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Manipulation und Repression der DDR

Manipulation und Repression der DDR

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11/12/10

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Manipulation und Repression der DDR

 Manipulation und Repression der DDR
Vermeintlich positive Angebote der SED
Die SED versuchte manipulativ die fehlende Zustimmung der Bevölk

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• Manipulation der SED • Nischengesellschaft • Unrechtsstaat • Losungen aus Rostock • „Signal“

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Manipulation und Repression der DDR Vermeintlich positive Angebote der SED Die SED versuchte manipulativ die fehlende Zustimmung der Bevölkerung gewinnen, indem der kommunistische Staat mit Subventionen an die Bürger offiziell beabsichtigte, „alles für das Wohl der Menschen, für das Glück des Volkes, für die Interessen der Arbeiterklasse und aller Werktätigen zu tun, doch die Realität etwas ganz anderes beweist. Denn die SED war in der DDR quasi überall anzutreffen und beeinflusste die Bevölkerung in allen Lebenssituation und überwachte jede Handlung, jedes Gespräch, jede Veränderung ohne Rücksicht auf Menschen- und Bürgerrechte. Sogar schon in der frühen Kindheit wird ihnen eingetrichtert, welche Werte der Staat vermittelt und welchen Freund und Feind sie sich im Kopf behalten müssen. Dies taten sie, um das Volk dazu zu bewegen, sich dem Willen des Staates zu beugen. Der Zusammenbruch des SED-Regimes bereitete sich somit langfristig vor. Die mangelnde Legitimität des politischen Systems, die bereits von Anfang an ein Problem gewesen war, die wachsenden ökonomischen Schwierigkeiten, die vor allem im Vergleich zur Bundesrepublik immer deutlicher hervortraten, waren maßgeblich für jegliches Versagen des Kommunismus. Nischengesellschaft - das Unterdrückungssystem der DDR Der Stasi-Staat, theoretisch hat ihn George Orwell in seinem dem Kommunismus und Sozialismus regimekritischen Buch „1984“ schon prognostiziert. Ein Staat der totalen Überwachung, Kontrolle und Manipulation. Es existierte kein Vertrauen in...

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der Gesellschaft, denn schon Verstöße gegen die kommunistische Ideologie bedeuteten Gefahr einer Denunzierung. Meinungsfreiheit und Menschenrechte waren Fremdwörter für die SED. Einerseits das Einschüchtern und Überwachen der Bevölkerung beeinflusste die Gesellschaft, andererseits aber auch die westlichen Medien, die genau die gegensätzliche Ideologie vertraten. Menschen der DDR konvertierten zu dieser, doch konnten nicht öffentlich darüber Kund tun. Also bildete sich eine sogenannte ,,Nischengesellschaft", die nichts anderes als die untergetauchte Demokratie in der DDR war. Aus Angst, entdeckt zu werden, trafen sich diese Bürger z. B. in „Ausweichräumen". Unrechtsstaat Der Begriff ,,Unrechtsstaat" bezüglich der DDR lässt sich so erklären, dass es in der DDR keine Unabhängigkeit der Justiz gab, keine Gewaltenteilung. Es gab keine Herrschaft des Rechts, weil eine Instanz wie die herrschende SED in den Bereich des Rechts eingreifen konnte. Nicht jedermann konnte das, aber die zentralen Führungsinstanzen der Partei sehr wohl. Zudem war es unmöglich, staatliches Handeln auf dem Gerichtsweg anzugreifen, man hätte dazu die Verwaltungsgerichte gebraucht. Aber die gab es ebenso wenig wie ein Verfassungsgericht. Ein einfacher Bürger, wie im Beispiel M1 aufgeführt, gerät in eine auswegslose Situation, in der er sich entweder dafür entscheiden kann, sich dem Willen des Staates zu beugen oder auf seine Freiheit verzichten wird. Losungen aus Rostock ,,Frieden schaffen ohne Waffen" - eine dauerhafte Grundlage einer Friedensordnung und nicht um einen Frieden als Abwesenheit von Krieg ,,DDR - eingesperrt" - offensichtliche Anspielung auf die Berliner Mauer, die die DDR von der Welt abgrenzt und ein tödliches Hindernis darstellt. ,,DDR-KZ" - Herstellung einer Relation zu den Konzentrationslagern zur NS- Zeit, Verdeutlichung der Folterung, Misshandlung und Unterdrückung der Bevölkerung ,,Wir sind mündig, doch wir haben nichts zu sagen“ - eigentliche Berechtigung der Bürger zur Partizipation in der Politik, doch wird ihnen das verwehrt, da Meinungsverbreitung Konsequenzen hat. ,,Das Leben hat doch keinen Sinn, wenn ich Kanonenfutter bin" - im Sinne von ,,Ich bin jeder Zeit dazu verwendbar, einfach ,,entsorgt"/,,verschossen" zu werden, da der Wert eines Menschen in der DDR keine Rolle spielte. ,,Signal" Sie hatten im September 1985 Losungen wie "DDR - eingesperrt" und "Frieden schaffen ohne Waffen" an Hauswände in der Rostocker Innenstadt geschrieben. Polizei und Staatssicherheitsdienst setzten unterschiedlichste Mittel und Methoden ein, um die Urheber zu ermitteln. Die Jugendlichen wurden vom Ministerium für Staatssicherheit verhaftet und durch ein Gericht wegen "öffentlicher Herabwürdigung" der DDR verurteilt. Das MfS verurteilte die Beteiligten entweder zu 1,5 Jahren Haft oder sie bekamen eine Bewährungsstrafe. Im Gefängnis mussten sie sich beispielsweise „Erziehungsmaßnahmen“ unterziehen und auch im öffentlichen Leben wurde ihnen gänzlich alles verboten oder sie wurden ausgeschlossen, um sie möglichst in allem einzuschränken. Von Geburt an wird in der DDR der Weg genau bestimmt, den man zu gehen hat, und wenn man von diesem abkommt, bleibt einem nicht mehr viel.

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Cool, mit dem Lernzettel konnte ich mich richtig gut auf meine Klassenarbeit vorbereiten. Danke 👍👍

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