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Mensch, Zeit und Raum im Mittelalter
Mildes Klima -> begünstigte den Ackerbau
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Zusammenfassung - Mensch, Zeit, Raum, Gesellschaft im Mittelalter; Herrschaftsformen (Feudalismus, Lehnswesen,...)

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Geschichte - Zusammenfassung Mensch, Zeit und Raum im Mittelalter Mildes Klima -> begünstigte den Ackerbau Zunahme der agrarischen Produktivität —> stärkeres Bevölkerungswachstums Landschaft erhielt durch das Bevölkerungswachstum ein anderes Aussehen Alle Ideen und Handlungen waren mit der christlichen Religion verknüpft ➜ Kunst, Architektur ■ Mittelalterlicher Mensch: Existenz durch das Gefühl der Unsicherheit geprägt Grundstimmung der menschen: kollektive Angst Mittelalterliche Weltbild war dualistisch geprägt: ➜ Gott - Teufel ➜ Himmel - Erde Seele - Körper ■ Kirche rückte in das Zentrum des Lebens I ■ Gesellschaft des Mittelalters mittelalterliche Gesellschaft war politisch, wirtschaftlich und sozial gekennzeichnet ➜ durch den Feudalismus und seine Erscheinungsformen der Grundherrschaft, des Lehnswesens und des Vasallentums Die Mehrheit der Bevölkerung des Mittelalters setzte sich aus Bauern und einfachen Bürgern zusammen, deren wirtschaftliche Situation dargestellt war, dass sie oft nicht über die nötigen Mittel verfügten, um ihre Existenz zu sichern. 90 Prozent der Bevölkerung waren Bauern -> erarbeiteten die Grundlage für den Reichtum der Kirche und des Adels ■ ■ Christentums beeinflusste das Zeitgefühl —> Die Zeit erschien dem mittelalterlichen Menschen als von Gott geschaffen: Sündenfall; die Kreuzigung von Christi, ... ■ ■ ➜ Kein hohes Ansehen Als Absicherung der Herrschaftsinteressen verfügte das Mittelalter über eine ganze Reihe von strengen Gesetzen und harten Strafen, die in brutalen Foltermethoden ihren Höhepunkt erfuhren Herrschaftsformen im Mittelalter Feudalismus die Aufgaben waren klar verteilt: die Geistlichen sollten für die Menschen beten, die Ritter sie gegen Feinde schützen, und die Bauern...

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für alle die nötige Nahrung beschaffen innerhalb dieser sozialen Gruppen gab es hierarchische Unterschiede ,,feudum" = Lehngut Feudalismus = die Gesellschafts- und Wirtschaftsform des europäischen Mittelalters Persönlicher Vertrag, den zwei Freie eingingen, die nicht auf der gleichen Stufe standen Der Lehnsmann unterwarf sich und verpflichtete sich zu rat und Hilfe, worunter in erster Linie militärischer Beistand zu verstehen war Über Lehnsverhältnisse wurde die Leihgabe von Land eines Adligen an einen meist ebenfalls dem Adel angehörenden Grundherrn geregelt Lehnsherr verpflichtete sich zu Schutz und Unterhalt Lehnsmann überließ sich Land Mithilfe eines Lehens musste der Lehnsmann extrem kostspieligen Rüstungen finanzieren und Bewaffnete bereitstellen Lehnsverhältnisse endeten mit dem Tod (Vertragsverletzung) oder mit der Ankündigung des Vertrags Das Lehnswesen und die Grundherrschaft sind die wichtigsten Bausteine des Feudalismus als politisches, wirtschaftliches und soziales System Lehnshierarchie: ■ I I 1 Kronvasallen (wörtl. Knechte der Krone) sind Lehnsmänner des Königs. Wenn sie ihre Lehen (teilweise) weitergeben, erscheinen sie den Empfängern gegenüber als Lehnsherrn. 872 ■ Lehnswesen Über das Lehnswesen war das Verhältnis zwischen dem Lehensnehmer (=Vasall), und dem Lehensgeber (=Lehnsherr) geregelt ■ erhält: Kriegs- und Verwaltungsdienste Die Lehnshierarchie ■ König oberster Lehnsherr ■ vergibt: Lehen (Ämter, Land und Leute) Kronvasallen¹ (Herzöge, Grafen, Bischöfe, Reichsäbte) Untervasallen (Ritter, Dienstmannen, Äbte) Halbfreie und unfreie Bauern leisten Abgaben und Dienste gegen (zeitweilige) Überlassung des Bodens Die Lehensnehmer beschafften sich zumeist aus den Reihen des schon grundbesitzenden niederen Adels. ➜ stellte zum großen Teil die Ritterschaft Da deren eigener Grundbesitz oft zu klein war, um die hohen Kosten auszugleichen, die der Ritterstand mit sich brachte, begaben sie sich in das Lehnsverhältnis Im Gegenzug für die Nutzungsmöglichkeit des Lehens verpflichteten sich die Vasallen zu Dienstleistungen gegenüber dem Lehnsherrn und sicherten ihm die Beteiligung an den Erträgen des Landes zu Zu den Dienstleistungen gehörten Verwaltungsaufgaben, aber auch die Erbringung von Kriegsdiensten bei Angriffskriegen und im Verteidigungsfall. Der Lehnsherr blieb jedoch der rechtliche Eigentümer von Grund und Boden und übertrug lediglich seine Rechte - zumeist auf Lebenszeit - an den Vasallen Beide waren zur gegenseitigen Treue und Achtung verpflichtet Lehnsverhältnis war eine Vereinbarung zum beiderseitigen Nutzen, die sich ausdrücklich mit ,,Schirm und Schutz" seitens des Lehnsherrn und „Rat und Hilfe" seitens des Vasallen umschreiben lässt Grundherrschaft Beruht auf der Basis eines personenrechtlichen Herrschaftsverhältnisses Ähnliches Prinzip wie bei dem Lehnswesen Das System des Lehnswesens setzte sich bis in die Spitze der Aristokratie fort Der jeweilige Herrscher, der König oder Kaiser, war als eigentlicher Eigentümer allen Landes zugleich der oberste Lehnsherr und vergab Lehen an die Herzöge oder Fürsten, die ihrerseits wiederum Lehen an die Mitglieder des niederen Adels vergaben stellte ein Vertragspartner dem anderen Land zur Bewirtschaftung zur Verfügung Der entscheidende Unterschied lag in den grundsätzlichen Besitzverhältnissen während der Vasall (=Knecht) zumindest etwas eigenes Land besaß, war dem Bauern, der sich in Abhängigkeit zu seinem Grundherrn (König, Kirche oder Adligen) befand, der Ankauf von eigenem Land untersagt Darüber hinaus musste der Bauer weitere Verpflichtungen eingehen ➜ So war er seinem Grundherrn zu Dienstleistungen auf dessen Land verpflichtet, die immer vorrangig zu erledigen waren War beispielsweise Erntezeit, mussten die Felder des Grundherrn zuerst abgeerntet werden, was je nach Witterungsverhältnissen nicht unproblematisch für das Einbringen der eigenen Ernte des Bauers war Darüber hinaus waren die Bauern ebenfalls in der Pflicht einen Teil ihrer erwirtschafteten Erträge aus Ackerbau und Viehzucht an den Grundherrn abzuführen. ■ ■ ■ I 873G I Bauern mussten den sogenannten „Zehnt“ ihrer Einkünfte an die Kirche abführen (häufig waren es weit mehr als zehn Prozent, denn die Höhe der Zahlung war festgelegt) auf Schwankungen bei den Einnahmen aus der Ernte wurde keine Rücksicht genommen Die Bauern waren nicht nur in Bezug auf ihre Existenzsicherung abhängig, sie unterlagen auch der Gerichtsbarkeit der Grundherren, die diese selbst in sie betreffenden Streitfällen ausübten. Grundherren hatten weitere Rechte, die die Selbstbestimmung der Bauern massiv einschränkten wie etwa das Recht → Heiratswilligen Bauern eine Eheschließung zu untersagen ➜ das Recht der Aufenthaltsbestimmung es war den Bauern unter Androhung von drakonischen Strafmaßnahmen untersagt, das Land gegen den Willen der Grundherren zu verlassen Der Fronhofsverband wirtschaftlich Grundbesitz Salland1 Fronhof Hufenland Grundherrschaft bewirtschaften Frondienste bewirtschaften Hofhörige Hufenbauern gesellschaftlich Herrschaft 1 Herrenland Ständeordnung im Mittelalter Stand: nach rechtlichen Gesichtspunkten vorgenommene Gliederung der Gesellschaft Mittelalterliche Ständelehre vermittelte das Bild einer gottgewollten Daseinsweise Ausbrechen aus dieser hierarischen Ordnung -> Verletzung der on Gott gewollten Verletzung Gottgegebne Stände: Lehrstand (=Geistliche); Wehrstand (=Ritter); Nährstand (=Bauern) Die Ständeordnung wurde seitens der Kirche als gottgegeben legitimiert Das Mittelalter nahm eine Einteilung der Bevölkerung in drei Stände vor Einteilung der Gesellschaft: in Freie, Minderfreie und Unfreie, die sich in der Ständeordnung konkretisierte, führte einige Wenige - den Klerus und den Adel - in eine vorteilhafte Lebenslage. Die Freiherren zählten zum hohen Adel, während die Dienstadligen oder Ministerialen zum niederen Adel gehörten zweigeteilte Form der Grundherrschaft: wirtschaftlich und gesellschaftlich O zerfiel in zwei verschiedene Wirtschaftsbereiche: Salland/ Herrenland und Hufenland Auf den Fronhöfen arbeitete zahlreiches unfreies Gesinde, die jederzeit zu Diensten auf dem Fronhof bereit stehen mussten Sie waren der herrschaftlichen Verfügungsgewalt am stärksten unterworfen, hatten aber auch über qualifizierten Dienst Chancen zum Aufstieg. Zum Fronhofsverband gehörte das von selbstständig wirtschaftenden Bauern besetzte Hufenland die Qualität der Bindungen hängt an dem Land: O Unfreie Hufen werden nur an Unfreie ausgegeben Liten-/ oder Latenhufen können nur von Halbfreien bewirtschaftet werden Zum ersten Stand gehörte der Klerus, also alle Geistlichen, zum zweiten Stand zählten die Adligen, den dritten Stand bildeten die Bauern und einfachen Bürger Der größte Teil der Menschen im Mittelalter gehört zum dritten Stand, etwa 90 Prozent sind Bauern. ■ ■ I ■ Die Rolle der Kirche im Mittelalter Kirche = wichtigste Institution → Konnte dem menschen Geborgenheit und Sicherheit geben der mittelalterliche Mensch war überzeugt, dass jeder Mensch seinen festen, von Gott vorgegebenen Platz einnehme Im Mittelalter spielte der christliche Glaube eine zentrale Rolle Im Laufe der Zeit hat sich der Papst als sehr mächtige Institution hervorgetan Die Menschen waren damals sehr gläubig und auch gottesfürchtig und die Religion spielte eine zentrale Rolle in ihrem Leben ■ ■ Den einzelnen Ständen war die Erfüllung festgelegter Aufgaben zugewiesen Der Klerus sollte die moralische und sittliche Festigung der Menschen sicherstellen und dadurch für ihr Seelenheil sorgen ■ Der Adel hatte die Verteidigung des Volkes im Kriegsfall zu gewährleisten → Die beiden ersten Stände verfügten über ausgedehnte Privilegien im Vergleich zum dritten Stand. Die Bedeutung des dritten Standes, der das gesamte wirtschaftliche und gesellschaftliche Dasein durch seine Arbeit fundierte, stand in umgekehrtem Verhältnis zu seinem Ansehen und seinen Möglichkeiten der Einflussnahme auf politische und Lehnseid gesellschaftliche Prozesse. Bürgertum Doch die christliche Kirche benutzte diese Machtposition im Mittelalter nachweislich auch um eigene Vergehen schön zu reden oder zu vertuschen Begriffe: Salland = Herrenland; Der vom Grundherrn in Eigenwirtschaft bearbeitete Teil der landwirtschaftlichen Gesamtfläche eines Fronhof-Verbandes Kaiser König Fronhof = Hof einer Herrschaft, der Frondienst entgegennimmt Frondienst = freiwillige unbezahlte Arbeit für Gemeinde, Genossenschaft, Bauern Hufenland = Hufenland für die anhängigen Bauern der Grundherrschaft 1. Stand Klerus 2. Stand Adel Es wurden zahlreiche Klöster, Kirchen und Kathedralen errichtet Menschen unterschiedlichster Herkunft fanden im Glauben gemeinschaftlich Zuflucht Die Glaubensgrundlagen wurden im Mittelalter schon mit der Erziehung gelegt und im Laufe des Erwachsenwerdens noch gefestigt Dabei war die Kirche eine der wenigen Institutionen im Mittelalter, die auch Menschen aus sozial schwachen Schichten eine Möglichkeit auf Bildung boten 3. Stand Unterbäuerliche Schicht (Arme, Nichtsesshafte, Juden) → Die Kirche und das Christentum hatten großen Einfluss auf das Leben der Menschen Die Kirche des Mittelalters sah die Ständegesellschaft als Gottes Wille an und propagierte diese mit großer Unterstützung durch herrschende Schichten und den Adel Und das einfache Volk, das im Allgemeinen wenig Zugang zu Bildung und noch weniger Zugang zu Latein, der Sprache in der die Bibel verfasst war, hatte, fand sich damit mehr oder weniger ab, was ihm Seitens der Kirche so gepredigt wurde. im Mittelalter war die Angst vor dem Teufel und dem Fegefeuer noch viel tiefer verwurzelt und bot allein schon aus diesem Grund einen konstanten Zustrom an Gläubigen Angst, Grundsatz von Vergebung Barmherzigkeit trieb die Menschen in die Kirche Hufe = Als Hufe bezeichnet man sowohl die Hofstelle, das Eigentumsrecht und die Nutzungsechte an Gemeindegut, die einem Dorfbewohner zustanden Bauern und Handwerker Kronvasallen = Lehnsmänner des Königs. Wenn sie ihre Lehen (teilweise) weitergeben, erscheinen sie den Empfängern gegenüber als Lehnsherrn.

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So ein schöner Lernzettel 😍😍 super nützlich und hilfreich!

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Knechte der Krone) sind Lehnsmänner des Königs. Wenn sie ihre Lehen (teilweise) weitergeben, erscheinen sie den Empfängern gegenüber als Lehnsherrn. 872 ■ Lehnswesen Über das Lehnswesen war das Verhältnis zwischen dem Lehensnehmer (=Vasall), und dem Lehensgeber (=Lehnsherr) geregelt ■ erhält: Kriegs- und Verwaltungsdienste Die Lehnshierarchie ■ König oberster Lehnsherr ■ vergibt: Lehen (Ämter, Land und Leute) Kronvasallen¹ (Herzöge, Grafen, Bischöfe, Reichsäbte) Untervasallen (Ritter, Dienstmannen, Äbte) Halbfreie und unfreie Bauern leisten Abgaben und Dienste gegen (zeitweilige) Überlassung des Bodens Die Lehensnehmer beschafften sich zumeist aus den Reihen des schon grundbesitzenden niederen Adels. ➜ stellte zum großen Teil die Ritterschaft Da deren eigener Grundbesitz oft zu klein war, um die hohen Kosten auszugleichen, die der Ritterstand mit sich brachte, begaben sie sich in das Lehnsverhältnis Im Gegenzug für die Nutzungsmöglichkeit des Lehens verpflichteten sich die Vasallen zu Dienstleistungen gegenüber dem Lehnsherrn und sicherten ihm die Beteiligung an den Erträgen des Landes zu Zu den Dienstleistungen gehörten Verwaltungsaufgaben, aber auch die Erbringung von Kriegsdiensten bei Angriffskriegen und im Verteidigungsfall. Der Lehnsherr blieb jedoch der rechtliche Eigentümer von Grund und Boden und übertrug lediglich seine Rechte - zumeist auf Lebenszeit - an den Vasallen Beide waren zur gegenseitigen Treue und Achtung verpflichtet Lehnsverhältnis war eine Vereinbarung zum beiderseitigen Nutzen, die sich ausdrücklich mit ,,Schirm und Schutz" seitens des Lehnsherrn und „Rat und Hilfe" seitens des Vasallen umschreiben lässt Grundherrschaft Beruht auf der Basis eines personenrechtlichen Herrschaftsverhältnisses Ähnliches Prinzip wie bei dem Lehnswesen Das System des Lehnswesens setzte sich bis in die Spitze der Aristokratie fort Der jeweilige Herrscher, der König oder Kaiser, war als eigentlicher Eigentümer allen Landes zugleich der oberste Lehnsherr und vergab Lehen an die Herzöge oder Fürsten, die ihrerseits wiederum Lehen an die Mitglieder des niederen Adels vergaben stellte ein Vertragspartner dem anderen Land zur Bewirtschaftung zur Verfügung Der entscheidende Unterschied lag in den grundsätzlichen Besitzverhältnissen während der Vasall (=Knecht) zumindest etwas eigenes Land besaß, war dem Bauern, der sich in Abhängigkeit zu seinem Grundherrn (König, Kirche oder Adligen) befand, der Ankauf von eigenem Land untersagt Darüber hinaus musste der Bauer weitere Verpflichtungen eingehen ➜ So war er seinem Grundherrn zu Dienstleistungen auf dessen Land verpflichtet, die immer vorrangig zu erledigen waren War beispielsweise Erntezeit, mussten die Felder des Grundherrn zuerst abgeerntet werden, was je nach Witterungsverhältnissen nicht unproblematisch für das Einbringen der eigenen Ernte des Bauers war Darüber hinaus waren die Bauern ebenfalls in der Pflicht einen Teil ihrer erwirtschafteten Erträge aus Ackerbau und Viehzucht an den Grundherrn abzuführen. ■ ■ ■ I 873G I Bauern mussten den sogenannten „Zehnt“ ihrer Einkünfte an die Kirche abführen (häufig waren es weit mehr als zehn Prozent, denn die Höhe der Zahlung war festgelegt) auf Schwankungen bei den Einnahmen aus der Ernte wurde keine Rücksicht genommen Die Bauern waren nicht nur in Bezug auf ihre Existenzsicherung abhängig, sie unterlagen auch der Gerichtsbarkeit der Grundherren, die diese selbst in sie betreffenden Streitfällen ausübten. Grundherren hatten weitere Rechte, die die Selbstbestimmung der Bauern massiv einschränkten wie etwa das Recht → Heiratswilligen Bauern eine Eheschließung zu untersagen ➜ das Recht der Aufenthaltsbestimmung es war den Bauern unter Androhung von drakonischen Strafmaßnahmen untersagt, das Land gegen den Willen der Grundherren zu verlassen Der Fronhofsverband wirtschaftlich Grundbesitz Salland1 Fronhof Hufenland Grundherrschaft bewirtschaften Frondienste bewirtschaften Hofhörige Hufenbauern gesellschaftlich Herrschaft 1 Herrenland Ständeordnung im Mittelalter Stand: nach rechtlichen Gesichtspunkten vorgenommene Gliederung der Gesellschaft Mittelalterliche Ständelehre vermittelte das Bild einer gottgewollten Daseinsweise Ausbrechen aus dieser hierarischen Ordnung -> Verletzung der on Gott gewollten Verletzung Gottgegebne Stände: Lehrstand (=Geistliche); Wehrstand (=Ritter); Nährstand (=Bauern) Die Ständeordnung wurde seitens der Kirche als gottgegeben legitimiert Das Mittelalter nahm eine Einteilung der Bevölkerung in drei Stände vor Einteilung der Gesellschaft: in Freie, Minderfreie und Unfreie, die sich in der Ständeordnung konkretisierte, führte einige Wenige - den Klerus und den Adel - in eine vorteilhafte Lebenslage. Die Freiherren zählten zum hohen Adel, während die Dienstadligen oder Ministerialen zum niederen Adel gehörten zweigeteilte Form der Grundherrschaft: wirtschaftlich und gesellschaftlich O zerfiel in zwei verschiedene Wirtschaftsbereiche: Salland/ Herrenland und Hufenland Auf den Fronhöfen arbeitete zahlreiches unfreies Gesinde, die jederzeit zu Diensten auf dem Fronhof bereit stehen mussten Sie waren der herrschaftlichen Verfügungsgewalt am stärksten unterworfen, hatten aber auch über qualifizierten Dienst Chancen zum Aufstieg. Zum Fronhofsverband gehörte das von selbstständig wirtschaftenden Bauern besetzte Hufenland die Qualität der Bindungen hängt an dem Land: O Unfreie Hufen werden nur an Unfreie ausgegeben Liten-/ oder Latenhufen können nur von Halbfreien bewirtschaftet werden Zum ersten Stand gehörte der Klerus, also alle Geistlichen, zum zweiten Stand zählten die Adligen, den dritten Stand bildeten die Bauern und einfachen Bürger Der größte Teil der Menschen im Mittelalter gehört zum dritten Stand, etwa 90 Prozent sind Bauern. ■ ■ I ■ Die Rolle der Kirche im Mittelalter Kirche = wichtigste Institution → Konnte dem menschen Geborgenheit und Sicherheit geben der mittelalterliche Mensch war überzeugt, dass jeder Mensch seinen festen, von Gott vorgegebenen Platz einnehme Im Mittelalter spielte der christliche Glaube eine zentrale Rolle Im Laufe der Zeit hat sich der Papst als sehr mächtige Institution hervorgetan Die Menschen waren damals sehr gläubig und auch gottesfürchtig und die Religion spielte eine zentrale Rolle in ihrem Leben ■ ■ Den einzelnen Ständen war die Erfüllung festgelegter Aufgaben zugewiesen Der Klerus sollte die moralische und sittliche Festigung der Menschen sicherstellen und dadurch für ihr Seelenheil sorgen ■ Der Adel hatte die Verteidigung des Volkes im Kriegsfall zu gewährleisten → Die beiden ersten Stände verfügten über ausgedehnte Privilegien im Vergleich zum dritten Stand. Die Bedeutung des dritten Standes, der das gesamte wirtschaftliche und gesellschaftliche Dasein durch seine Arbeit fundierte, stand in umgekehrtem Verhältnis zu seinem Ansehen und seinen Möglichkeiten der Einflussnahme auf politische und Lehnseid gesellschaftliche Prozesse. Bürgertum Doch die christliche Kirche benutzte diese Machtposition im Mittelalter nachweislich auch um eigene Vergehen schön zu reden oder zu vertuschen Begriffe: Salland = Herrenland; Der vom Grundherrn in Eigenwirtschaft bearbeitete Teil der landwirtschaftlichen Gesamtfläche eines Fronhof-Verbandes Kaiser König Fronhof = Hof einer Herrschaft, der Frondienst entgegennimmt Frondienst = freiwillige unbezahlte Arbeit für Gemeinde, Genossenschaft, Bauern Hufenland = Hufenland für die anhängigen Bauern der Grundherrschaft 1. Stand Klerus 2. Stand Adel Es wurden zahlreiche Klöster, Kirchen und Kathedralen errichtet Menschen unterschiedlichster Herkunft fanden im Glauben gemeinschaftlich Zuflucht Die Glaubensgrundlagen wurden im Mittelalter schon mit der Erziehung gelegt und im Laufe des Erwachsenwerdens noch gefestigt Dabei war die Kirche eine der wenigen Institutionen im Mittelalter, die auch Menschen aus sozial schwachen Schichten eine Möglichkeit auf Bildung boten 3. Stand Unterbäuerliche Schicht (Arme, Nichtsesshafte, Juden) → Die Kirche und das Christentum hatten großen Einfluss auf das Leben der Menschen Die Kirche des Mittelalters sah die Ständegesellschaft als Gottes Wille an und propagierte diese mit großer Unterstützung durch herrschende Schichten und den Adel Und das einfache Volk, das im Allgemeinen wenig Zugang zu Bildung und noch weniger Zugang zu Latein, der Sprache in der die Bibel verfasst war, hatte, fand sich damit mehr oder weniger ab, was ihm Seitens der Kirche so gepredigt wurde. im Mittelalter war die Angst vor dem Teufel und dem Fegefeuer noch viel tiefer verwurzelt und bot allein schon aus diesem Grund einen konstanten Zustrom an Gläubigen Angst, Grundsatz von Vergebung Barmherzigkeit trieb die Menschen in die Kirche Hufe = Als Hufe bezeichnet man sowohl die Hofstelle, das Eigentumsrecht und die Nutzungsechte an Gemeindegut, die einem Dorfbewohner zustanden Bauern und Handwerker Kronvasallen = Lehnsmänner des Königs. Wenn sie ihre Lehen (teilweise) weitergeben, erscheinen sie den Empfängern gegenüber als Lehnsherrn.