beziehung zwischen der Sowjetunion und Deutschland. Die Bildunterschrift "Jemand nimmt jemanden auf einen Spaziergang mit” beschreibt Stalin und Hitler als jemanden, was sie gleichstellt. Keiner wird größer oder besser als der andere dargestellt, keiner hat die Oberhand. Es stellt sie als gleich gut und auch gleich böse dar. Außerdem werden Stalin und Hitler durch die Beschreibung als "jemand" kleiner vom Einfluss her dargestellt, als sie als Machthaber in der Entstehungszeit der Karikatur waren. Der Karikaturist stellt keine Äußerlichkeiten übertrieben dar, sondern zeichnet alles größengetreu. Die einzige Ausnahme ist dabei, dass Adolf Hitler 10cm größer als Josef Stalin gewesen sein soll. Über diese Information hat der Künstler jedoch vermutlich nicht verfügt und die beiden zusätzlich extra gleich groß gezeichnet haben, um diese oben beschriebene Gleichstellung zu erreichen. Seine Intention lag vermutlich darin, die negativen Seiten des "Hitler-Stalin-Paktes" darzustellen. Dafür nimmt er die Waffen und die “Ostgrenze”, über die sie gehen, als Symbol. Persönlich sah er den Pakt vermutlich kritisch. Weiter kann man in der Deutung zu dem Schluss kommen, dass er eine Prognose aufstellt, da er anscheinend der Meinung war, dass der Pakt nicht lange halten wird, was an der Darstellung der Pistolen deutlich wird und womit er Recht behalten hat. Man kann vermuten, dass der Karikaturist sich durch die Darstellung wenig Freunde in Deutschland und der UdSSR gemacht hat, jedoch anscheinend auf Zustimmung in England gestoßen ist, da die vorliegende Karikatur in einer Zeitschrift veröffentlicht wurde.

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

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