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Industrialisierung (Soziale Frage) - Kinderarbeit

Industrialisierung (Soziale Frage) - Kinderarbeit

 Geschichte GK
Die Auswirkungen der
Industrialisierung und
die Soziale Frage
Existierte Kinderarbeit nur zur Zeit der
Industrialisierung?
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Industrialisierung (Soziale Frage) - Kinderarbeit

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Ausarbeitung zum Thema Kinderarbeit zur Zeit der Industrialisierung. Mit Aktuellem Bezug (Vergleich zur heutigen Zeit, Beurteilung) Erklärung der Kinderarbeit

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Geschichte GK Die Auswirkungen der Industrialisierung und die Soziale Frage Existierte Kinderarbeit nur zur Zeit der Industrialisierung? 1 Geschichte GK Inhaltsverzeichnis Seite 3- Der Wandel durch die Industrialisierung Seite 4- Was bedeutete die Industrialisierung? Seite 5- Was ist die Soziale Frage? Seite 5- Die Kinderarbeit in der Industrialisierung Seite 6- Wie wurde mit den Problemen der Kinderarbeit umgegangen? Seite 7- Gibt es heutzutage noch Kinderarbeit? Seite 7- Was wird gegen die Kinderarbeit getan? Seite 8/9- Doch kann die Arbeit der Organisationen für die Abschaffung von Kinderarbeit sorgen, oder war der Lösungsweg in der Industrialisierung deutlich effektiver? Seite 10- Quellen 2 Geschichte GK Der Wandel durch die Industrialisierung Stellen Sie sich vor, Sie sind ein kleiner Bauer, welcher mit seiner Frau und seinen 2 Kindern in einem kleinen Dorf lebt. Sie sind glücklich, Sie haben zwar nicht massenhaft Geld und gehören in der Gesellschaft eher als unteres Mitglied an, aber Sie können sich und Ihre Familie versorgen. Sie arbeiten auf einem Feld, welches Ihnen gehört. Das Gut, welches Sie anbauen können Sie verkaufen und verarbeiten und finanzieren so Ihr Leben. Ihre Frau schafft es ebenfalls die Familie finanziell zu unterstützen. Sie verarbeitet täglich mühsam Stoffe. Sie näht per Hand und verkauft ihre Arbeit. Ihre Kinder unterstützen Sie gelegentlich. Sie helfen bei den Ernten oder bei dem Handel Ihrer Produkte. Eines Tages wird im ganzen Land bekannt, dass es für Ihre Arbeit...

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einfachere Wege gibt. Es wird von einer sogenannten Dampfmaschine gesprochen. Alle Menschen sind neugierig und interessieren sich für die neue Erfindung. Doch noch ahnt niemand, welche Auswirkungen diese Erfindung auf die gesamte Wirtschaft und Gesellschaft des Landes hat. Im Laufe der Zeit merken Sie jedoch, dass immer weniger Menschen Ihre Produkte kaufen, immer mehr Menschen verlassen das Dorf und ziehen in die Stadt. Weshalb Sie finanziell immer schwächer und schwächer werden. Sie entscheiden sich nun auch für ein Leben in einer modernen Stadt, in der Hoffnung Ihre Familie nun besser versorgen zu können. Sie befinden sich nun in der großen Stadt. Überall sieht man riesige Fabriken, viele Arbeiter, viele neue Erfindungen und nicht ein einziges kleines Feld. Sie leben nun in einer winzigen Wohnung, welche gerade mal aus einem kleinen Zimmerchen besteht. Sie müssen in dieser Wohnung leben, denn es ist das Einzige was Sie sich leisten konnten. Sie haben es jedoch geschafft als Arbeiter in einer Fabrik eingestellt zu werden. Zwar ist der Lohn unfassbar niedrig, aber Sie haben einen Platz bekommen, was bei den Menschenmengen so gut wie unmöglich war. Ihre Frau hat auch das Glück und wurde Weberin an einem mechanischen Webstuhl in einer großen Firma. Doch der Lohn reicht bei weitem nicht für die Versorgung der Familie. Deshalb sind Sie gezwungen Ihre Kinder arbeiten zu lassen. Eines Ihrer Kinder arbeitet in Bergwerken und das andere Kind verrichtet Handlangerdienste in Fabriken. Natürlich ist der Lohn Ihrer Kinder ebenfalls niedrig, jedoch trägt ihr Geld zur Sicherung der Existenz Ihrer Familie bei. Sie erkennen nun erst den starken wirtschaftlichen- und gesellschaftlichen Wandel und merken, dass Sie genau in der Industrialisierung stecken. 3 Geschichte GK Was bedeutete die Industrialisierung? Wie in dem Beispiel mit der Bauernfamilie, ging es unzähligen Familien. Aus einer Agrargesellschaft wurde in kürzester Zeit eine Industriegesellschaft. Aus Bauern, die auf Feldern für ihren Lohn arbeiteten, wurden Fabrikarbeiter, welche mit Maschinen arbeiteten. Viele dachten, dass die Arbeit mit den Maschinen deutlich leichter war als die harte körperliche Arbeit auf dem Feld. Es gab jedoch nicht nur ein Wandel in der Gesellschaft und in der Wirtschaft, sondern auch in der Arbeitswelt. Die Fabrikarbeit war härter als gedacht. Der Mensch hatte nicht die Möglichkeit, die Arbeitsweise oder das Arbeitstempo anzupassen. Das heißt, dass die Maschine das Tempo ganz klar vorgab. Da die Produzenten so viel Produkt in möglichst kurzer Zeit haben wollten, war das Arbeitstempo dem entsprechend sehr schnell. Die Fabrikarbeiter, waren daher den Maschinen deutlich unterlegen und mussten sich ihr anpassen. Dazu kommt auch noch, dass die Fabrikarbeiter keine Sicherheit hatten. Sie konnten jeder Zeit ausgetauscht werden, da es sehr viele andere Menschen gab, die sich auf die Stelle eines Fabrikarbeiters bewarben. Doch nicht nur diese Probleme brachte die Fabrikarbeit. Die Fabriken waren immer sehr unhygienisch und achteten nicht auf das Wohlergehen der Arbeiter. Weshalb viele sich mit Krankheiten ansteckten oder sich verletzten. Doch war diese Arbeit den Lohn wert? Zur Zeit der Industrialisierung, gab es eine enorme Bevölkerungsexplosion, welche für eine ganz klare Überbevölkerung sorgte. Immer mehr Menschen suchten Arbeit, mit der sie ihre Familie versorgen konnten. Dadurch entstand die Lohnarbeiterschicht. Doch da diese so groß war, waren die Löhne umso niedriger. Ihr Lohn reichte kaum für eine kleine Wohnung, da diese auch Mangelware durch die Überbevölkerung waren. Viele versuchten Geld durch handwerkliche Arbeit zu verdienen, weshalb dann auch noch ein enormer Konkurrenzkampf zwischen den Handwerkern entstand. Doch weshalb konnte die Industrialisierung trotz diesen Problemen so durchgesetzt werden? Grund dafür war der Wirtschaftsliberalismus, welcher das staatliche Engagement zur Verbesserung der Lage verhindert. Das heißt, dass der Staat sich aus der privaten Situation der Bevölkerung raushält. Wie es scheint, hatte die industrielle Revolution wenige Vorteile. Jedoch kann man sagen, dass nun durch die mit Dampfmaschinen betriebenen Eisenbahnen reisen in Regionen ermöglichten, welche vorher nicht möglich waren. Dies steigerte den Handel und sorgte für einen Strukturwandel, sowie für eine Entstehung von Wirtschaftszentren. Doch die Nachteile waren drastisch. Alte Berufe wurden überflüssig und viele Menschen litten an Armut. Deshalb kam es zu der Sozialen Frage. 4 Geschichte GK Was ist die Soziale Frage? Als Soziale Frage lassen sich die Folgen der Industrialisierung bezeichnen. Zur Zeit der Industrialisierung, kam es zu einer plötzlichen Bevölkerungsexplosion. Das heißt, es gab eine starke Überbevölkerung, was dafür sorgte, dass viele Menschen verarmten. Alle sind in die Stadt gezogen, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Doch die Wohnungen waren unfassbar klein, schmutzig, unhygienisch und zudem auch noch unbezahlbar. Der Lohn in den Fabriken war gering. Es gab ein Überangebot an Arbeitern, weshalb der Lohn immer kleiner wurde und die Arbeiter keine Sicherung hatten. Doch da der Lohn der Arbeiter oftmals zu wenig war, mussten die Frau sowie die Kinder stundenlang hart arbeiteten. Und das ebenfalls für einen sehr kleinen Lohn. Diese gesellschaftlichen Probleme belasteten die Menschen sehr, weshalb man diese Missstände und Probleme, die durch die industrielle Revolution und die Bevölkerungsexplosion entstanden sind Soziale Frage nennt. Zusammengefasst bedeutet die Soziale Frage also die ökonomische Verelendung der breiten Bevölkerungsschicht. Die Kinderarbeit in der Industrialisierung Den Kindern der Familien blieb die Arbeit zur Zeit der Industriellen Revolution nicht erspart. Sie arbeiteten genauso hart wie ihre Eltern und erhielten dafür deutlich weniger Lohn. Sie arbeiteten aber nicht nur als Dienstboten, sondern hauptsächlich in Kohlegruben, in Minen oder in Textilfabriken. Diese Aufgaben waren bereits für die Erwachsenen Arbeiter schwer und anspruchsvoll, doch diese Aufgaben wurden in der Regel von 4-6-jährigen Kindern vollendet, welche dann dafür nur wenig Lohn erhielten. Solch eine körperliche Arbeit konnte nicht gesund sein, wenn die Kinder bis zu 16 Stunden täglich arbeiten mussten. Das ist auch ein Grund dafür, weshalb die Kinder sich körperlich schlecht, bis gar nicht weiter entwickelten. Oftmals verstarben deswegen viele im jungen Alter. Die Arbeitgeber waren sich selten ihrer Schuld bewusst. Sie erzeugten in den Menschen das Gefühl, von Wohlwollen, jedoch wurde schnell klar, dass es sich hierbei nur um das Erlangen von Profit ging. Doch auch wenn die Arbeit der Kinder nicht gesund war und schädliche Auswirkungen auf ihr weiteres Leben hatte, musste die Kinderarbeit gemacht werden. Sie war die Sicherung der Existenz ihrer Familie. Das heißt, dass keine Familie auf die Arbeit ihrer Kinder verzichten konnte, da der Lohn der Eltern nicht zum Überleben gereicht hätte. In Deutschland wurde dann die Arbeit für unter 9-Jährige von einem in Preußen erlassenen Gesetz verboten. In diesem Gesetz hieß es, zudem auch, dass 10-16-jährige täglich nicht mehr als 10 Stunden täglich arbeiten durften. Und sonntags von der Arbeit befreit waren. Das Gesetz war zwar für viele eine Erleichterung, jedoch ist es noch lange kein Meilenstein, da die Kinder dennoch litten und da sich viele Arbeitgeber nicht an dieses Gesetz gehalten haben. 5

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Sie haben es jedoch geschafft als Arbeiter in einer Fabrik eingestellt zu werden. Zwar ist der Lohn unfassbar niedrig, aber Sie haben einen Platz bekommen, was bei den Menschenmengen so gut wie unmöglich war. Ihre Frau hat auch das Glück und wurde Weberin an einem mechanischen Webstuhl in einer großen Firma. Doch der Lohn reicht bei weitem nicht für die Versorgung der Familie. Deshalb sind Sie gezwungen Ihre Kinder arbeiten zu lassen. Eines Ihrer Kinder arbeitet in Bergwerken und das andere Kind verrichtet Handlangerdienste in Fabriken. Natürlich ist der Lohn Ihrer Kinder ebenfalls niedrig, jedoch trägt ihr Geld zur Sicherung der Existenz Ihrer Familie bei. Sie erkennen nun erst den starken wirtschaftlichen- und gesellschaftlichen Wandel und merken, dass Sie genau in der Industrialisierung stecken. 3 Geschichte GK Was bedeutete die Industrialisierung? Wie in dem Beispiel mit der Bauernfamilie, ging es unzähligen Familien. Aus einer Agrargesellschaft wurde in kürzester Zeit eine Industriegesellschaft. Aus Bauern, die auf Feldern für ihren Lohn arbeiteten, wurden Fabrikarbeiter, welche mit Maschinen arbeiteten. Viele dachten, dass die Arbeit mit den Maschinen deutlich leichter war als die harte körperliche Arbeit auf dem Feld. Es gab jedoch nicht nur ein Wandel in der Gesellschaft und in der Wirtschaft, sondern auch in der Arbeitswelt. Die Fabrikarbeit war härter als gedacht. Der Mensch hatte nicht die Möglichkeit, die Arbeitsweise oder das Arbeitstempo anzupassen. Das heißt, dass die Maschine das Tempo ganz klar vorgab. Da die Produzenten so viel Produkt in möglichst kurzer Zeit haben wollten, war das Arbeitstempo dem entsprechend sehr schnell. Die Fabrikarbeiter, waren daher den Maschinen deutlich unterlegen und mussten sich ihr anpassen. Dazu kommt auch noch, dass die Fabrikarbeiter keine Sicherheit hatten. Sie konnten jeder Zeit ausgetauscht werden, da es sehr viele andere Menschen gab, die sich auf die Stelle eines Fabrikarbeiters bewarben. Doch nicht nur diese Probleme brachte die Fabrikarbeit. Die Fabriken waren immer sehr unhygienisch und achteten nicht auf das Wohlergehen der Arbeiter. Weshalb viele sich mit Krankheiten ansteckten oder sich verletzten. Doch war diese Arbeit den Lohn wert? Zur Zeit der Industrialisierung, gab es eine enorme Bevölkerungsexplosion, welche für eine ganz klare Überbevölkerung sorgte. Immer mehr Menschen suchten Arbeit, mit der sie ihre Familie versorgen konnten. Dadurch entstand die Lohnarbeiterschicht. Doch da diese so groß war, waren die Löhne umso niedriger. Ihr Lohn reichte kaum für eine kleine Wohnung, da diese auch Mangelware durch die Überbevölkerung waren. Viele versuchten Geld durch handwerkliche Arbeit zu verdienen, weshalb dann auch noch ein enormer Konkurrenzkampf zwischen den Handwerkern entstand. Doch weshalb konnte die Industrialisierung trotz diesen Problemen so durchgesetzt werden? Grund dafür war der Wirtschaftsliberalismus, welcher das staatliche Engagement zur Verbesserung der Lage verhindert. Das heißt, dass der Staat sich aus der privaten Situation der Bevölkerung raushält. Wie es scheint, hatte die industrielle Revolution wenige Vorteile. Jedoch kann man sagen, dass nun durch die mit Dampfmaschinen betriebenen Eisenbahnen reisen in Regionen ermöglichten, welche vorher nicht möglich waren. Dies steigerte den Handel und sorgte für einen Strukturwandel, sowie für eine Entstehung von Wirtschaftszentren. Doch die Nachteile waren drastisch. Alte Berufe wurden überflüssig und viele Menschen litten an Armut. Deshalb kam es zu der Sozialen Frage. 4 Geschichte GK Was ist die Soziale Frage? Als Soziale Frage lassen sich die Folgen der Industrialisierung bezeichnen. Zur Zeit der Industrialisierung, kam es zu einer plötzlichen Bevölkerungsexplosion. Das heißt, es gab eine starke Überbevölkerung, was dafür sorgte, dass viele Menschen verarmten. Alle sind in die Stadt gezogen, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Doch die Wohnungen waren unfassbar klein, schmutzig, unhygienisch und zudem auch noch unbezahlbar. Der Lohn in den Fabriken war gering. Es gab ein Überangebot an Arbeitern, weshalb der Lohn immer kleiner wurde und die Arbeiter keine Sicherung hatten. Doch da der Lohn der Arbeiter oftmals zu wenig war, mussten die Frau sowie die Kinder stundenlang hart arbeiteten. Und das ebenfalls für einen sehr kleinen Lohn. Diese gesellschaftlichen Probleme belasteten die Menschen sehr, weshalb man diese Missstände und Probleme, die durch die industrielle Revolution und die Bevölkerungsexplosion entstanden sind Soziale Frage nennt. Zusammengefasst bedeutet die Soziale Frage also die ökonomische Verelendung der breiten Bevölkerungsschicht. Die Kinderarbeit in der Industrialisierung Den Kindern der Familien blieb die Arbeit zur Zeit der Industriellen Revolution nicht erspart. Sie arbeiteten genauso hart wie ihre Eltern und erhielten dafür deutlich weniger Lohn. Sie arbeiteten aber nicht nur als Dienstboten, sondern hauptsächlich in Kohlegruben, in Minen oder in Textilfabriken. Diese Aufgaben waren bereits für die Erwachsenen Arbeiter schwer und anspruchsvoll, doch diese Aufgaben wurden in der Regel von 4-6-jährigen Kindern vollendet, welche dann dafür nur wenig Lohn erhielten. Solch eine körperliche Arbeit konnte nicht gesund sein, wenn die Kinder bis zu 16 Stunden täglich arbeiten mussten. Das ist auch ein Grund dafür, weshalb die Kinder sich körperlich schlecht, bis gar nicht weiter entwickelten. Oftmals verstarben deswegen viele im jungen Alter. Die Arbeitgeber waren sich selten ihrer Schuld bewusst. Sie erzeugten in den Menschen das Gefühl, von Wohlwollen, jedoch wurde schnell klar, dass es sich hierbei nur um das Erlangen von Profit ging. Doch auch wenn die Arbeit der Kinder nicht gesund war und schädliche Auswirkungen auf ihr weiteres Leben hatte, musste die Kinderarbeit gemacht werden. Sie war die Sicherung der Existenz ihrer Familie. Das heißt, dass keine Familie auf die Arbeit ihrer Kinder verzichten konnte, da der Lohn der Eltern nicht zum Überleben gereicht hätte. In Deutschland wurde dann die Arbeit für unter 9-Jährige von einem in Preußen erlassenen Gesetz verboten. In diesem Gesetz hieß es, zudem auch, dass 10-16-jährige täglich nicht mehr als 10 Stunden täglich arbeiten durften. Und sonntags von der Arbeit befreit waren. Das Gesetz war zwar für viele eine Erleichterung, jedoch ist es noch lange kein Meilenstein, da die Kinder dennoch litten und da sich viele Arbeitgeber nicht an dieses Gesetz gehalten haben. 5