Grundstruktur einer Quellenanalyse im Geschichtsunterricht
Eine Quellenanalyse Geschichte besteht aus drei Hauptteilen, die systematisch aufeinander aufbauen:
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Reproduktion: Analysieren & Herausarbeiten
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Formale Analyse der Quelle:
- Autor (Wer hat die Quelle verfasst?)
- Adressat (Für wen wurde die Quelle geschrieben?)
- Entstehungsdatum mit kurzem historischen Kontext
- Entstehungsort
- Art der Quelle/des Materials (Primär- oder Sekundärquelle?)
- Thema der Quelle
- Intention des Autors
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Strukturierte Inhaltsangabe:
- Text in sinnvolle Abschnitte unterteilen
- Wichtigste Informationen in eigenen Worten zusammenfassen
- Immer mit Zeilenangaben arbeiten
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Einordnung in den historischen Kontext:
- Verknüpfung von Hintergrundwissen mit dem Quellentext
- Bezüge zwischen Quelle und historischem Kontext durch Textbelege verdeutlichen
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Sach- und Werturteil:
- Hier fließen die Ergebnisse aus den vorherigen Aufgaben zusammen
- Historische Aussagen, Handlungen oder wissenschaftliche Positionen werden überprüft
Wichtiger Unterschied: Das Sachurteil überprüft Sachverhalte in ihrer jeweiligen Zeit, bewertet Thesen und Aussagen im historischen Kontext auf Stimmigkeit und Richtigkeit (nicht mit heutigen Maßstäben!). Häufige Operatoren sind "beurteilen", "sich auseinandersetzen" und "überprüfen". Das Werturteil hingegen verwendet persönliche oder gegenwärtige Wertmaßstäbe, kann individuelle Überzeugungen enthalten und wird durch Operatoren wie "bewerten" oder "aus heutiger/persönlicher Sicht auseinandersetzen" eingeleitet.
Die Quellenanalyse ist besonders wichtig für schriftliche Quellen und wird je nach Klassenstufe (z.B. in Klasse 7) in unterschiedlicher Tiefe behandelt. Für den Aufbau einer Quellenanalyse gibt es zahlreiche Formulierungshilfen, die dir helfen können, deine Analyse klar zu strukturieren.



































