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 Die gesellschaftlichen Auswirkungen der Industriellen Revolution
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Wandel in den Städten in der 2. Hälfte des 19. Jh.
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- Die gesellschaftlichen Auswirkungen der Industriellen Revolution - Soziale Frage und Lösungsansätze von Unternehmern, Kirche, Staat, Gewerkschaften und der Arbeiterbewegung

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Die gesellschaftlichen Auswirkungen der Industriellen Revolution Urbanisierung Wandel in den Städten in der 2. Hälfte des 19. Jh. Entstehung von Großstädten mit wachsenden Einwohnerzahlen -> Landflucht (Großteil der Arbeitsplätze in Städten zu finden) ● Kinderreiche Familien in Kleinstwohnungen (2-Raum) Spaltung der Gesellschaft durch soziale Unterschiede -> stärkere räumliche Trennung der sozialen Schichten soziale Frage = • Verschiedene Funktionsbereiche in Städten: Verwaltungs-, Wohn- und Einkaufsviertel ● Kernstädte mit sich bildenden Vorortsiedlungen -> Entstehung von Elendsvierteln, Kleinstwohnungen mit unwürdigen Bedingungen Einwohnerzahl/ Fläche stieg an Probleme und Möglichkeiten zur Lösung Schnelllebigkeit, damit verbundene Angst Umweltbelastungen: Wasserverschmutzung, Luftverschmutzung -> sehr hohe Schornsteine, Filter Große Entfernung zum Arbeitsplatz -> Massenverkehrsystem Kriminalität ● • -> Kanalisation zur Hygiene, mehr Hygiene im Krankenhaus, Stadtplanung, Wohnungsbereitstellung relativ günstig Sozialer Wandel Merkmal des Industriesystems: -> Arbeiter besitzen ausschließlich ihre Arbeitskraft und verfügen nicht über Maschinen und Fabriken -> Verkaufen Arbeitskraft für Lohn Größere Entfernung -> Massenverkehrssysteme Verbesserung der Infrastruktur ● ● Allmähliche Entwicklung von Stände - zu Industriegesellschaft • Verhältnis der Unternehmer zu Arbeitern von Wirtschaftsliberalismus geprägt -> Befreiung der Wirtschaft von allen außenökonomischen Eingriffen Probleme: Löhne unter Existenzminimum durch Marktmechanismus bei Überangebot von Arbeitskräften Industriearbeit war anstrengend (Gas, Licht, Lärm) Gewöhnung an regelmäßigen Arbeitsrhythmus • Strenge Fabrikordnung Entstehung neuer gesellschaftlicher Schichten -> Arbeiter - und Kapitalistenklasse (auch Entstehung des Mittelstand -> wollten ich durch Kleider und Verdienst von Arbeitern abheben) SOZIALE FRAGE UND LÖSUNGSVERSUCHE Definition Soziale Frage: Begriff fasst alle negativen Nebenwirkungen der Industrialisierung zusammen: Ungesunde Wohnverhältnisse Schlechte Arbeitsverhältnisse...

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-> daraus resultierende gesundheitliche Probleme Kinder- und Frauenarbeit ● ● ● Unter- nehmer Meister Vorarbeiter Geselle / Altgeselle Frauen/Lehrlinge Kinder ● Niedrige Löhne, extreme Bestrafungen, über 12h Arbeit pro Tag Fehlende soziale Absicherunge Physische und psychische der Daseinsbedingungen -> Alkoholismus, seelische Zerrüttung • Extrem niedriger Lebensstandard Die Soziale Frage in Deutschland Arbeit Überlange Arbeitszeiten • Harte Arbeitsbedingungen Niedriger Lohn • Fehlende Sicherheitsvorkehrung • Frauen- und Kinderarbeit • Handwerkliche Konkurrenz Arbeitsfähiges Alter sank Wenig Arbeitsschutz • Viele Unfälle Meisterberufe besser bezahlt Lösung der ,,Sozialen Frage" Unternehmer Ausgangs- punkt Motive Modell Maßnahmen Bewertung • Leben am Existenzminimum Hunger, Armut, Wohnungselend Schlechtes Familienleben Ausbeutung durch das Trucksystem (= Entlohnung durch Waren) Pauperismus -> Massenverarmung ● ● Fürsorge weg weisen • meist Zweiraumwohnungen mit großen Familien > Massenquartiere Schlechte Hygiene, Häufiger Missbrauch der Frauen ● ● Leben Under- nehmer Patriarch Herr d. Hauses Treue, Folgschafa underordnung Unternehmer -> keine homogene Masse (auch Handwerker sind Unternehmer) + profitorientiert – > nur Großunternehmer konnten helfen Arbeider +Fam. ● Anfangs wurde angenommen, dass soziale Frage durch Fleiß, Genügsamkeit und Sparsamkeit der Arbeiter lösbar wäre DAHER: nur einzelne Unternehmer versuchen Lage in ihrer Firma zu verbessern -> keine gesundheitlichen Lösungsversuche ● christlich: Nächstenliebe Humanistisch: Armen helfen Eigeninteresse: fester Arbeiterstamm, höhere Produktivität, Bindung an Firma Politisch: Verhinderungen Streiks oder revolutionären Tendenzen ● Auch Sorge für Familie Bekämpfung der Kinderarbeit ● Pro: sozial Verbesserung der Arbeiter -> Erhöhung des Lebensstandards Symbiose zw. Arbeitern & Unternehmern Fester Arbeiterstamm Gewisse Privilegien Ärztliche Betreuung Rechte Politische Rechtlosigkeit Streik- und Koalitionsverbot Fehlende soziale Sicherheit Soziale Deklassierung Unbezahlte Fehltage, auch bei dringenden Angelegenheiten Versicherungssysteme erst später eingeführt Riesige Spanne zwischen Arbeiterschaft und Bourgeoisie -> starke Hierarchie aber soziale Verbesserung bessere Bezahlung Wohnfürsorge -> Bau von Werkswohnungen und Betriebskindergärten Verpflegung: Werkskantinen und Konsumvereine (Einkaufsmöglichkeiten auf Werksgelände) Gründung von Betriebskrankenkassen Weitere Unterstützung -> Beerdigungskasse Teils Einrichtung von Schulen Krupp: Einführung einer Betriebsrente -> einige Maßnahmen haben noch bis heute Einfluss (Betriebskindergärten, -rente...) Kontra: trotzdem weiter harte Betriebsordnungen und Unterordnung der Arbeiter Maßnahmen von Willkür der Unternehmer abhängig & nur in wenigen Großbetrieben Arbeiter politische entmachtet und ohne betriebliche Mitbestimmung Einfluss der Unternehmer auf Privatleben der Arbeiter Kirche Ausgangs- punkt Motive Maßnahmen Bewertung Staat Ausgangs- punkt Motive Maßnahmen Bewertung Ausgangs- punkt Motive Maßnahmen Kirche verliert durch Industrialisierung an Bedeutung -> muss sich erst neuen Platz in der Gesellschaft suchen Kirche kommt nicht mit Industrialisierung klar, da es im industriellen Zeitalter zum Sturz der gottgewollten Ordnung kommt -> Lösungsversuche kommen daher nicht von Institution Kirche, sondern von Einzelpersonen || I traditionelle christliche Verantwortung ggü. Schwächeren der Gesellschaft (Nächstenliebe) Religion wieder wachrufen/ aufrufen Waisenheime, Bildungsinitiativen, Obdachlosenheime -> Hilfe für die Armen keine Maßnahmen von der Kirche an sich, nur von Einzelpersonen Aber: Maßnahmen waren Ausgangspunkt für Wohlfahrtspflege und soziale Fürsorge anfangs: Nachtwächterstaat (= Staat, der nur für die öffentliche Sicherheit und den Schutz des privaten Eigentums zuständig ist. Der Rest bleibt ohne Gesetze dem freien Spiel in der Gesellschaft und wirtschaftlich den freien Kräften des Markts überlassen) Nach Gründerkrach (Börsenkrach des Jahres 1873) beginn der Schutzzollpolitik (sollte Wirtschaft im Deutschen Kaiserreich vor billigen ausländischen Importen schützen -> Daher wurde der liberale Freihandel durch die Einführung von Schutzzöllen aufgegeben) - Bismarck führt Sozialpolitik sah Gefahr in beginnender Arbeiterbewegung -> wollte Arbeiter vonSozialdemokraten fern halten Wollte Arbeiter an Staat binden Soziale Verantwortung Bismarcks als Kanzler -> er war bereit innerhalb des Staatssystems soziale Maßnahmen zu ergreifen Arbeiterbewegung Rentenversicherung, Invalidenversicherung, Unfallversicherung, Krankenversicherung Ausbau der Sozialgesetzgebung mit Kinder-, Frauen- und Arbeitnehmerschutz 1890 Verbot der Kinderarbeit Verbot der Sonntagsarbeit Maßnahmen ohne Gegenleistung Ansatz für heutige Sozialversicherungen und beispielgebend für andere Länder zu dieser Zeit Begriff Sozialismus -> Anfang 19. Jahrhundert Vermischung von sozialistischen und sozialdemokratischen Ideen Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen Politisches Mitspracherecht - Überwindung der Klassengegensätze Gründung der Arbeiterparteien: ADAV und SDAP Enge Zusammenarbeit mit Gewerkschaften im Kampf um Verbesserung der Arbeits- und Lebensverhältnisse Kampf für politische Freiheiten Genossenschaften = Selbsthilfeorganisationen entstanden aus Angst vor sozialer und wirtschaftlicher Ungleichheit Unterstützungssystem für mittlere und kleine Handwerker, Gewerbetreibende und Bauern Konsumgenossenschaften: Übergehen der Zwischenhändler -> Rabatte, Minimierung der Preise gegründet von Schulze - Delitzsch Ein- und Verkaufsmöglichkeiten für Gewerbetreibende Gewerbliche Genossenschaften: Bäuerliche Genossenschaften: Vorschussgesellschaften / Vereine Kredite für Saatgut und Erntegeräte Spar- und Darlehenskassen Mitgründer: Raiffeisen -> daraus entstanden: Raiffeisen - Bank Marx und Engels - Grundelemente marx. Geschichtsbildes: Marxismus, die von Karl Marx und Friedrich Engels (*1820, †1895) mit der Lehre vom historischen Materialismus begründete Betrachtungsweise der Gesellschaft. Entstehung 2 Klassen -> Unterdrückte und Unterdrückende beide stehen im ständigen Kampf -> Klassenkampf Der Marxismus versteht sich als Antwort auf die im Zuge der industriellen Revolution und der Industrialisierung im 19. Jahrhundert entstandene soziale Frage. Darüber hinaus stellte Engels die Lehre vom historischen Materialismus in den umfassenderen Rahmen des dialektischen Materialismus. Um sich vom utopischen Sozialismus abzugrenzen, sprachen Marx und Engels vom wissenschaftlichen Sozialismus. Kernaussagen Zum Kernpunkt des Marxismus gehören die von Marx kritisierten kapitalistischen Produktionsverhältnisse: Die Gesellschaft wird nicht durch die politischen, rechtlichen oder moralischen Vorstellungen bestimmt, sondern durch den technischen Fortschritt im Kapitalismus. Kapitalintensive Produktionsweisen führten dazu, dass sich die Arbeitsteilung vertieft. Die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft wird zwar von der Arbeiterklasse geschaffen (Proletariat), der Reichtum und das Eigentum an Produktionsmitteln befinden sich aber in den Händen weniger Kapitalisten. Dieser Grundwiderspruch zwischen gesellschaftlicher Produktion durch die Arbeiterklasse und privater Aneignung der Gewinne durch die Kapitalisten könne nur durch einen Aufstand der Arbeiterklasse überwunden werden: Die Kapitalisten werden enteignet, die Produktionsmittel in Gemeinschaftseigentum überführt. Der Kapitalismus wird vom Sozialismus abgelöst und führt letztendlich zur Schaffung einer klassenlosen Gesellschaft im Kommunismus. Eine Weiterentwicklung erfuhr der Marxismus durch Wladimir Iljitsch Lenin im Marxismus-Leninismus. Gewerkschaften Motive mehr Lohn und bessere Arbeitsverhältnisse Maßnahmen Streiks, Koalitionen und Demonstrationen Tarifverhandlungen (ähnlich wie heute)

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-> daraus resultierende gesundheitliche Probleme Kinder- und Frauenarbeit ● ● ● Unter- nehmer Meister Vorarbeiter Geselle / Altgeselle Frauen/Lehrlinge Kinder ● Niedrige Löhne, extreme Bestrafungen, über 12h Arbeit pro Tag Fehlende soziale Absicherunge Physische und psychische der Daseinsbedingungen -> Alkoholismus, seelische Zerrüttung • Extrem niedriger Lebensstandard Die Soziale Frage in Deutschland Arbeit Überlange Arbeitszeiten • Harte Arbeitsbedingungen Niedriger Lohn • Fehlende Sicherheitsvorkehrung • Frauen- und Kinderarbeit • Handwerkliche Konkurrenz Arbeitsfähiges Alter sank Wenig Arbeitsschutz • Viele Unfälle Meisterberufe besser bezahlt Lösung der ,,Sozialen Frage" Unternehmer Ausgangs- punkt Motive Modell Maßnahmen Bewertung • Leben am Existenzminimum Hunger, Armut, Wohnungselend Schlechtes Familienleben Ausbeutung durch das Trucksystem (= Entlohnung durch Waren) Pauperismus -> Massenverarmung ● ● Fürsorge weg weisen • meist Zweiraumwohnungen mit großen Familien > Massenquartiere Schlechte Hygiene, Häufiger Missbrauch der Frauen ● ● Leben Under- nehmer Patriarch Herr d. Hauses Treue, Folgschafa underordnung Unternehmer -> keine homogene Masse (auch Handwerker sind Unternehmer) + profitorientiert – > nur Großunternehmer konnten helfen Arbeider +Fam. ● Anfangs wurde angenommen, dass soziale Frage durch Fleiß, Genügsamkeit und Sparsamkeit der Arbeiter lösbar wäre DAHER: nur einzelne Unternehmer versuchen Lage in ihrer Firma zu verbessern -> keine gesundheitlichen Lösungsversuche ● christlich: Nächstenliebe Humanistisch: Armen helfen Eigeninteresse: fester Arbeiterstamm, höhere Produktivität, Bindung an Firma Politisch: Verhinderungen Streiks oder revolutionären Tendenzen ● Auch Sorge für Familie Bekämpfung der Kinderarbeit ● Pro: sozial Verbesserung der Arbeiter -> Erhöhung des Lebensstandards Symbiose zw. Arbeitern & Unternehmern Fester Arbeiterstamm Gewisse Privilegien Ärztliche Betreuung Rechte Politische Rechtlosigkeit Streik- und Koalitionsverbot Fehlende soziale Sicherheit Soziale Deklassierung Unbezahlte Fehltage, auch bei dringenden Angelegenheiten Versicherungssysteme erst später eingeführt Riesige Spanne zwischen Arbeiterschaft und Bourgeoisie -> starke Hierarchie aber soziale Verbesserung bessere Bezahlung Wohnfürsorge -> Bau von Werkswohnungen und Betriebskindergärten Verpflegung: Werkskantinen und Konsumvereine (Einkaufsmöglichkeiten auf Werksgelände) Gründung von Betriebskrankenkassen Weitere Unterstützung -> Beerdigungskasse Teils Einrichtung von Schulen Krupp: Einführung einer Betriebsrente -> einige Maßnahmen haben noch bis heute Einfluss (Betriebskindergärten, -rente...) Kontra: trotzdem weiter harte Betriebsordnungen und Unterordnung der Arbeiter Maßnahmen von Willkür der Unternehmer abhängig & nur in wenigen Großbetrieben Arbeiter politische entmachtet und ohne betriebliche Mitbestimmung Einfluss der Unternehmer auf Privatleben der Arbeiter Kirche Ausgangs- punkt Motive Maßnahmen Bewertung Staat Ausgangs- punkt Motive Maßnahmen Bewertung Ausgangs- punkt Motive Maßnahmen Kirche verliert durch Industrialisierung an Bedeutung -> muss sich erst neuen Platz in der Gesellschaft suchen Kirche kommt nicht mit Industrialisierung klar, da es im industriellen Zeitalter zum Sturz der gottgewollten Ordnung kommt -> Lösungsversuche kommen daher nicht von Institution Kirche, sondern von Einzelpersonen || I traditionelle christliche Verantwortung ggü. Schwächeren der Gesellschaft (Nächstenliebe) Religion wieder wachrufen/ aufrufen Waisenheime, Bildungsinitiativen, Obdachlosenheime -> Hilfe für die Armen keine Maßnahmen von der Kirche an sich, nur von Einzelpersonen Aber: Maßnahmen waren Ausgangspunkt für Wohlfahrtspflege und soziale Fürsorge anfangs: Nachtwächterstaat (= Staat, der nur für die öffentliche Sicherheit und den Schutz des privaten Eigentums zuständig ist. Der Rest bleibt ohne Gesetze dem freien Spiel in der Gesellschaft und wirtschaftlich den freien Kräften des Markts überlassen) Nach Gründerkrach (Börsenkrach des Jahres 1873) beginn der Schutzzollpolitik (sollte Wirtschaft im Deutschen Kaiserreich vor billigen ausländischen Importen schützen -> Daher wurde der liberale Freihandel durch die Einführung von Schutzzöllen aufgegeben) - Bismarck führt Sozialpolitik sah Gefahr in beginnender Arbeiterbewegung -> wollte Arbeiter vonSozialdemokraten fern halten Wollte Arbeiter an Staat binden Soziale Verantwortung Bismarcks als Kanzler -> er war bereit innerhalb des Staatssystems soziale Maßnahmen zu ergreifen Arbeiterbewegung Rentenversicherung, Invalidenversicherung, Unfallversicherung, Krankenversicherung Ausbau der Sozialgesetzgebung mit Kinder-, Frauen- und Arbeitnehmerschutz 1890 Verbot der Kinderarbeit Verbot der Sonntagsarbeit Maßnahmen ohne Gegenleistung Ansatz für heutige Sozialversicherungen und beispielgebend für andere Länder zu dieser Zeit Begriff Sozialismus -> Anfang 19. Jahrhundert Vermischung von sozialistischen und sozialdemokratischen Ideen Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen Politisches Mitspracherecht - Überwindung der Klassengegensätze Gründung der Arbeiterparteien: ADAV und SDAP Enge Zusammenarbeit mit Gewerkschaften im Kampf um Verbesserung der Arbeits- und Lebensverhältnisse Kampf für politische Freiheiten Genossenschaften = Selbsthilfeorganisationen entstanden aus Angst vor sozialer und wirtschaftlicher Ungleichheit Unterstützungssystem für mittlere und kleine Handwerker, Gewerbetreibende und Bauern Konsumgenossenschaften: Übergehen der Zwischenhändler -> Rabatte, Minimierung der Preise gegründet von Schulze - Delitzsch Ein- und Verkaufsmöglichkeiten für Gewerbetreibende Gewerbliche Genossenschaften: Bäuerliche Genossenschaften: Vorschussgesellschaften / Vereine Kredite für Saatgut und Erntegeräte Spar- und Darlehenskassen Mitgründer: Raiffeisen -> daraus entstanden: Raiffeisen - Bank Marx und Engels - Grundelemente marx. Geschichtsbildes: Marxismus, die von Karl Marx und Friedrich Engels (*1820, †1895) mit der Lehre vom historischen Materialismus begründete Betrachtungsweise der Gesellschaft. Entstehung 2 Klassen -> Unterdrückte und Unterdrückende beide stehen im ständigen Kampf -> Klassenkampf Der Marxismus versteht sich als Antwort auf die im Zuge der industriellen Revolution und der Industrialisierung im 19. Jahrhundert entstandene soziale Frage. Darüber hinaus stellte Engels die Lehre vom historischen Materialismus in den umfassenderen Rahmen des dialektischen Materialismus. Um sich vom utopischen Sozialismus abzugrenzen, sprachen Marx und Engels vom wissenschaftlichen Sozialismus. Kernaussagen Zum Kernpunkt des Marxismus gehören die von Marx kritisierten kapitalistischen Produktionsverhältnisse: Die Gesellschaft wird nicht durch die politischen, rechtlichen oder moralischen Vorstellungen bestimmt, sondern durch den technischen Fortschritt im Kapitalismus. Kapitalintensive Produktionsweisen führten dazu, dass sich die Arbeitsteilung vertieft. Die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft wird zwar von der Arbeiterklasse geschaffen (Proletariat), der Reichtum und das Eigentum an Produktionsmitteln befinden sich aber in den Händen weniger Kapitalisten. Dieser Grundwiderspruch zwischen gesellschaftlicher Produktion durch die Arbeiterklasse und privater Aneignung der Gewinne durch die Kapitalisten könne nur durch einen Aufstand der Arbeiterklasse überwunden werden: Die Kapitalisten werden enteignet, die Produktionsmittel in Gemeinschaftseigentum überführt. Der Kapitalismus wird vom Sozialismus abgelöst und führt letztendlich zur Schaffung einer klassenlosen Gesellschaft im Kommunismus. Eine Weiterentwicklung erfuhr der Marxismus durch Wladimir Iljitsch Lenin im Marxismus-Leninismus. Gewerkschaften Motive mehr Lohn und bessere Arbeitsverhältnisse Maßnahmen Streiks, Koalitionen und Demonstrationen Tarifverhandlungen (ähnlich wie heute)