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Nachkriegsdeutschland - BRD/DDR

Nachkriegsdeutschland - BRD/DDR

 Die Bundesrepublik Deutschland in der Adenauer-
Ära (inkl. Westintegration, Wirtschaftspolitik,
Deutschlandfrage) (1949-1963)
Innenpolitik

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Zusammenfassung für eine Klausur über die BRD in der Adenauer-Ära, Westintegration, Deutschlandfrage, DDR unter Ulbricht, Mauerbau, Hallstein-Doktrin, Gesellschaftliche Umbrüche ab 1968, RAF

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Die Bundesrepublik Deutschland in der Adenauer- Ära (inkl. Westintegration, Wirtschaftspolitik, Deutschlandfrage) (1949-1963) Innenpolitik Gründung der Bundesrepublik Deutschland (23.05.1949) Einführung der 5%-Klausel (1953) zur Stabilisierung der Parteienlandschaft Volksabstimmung im Saargebiet und Eingliederung in BRD (1957) Einführung der Allgemeinen Wehrpflicht (1956) Bundesentschädigungsgesetz (1956): Opfer des NS erhalten Entschädigungen Außenpolitik Ziel: Westintegration und Erlangung der Souveränität Beitritt zum Europarat (1950) Deutschlandvertrag (1952) und Pariser Verträge (1954): Abschluss der Westintegration der BRD, Gründung der Bundeswehr im Rahmen der NATO, BRD erlangt weitgehende Souveränität (1955) Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur UdSSR (1955) und Verhandlungen zur Freilassung deutscher Kriegsgefangener Wirtschaft Errichtung der Sozialen Marktwirtschaft durch Marshall-Plan-Hilfe, Wirtschaftswunder (,,Sicherheit, Stabilität, Wohlstand für alle!"), Wiederaufbau mithilfe ausländischer Gastarbeiter Gründung der Montanunion (1951): erster Schritt zur europäischen Wirtschaftsgemeinschaft Römische Verträge (1957): Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom) Deutsch-Deutsche Politik Neuregelung des Interzonenhandels zwischen BRD und DDR einschließlich Berlin (1951) Ziel Adenauers: Wiedervereinigung, aber Ablehnung der „Stalinnoten“, Kritik von der Opposition Hallstein-Doktrin (1955): BRD postuliert „Alleinvertretungsanspruch" für gesamtes dt. Volk Die Entwicklung der DDR unter Ulbricht (inkl. Aufstand vom 17. Juni und Mauerbau) (1960-1973) Innenpolitik ● ● Außenpolitik ● Flüchtlingszahlen erreichen 1961 Höchststand, fast 4 Mio. Menschen flüchteten in die BRD Umorientierung vom „Terror" zur „Manipulation" der Bevölkerung, Förderung des Spitzensports, zeitweise Öffnung gegenüber westlichen Lebensformen wie Musik und Kleidung (1961- 1968) SED macht Führungsanspruch in neuer DDF Verfassung deutlich (1968) Verschärfung des Strafrechts und Rücknahme der Liberalisierungsansätze (Ende 60er) ● Wirtschaft Die optimistischen Wirtschaftsprognosen der späten 50er Jahre erfüllen sich nicht zwischen 1959-61 Sinken der industriellen Zuwachsrate um 50% ● Außenpolitische Isolation als Folge der westdeutschen Hallstein-Doktrin Außenpolitik folgt stark dem Kurs der UdSSR Aufnahme diplomatischer Beziehungen...

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zu einigen Ländern der Dritten Welt, internationaler Durchbruch gelingt jedoch nicht Flüchtlingsbewegung bringt DDR-Wirtschaft an Rande eines Kollaps, v.a. junge Facharbeiter fehlen Neuer Kurs soll durch Berücksichtigung materieller Interessen Bürgern die Anpassung erleichtern wirtschaftliche Erfolge, Steigerung der Gesamtproduktion (1961-70) DDR zweitstärkste Wirtschaftsmacht im Ostblock, Lebensstandard aber immer noch unter BRD- Niveau Deutsch-Deutsche Politik ● Bau der Berliner Mauer (13.08.1961) ➡ Abschottung der DDR und Verhinderung der Fluchtbewegungen 1. Die Frage der Wiedervereinigung im Kontext der Adenauer'schen Politik ▪ Oberstes Ziel der Adenauerpolitik: Sicherung der Freiheit und Sicherheit der BRD mithilfe der Westintegration → Bewahrung der BRD vor dem Kommunismus ▪ Wiedervereinigung daher nur zweitrangig Die Bundesrepublik Deutschland in den 1950er Jahren Die ,,Deutschlandfrage" in der ,,Ära Adenauer" ▪ FAZIT: Die Frage der Wiedervereinigung lässt sich nicht alleine lösen. Sie ist vielmehr Teil komple- xerer politischer Zusammenhänge 2. Die politischen Positionen der CDU und SPD in den frühen 1950er Jal ren CDU (Konrad Adenauer) Politik der Stärke" notwendig, um der UdSSR klar zu machen, dass sie nicht gewinnen kann → Westintegration, Remilitarisierung und starke Bündnisse mit Europa und den USA ▪ Glaubt, die Sowjets werden eines Tages aufgeben und für Verhandlungen bereit sein → impliziert, dass die Initiative von der UdSSR ausgehen wird ■ Sowjetunion muss die Stärke des Westens erkennen, um ein ehrliches Interesse an Verhandlungen zu entwickeln → Adenauers Politik der Stärke" = Vollendung der Integration Westdeutschlands, Stär- kung (West-)Europas, Aufbau eines starken Bündnisses mit den USA, Verteidigung der christlich- europäischen Kultur gegen den Kommunismus SPD (Carlo Schmid) ▪ Wiedervereinigung nur mit sowjetischer Zustimmung möglich Grundlage für eine Wiedervereinigung müssen freie Wahlen in beiden Teilen Deutschlands sein ▪ Fordert ein Ende der Politik der Stärke" (v.a. Wiederbewaffnung) und echte Verhandlungen mit der UdSSR → Westen solle überdies Russland einen Ausgleich für den Verlust der DDR verschaffen Spricht sich für eine Vermittlerrolle Ds zwischen Ost und West aus → Gegenstand der Blockbildung zu sein → impliziert, dass D selbst aktiv werden muss für Friedenserhalt und Wiedervereinigung 3. Beurteilung der ,,Stalin-Note" Die Stalin Note versprach: Wiedervereinigung Deutschlands als unabhängigem und friedfertigem Staat ▪ Abzug aller Alliierter aus Deutschland Deutschland als neutraler Staat mit einem rein defensiven Militär I Mögliche Gründe für Stalins Angebot: ▪ Unterbindung der sich abzeichnenden Remilitarisierung des Westens ▪ Verhinderung einer neuen Militärmacht Deutschland Echtes Interesse an Deutschland als Puffer zwischen den Systemen Mögliche Gründe für die Ablehnung durch den Westen: Sorge um einer sowjetischen Invasion in Deutschland → Deutschland ganz in sowjetischer Hand ▪ Sorge um Deutschland, dass es seine junge Demokratie verlieren könnte ▪ Wiedervereinigung hätte alliierte Präsenz in Deutschland beendet → Machtverlust der Alliierten ▪ Für die BRD: eine Annahme des Angebots hätte ein Ende des Schutzes durch die westlichen Alliier- ten bedeutet: Ende wirtschaftlicher Zusammenarbeit (die noch immer notwendig war); Angst vor öf- fentlicher Reaktion in Deutschland angesichts einer fahrlässigen Auslieferung Deutschlands an die UdSSR Hauptziel der SED: Planmäßiger Aufbau des Sozialismus nach marxistisch-leninistischer Theorie Wirtschaftliche Maßnahmen O Verstaatlichung von Industrie und Landwirtschaft O Zwangskollektivierung von Bauernhöfen (revolutionärer Prozess/Sowjetisierung) O Entschluss zur Erhöhung der Industrieproduktion und Arbeitsnormen um 10% Verdopplungen der Industrieproduktion Weiterhin Mangel an Konsumgütern ➡ Keine Verbesserung des Lebensstandards Politische Maßnahmen - O Allgemeine Kultur der Unterdrückung O Medienzensur Indoktrination durch Marxismus-Leninismus O Gründung der Stasi (1950) O Wiederbewaffnung 0 0 Ausgangslage - Bisherige Maßnahmen zum ,,planmäßigen Aufbau des Sozialismus" (1952): -Zentralisierung - Enteignung und Verstaatlichung - Zwangskollektivierung - Aufbau der Planwirtschaft mit Fünfjahresplänen Unmittelbar zuvor: - Erhöhung der Normen bei gleichen Löh Reaktionen des Volkes: - Aufstände in Berlin und vielen anderen Städten Die DDR 1953 und 1961: Maßnahmen zur Rettung des Sozialismus? Der Volksaufstand des 17.6.1953 Mauerbau am 13.8.1961 Forderungen des Volkes: - Verbesserung der Wirtschaftslage! - freie Wahlen und Meinungsfreiheit! - Wiedervereinigung mit der BRD! - Absetzung der Parteiführung (Ulbricht)! Reaktionen der DDR-Regierung: - - Ausnahmezustand - Einsatz sowjetischer Panzer - Verhaftungen und Todesurteile - Schuld trägt der Westen Volksaufstand/Juniaufstand 1953: In der BRD: 17. Juni als Nationalfeiertag bis 1990 (Tag der Deutschen Einheit) O Streiks und Unruhen in der ganzen DDR Einschreiten der sowjetischen Armee O DDR-Propaganda erklärt Aufstand als vom Westen verursacht (v.a. USA) Auswirkungen auf DDR-Bürger: Unzufriedenheit mit der Regierung und weiterhin keine Unterstützung für das DDR-Regime Reaktionen: Folgen: DDR-Bürger (v.a. Landwirte verlassen die DDR in Richtung Westen Proteste von Seiten der Kirche DDR-Regierung kann ihre Macht behaupten -> Fortsetzung der Integration in den Ostblock Politische Säuberungen in der DDR und SED Verbot der KPD in der BRD 17. Juni als Tag der deutschen Einheit in der BRD Ausgangslage: Flüchtlingsströme von DDR-Bürgern in den Westen nehmen nicht ab. - Die DDR blutet personell und wirtschaftlich aus. Unmittelbar zuvor: - Ulbr vor der Presse: „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten!" (15.06.1961) Reaktionen der DDR-Regierung: - Schließung der Grenzen nach Westen - Bau der Berliner Mauer (13.8.1961) - Errichtung eines Grenzzauns (Minen, Schießbefehl) Reaktionen der Bevölkerung / des Westens: - letzte Fluchtversuche von DDR-Bürgern und teilweise von DDR-Grenzern - Ohnmacht - Angst vor möglichen Folgen Danach in der DDR: Mauer = „anti-faschistischer Schutzwall" - weiterhin Fluchtversuche - Ausreiseanträge von DDR-Bürgern (meist nicht stattgegeben!) Mauerbau (1961): ► Markiert klares Vorher/Nachher ➤ Allerdings keine komplette Organisation, keine grundsätzliche Veränderung ► Neuer radikaler Schritt, den Tendenzen folgen Gründe: sprunghaft ansteigende Flüchtlingszahlen aufgrund von Versorgungsproblemen und wachsender Unzufriedenheit in der Bevölkerung, dies führte zu einem drohenden Wirtschaftskollaps wegen fehlender Arbeiter Davor gab es schon Grenzbefestigungen, allerdings war die Grenzlogistik in Berlin anders, einfacher zu flüchten Fast 800 Menschen verloren ihr Leben beim Versuch der Flucht Folgen: flüchten war nicht mehr möglich, man musste sich arrangieren; entweder Platz im System oder Rückzug ins Privatleben; Verhaftungswelle/Säuberung; wirtschaftliche System erholte sich Entwicklung der Bevölkerung in der BRD 1946: ca. 65 Millionen Menschen in der BRD Bis 1970: mehr Menschen in der BRD als im ehemaligen Deutschen Reich Starker Bevölkerungswachstum aufgrund von O Flüchtigen aus den Ostgebieten O Einwanderer aus der DDR Babyboom zwischen 1955 und 1970 O Entstehung vieler Großstädte durch den einsetzenden Wirtschaftswachstum ● ● Viele Gastarbeiter, die meisten kehrten jedoch zurück in ihr Herkunftsland Viele verschiedene Konfessionen Familien in der BRD klassischen Familienbild: Ehe zwischen Mann und Frau, Kinder, die Frau kümmert sich um den Haushalt und die Kinder, der Mann arbeitet Erwerbstätige Frauen waren unverheiratet oder verwitwet ● Die meisten der berufstätigen Frauen arbeiteten in Familienbetrieben In den 60er Jahren: neues Verhältnis zu Sexualität und Ehe Zulassung der Anti-Baby-Pille sorgte für moderne Familienplanung Wunsch nach Kinder trat in Hintergrund Liebe und Partnerschaft rückte in Vordergrund Mehr unverheiratete Paare, mehr Scheidungen Im Grundgesetz von 1949 zwar gleiche Rechte für alle, jedoch veraltetes Familien- und Eherecht, wodurch die Männer immer noch viele Vorrechte hatten 60er: Anfang der Emanzipationsbewegungen, Alice Schwarzer als führende deutsche Feministin Dank des Ausbaus des Bildungswesens waren immer mehr Frauen gut ausgebildet und der Anteil erwerbstätiger Frauen stieg kontinuierlich an Bis heute jedoch weniger Lohn für gleiche Arbeit Technischer Fortschritt entlastete Frauen im Haushalt Gründung von Frauenhäusern Wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Frauen- Geschlechterrollen Allerdings reagierte der Sozialstaat nur sehr langsam auf die gesellschaftlichen Veränderungen Entwicklung der Bevölkerung in der DDR Höhere Bevölkerungsdichte als BRD Starke Abnahme der Bevölkerung, da über 5 Millionen Menschen aus der DDR flohen ● Fehlen von Arbeitskräften wirkte sich negativ auf die Wirtschaft aus Zusätzlich sank die Geburtenrate ,,Staat in Staate": ca. 500.000 sowjetische Streitkräfte innerhalb der DDR, jedoch isoliert Familien in der DDR Arbeitsgesellschaft führte zu hohen Arbeitszeiten und überdurchschnittlichen Beschäftigungsgrad, vor allem bei Frauen und Rentnern -> Frauen waren für den Wiederaufbau sehr wichtig Gesellschaftliche Wertschätzung des Einzelnen hing von seinem Nutzen als Arbeitskraft ab Betriebe und Arbeitskollektiv wurden oft zur zweiten Familie Hohe Scheidungsrate ● Hohe Unabhängigkeit der Frauen Durch den anhaltende Geburtenrückgang und die höhere Zahl von Scheidungen wurde die Familie ausdrücklich unter den Schutz des Staates gestellt, was allerdings an der demografischen Entwicklung nichts änderte. Seit der 70er Jahren: mehr alternative Formen des Zusammenlebens ,,Emanzipation von oben": völlige Gleichstellung, gleiche Löhne, Schwangerschaftsabbrüche wurden erlaubt ● Allerdings ging es weniger um die Aufwertung der Frau, als um die Ausgleichung der fehlenden Arbeitskräfte und ein funktionierendes, sozialistisches System Viel mehr Frauen in der Berufswelt, allerdings oft Jobs mit niedrigeren Löhnen und niederem Rang Staatliche Kinderbetreuung Doppelbelastung blieb trotzdem bestehen, da sich die Geschlechterrollen im Privaten nicht wirklich änderten Ältere Bevölkerung in der BRD Schrittweise Überalterung der Gesellschaft nach dem 2. WK durch sinkende Geburtszahlen ● ● nach dem ,,Baby-Boom", durch bessere Lebensverhältnisse und durch den Anwerbestopp junger Gastarbeiter ab 1973 ● § Rückgang der Altersarmut durch niedrige Arbeitslosigkeit und steigende Renten § Seit 1972: Mehr Todesfälle als Geburten è Ende der 1970er: Probleme des ,,Generationenvertrages" § Probleme älterer Menschen v.a. durch eine sich immer schneller verändernde Welt Jugend in der BRD Kriegs- und Nachkriegsgeneration geprägt vom Verlust des Vaters und von Geschwistern Nachkriegsgeneration: kritisch gegenüber der Politik, Fokus auf privaten (beruflichen) Erfolg è Technisierung und Digitalisierung § Heute stärkere Isolation (aber auch größere Unabhängigkeit) von alten Menschen als früher durch Wegfall des klassischen ,,Mehrgenerationenhaushalts" Allmähliche Liberalisierung der Kindererziehung ab den 1960er Jahren (z.B. ,,antiautoritäre Erziehung") Zunehmender Wandel von Bildungsinhalten ab den späten 1960er Jahren: Sexualaufklärung, Empfängnisverhütung, Tabuthemen (Homosexualität, AIDS) Neues Jugendstrafrecht für 18-21-Jährige (ab 1953): im Einzelfall wird entschieden, ob Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht angewandt wird Körperliche Gewalt gegen Jugendliche immer mehr gesellschaftlich verpönt, in Schulen (1973) und im Privaten (2000) verboten Zunehmende Abkehr der Jugend von der Elterngeneration Entstehung einer eigenen Teenager- und Jugendkultur und von Subkulturen Senkung der Volljährigkeit von 21 auf 18 (1975) Seit den 1960er Jahren: größeres Freizeit- und Bildungsangebot, größere Konsummöglichkeiten (Jugendliche als Zielgruppe der Werbung) ● Abnabelungsprozess vom Elternhaus hat aber auch Kehrseite: Größere Teilhabe an „globalen ● Problemen", steigende Verkehrstote, Drogenprobleme Ältere Bevölkerung in der DDR ● Ebenfalls überalternde Gesellschaft, v.a. aber wegen der kontinuierlichen Bevölkerungsabwanderung bis zum Mauerbau § Ruhestand = gesellschaftliches Abseits, da nur geringe Renten und Bevorzugung der arbeitsfähigen Bevölkerung è hohe Alterserwerbstätigkeit ● Jugend in der DDR DDR-Jugend | = am meisten umworbene Gruppe in der ● § Geringe Wertschätzung für Rentner è sie durften problemlos in den Westen ausreisen; ihr Wegbleiben war für den Staat verkraftbar ● DDR Senkung der Volljährigkeit von 21 auf 18 (1950, damit 25 Jahre früher als in der BRD) berufliche Karriere hing von Bereitschaft ab, sich in das DDR-System einzufügen: Staatliche Kinderbetreuung, Schule → Indoktrination mit dem Marxismus-Leninismus, antiwestliche Feindbilder Jugendorganisationen der SED (Junge Pioniere, FDJ) Besondere Rolle des Sports: Förderung, Aushängeschilder des DDR-Sozialismus; aber auch: staatliches Doping! Einführung der staatlichen Jugendweihe (1954) als Übertrittsritual zum Erwachsensein Staatliche Beeinflussung der Jugendkultur zwischen Verboten und Zugeständnissen: (Verbote: angloamerikanische Musik, ausländische Radiosender, amerikanische Kleidung) ● Kurzzeitige Duldung und Liberalisierung 1963-1964 Rückkehr zu Verboten bei gleichzeitigem Versuch durch den Staat, die Jugend wieder für sich zu gewinnen Entstehung einer lebhaften Szene von jugendlichen Subkulturen v.a. in den 1970er und 80er Jahren, gerieten ins Visier der Staatssicherheit Trotz allem: Mehrheit der DDR-Jugend ging immer mehr auf Distanz zum Regime, der Reiz von Zeremonien (Jugendweihe) und staatlichen Organisationen (FDJ) nutzte sich in den Augen vieler Jugendlicher ab

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Die Frage der Wiedervereinigung im Kontext der Adenauer'schen Politik ▪ Oberstes Ziel der Adenauerpolitik: Sicherung der Freiheit und Sicherheit der BRD mithilfe der Westintegration → Bewahrung der BRD vor dem Kommunismus ▪ Wiedervereinigung daher nur zweitrangig Die Bundesrepublik Deutschland in den 1950er Jahren Die ,,Deutschlandfrage" in der ,,Ära Adenauer" ▪ FAZIT: Die Frage der Wiedervereinigung lässt sich nicht alleine lösen. Sie ist vielmehr Teil komple- xerer politischer Zusammenhänge 2. Die politischen Positionen der CDU und SPD in den frühen 1950er Jal ren CDU (Konrad Adenauer) Politik der Stärke" notwendig, um der UdSSR klar zu machen, dass sie nicht gewinnen kann → Westintegration, Remilitarisierung und starke Bündnisse mit Europa und den USA ▪ Glaubt, die Sowjets werden eines Tages aufgeben und für Verhandlungen bereit sein → impliziert, dass die Initiative von der UdSSR ausgehen wird ■ Sowjetunion muss die Stärke des Westens erkennen, um ein ehrliches Interesse an Verhandlungen zu entwickeln → Adenauers Politik der Stärke" = Vollendung der Integration Westdeutschlands, Stär- kung (West-)Europas, Aufbau eines starken Bündnisses mit den USA, Verteidigung der christlich- europäischen Kultur gegen den Kommunismus SPD (Carlo Schmid) ▪ Wiedervereinigung nur mit sowjetischer Zustimmung möglich Grundlage für eine Wiedervereinigung müssen freie Wahlen in beiden Teilen Deutschlands sein ▪ Fordert ein Ende der Politik der Stärke" (v.a. Wiederbewaffnung) und echte Verhandlungen mit der UdSSR → Westen solle überdies Russland einen Ausgleich für den Verlust der DDR verschaffen Spricht sich für eine Vermittlerrolle Ds zwischen Ost und West aus → Gegenstand der Blockbildung zu sein → impliziert, dass D selbst aktiv werden muss für Friedenserhalt und Wiedervereinigung 3. Beurteilung der ,,Stalin-Note" Die Stalin Note versprach: Wiedervereinigung Deutschlands als unabhängigem und friedfertigem Staat ▪ Abzug aller Alliierter aus Deutschland Deutschland als neutraler Staat mit einem rein defensiven Militär I Mögliche Gründe für Stalins Angebot: ▪ Unterbindung der sich abzeichnenden Remilitarisierung des Westens ▪ Verhinderung einer neuen Militärmacht Deutschland Echtes Interesse an Deutschland als Puffer zwischen den Systemen Mögliche Gründe für die Ablehnung durch den Westen: Sorge um einer sowjetischen Invasion in Deutschland → Deutschland ganz in sowjetischer Hand ▪ Sorge um Deutschland, dass es seine junge Demokratie verlieren könnte ▪ Wiedervereinigung hätte alliierte Präsenz in Deutschland beendet → Machtverlust der Alliierten ▪ Für die BRD: eine Annahme des Angebots hätte ein Ende des Schutzes durch die westlichen Alliier- ten bedeutet: Ende wirtschaftlicher Zusammenarbeit (die noch immer notwendig war); Angst vor öf- fentlicher Reaktion in Deutschland angesichts einer fahrlässigen Auslieferung Deutschlands an die UdSSR Hauptziel der SED: Planmäßiger Aufbau des Sozialismus nach marxistisch-leninistischer Theorie Wirtschaftliche Maßnahmen O Verstaatlichung von Industrie und Landwirtschaft O Zwangskollektivierung von Bauernhöfen (revolutionärer Prozess/Sowjetisierung) O Entschluss zur Erhöhung der Industrieproduktion und Arbeitsnormen um 10% Verdopplungen der Industrieproduktion Weiterhin Mangel an Konsumgütern ➡ Keine Verbesserung des Lebensstandards Politische Maßnahmen - O Allgemeine Kultur der Unterdrückung O Medienzensur Indoktrination durch Marxismus-Leninismus O Gründung der Stasi (1950) O Wiederbewaffnung 0 0 Ausgangslage - Bisherige Maßnahmen zum ,,planmäßigen Aufbau des Sozialismus" (1952): -Zentralisierung - Enteignung und Verstaatlichung - Zwangskollektivierung - Aufbau der Planwirtschaft mit Fünfjahresplänen Unmittelbar zuvor: - Erhöhung der Normen bei gleichen Löh Reaktionen des Volkes: - Aufstände in Berlin und vielen anderen Städten Die DDR 1953 und 1961: Maßnahmen zur Rettung des Sozialismus? 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Mauerbau (1961): ► Markiert klares Vorher/Nachher ➤ Allerdings keine komplette Organisation, keine grundsätzliche Veränderung ► Neuer radikaler Schritt, den Tendenzen folgen Gründe: sprunghaft ansteigende Flüchtlingszahlen aufgrund von Versorgungsproblemen und wachsender Unzufriedenheit in der Bevölkerung, dies führte zu einem drohenden Wirtschaftskollaps wegen fehlender Arbeiter Davor gab es schon Grenzbefestigungen, allerdings war die Grenzlogistik in Berlin anders, einfacher zu flüchten Fast 800 Menschen verloren ihr Leben beim Versuch der Flucht Folgen: flüchten war nicht mehr möglich, man musste sich arrangieren; entweder Platz im System oder Rückzug ins Privatleben; Verhaftungswelle/Säuberung; wirtschaftliche System erholte sich Entwicklung der Bevölkerung in der BRD 1946: ca. 65 Millionen Menschen in der BRD Bis 1970: mehr Menschen in der BRD als im ehemaligen Deutschen Reich Starker Bevölkerungswachstum aufgrund von O Flüchtigen aus den Ostgebieten O Einwanderer aus der DDR Babyboom zwischen 1955 und 1970 O Entstehung vieler Großstädte durch den einsetzenden Wirtschaftswachstum ● ● Viele Gastarbeiter, die meisten kehrten jedoch zurück in ihr Herkunftsland Viele verschiedene Konfessionen Familien in der BRD klassischen Familienbild: Ehe zwischen Mann und Frau, Kinder, die Frau kümmert sich um den Haushalt und die Kinder, der Mann arbeitet Erwerbstätige Frauen waren unverheiratet oder verwitwet ● Die meisten der berufstätigen Frauen arbeiteten in Familienbetrieben In den 60er Jahren: neues Verhältnis zu Sexualität und Ehe Zulassung der Anti-Baby-Pille sorgte für moderne Familienplanung Wunsch nach Kinder trat in Hintergrund Liebe und Partnerschaft rückte in Vordergrund Mehr unverheiratete Paare, mehr Scheidungen Im Grundgesetz von 1949 zwar gleiche Rechte für alle, jedoch veraltetes Familien- und Eherecht, wodurch die Männer immer noch viele Vorrechte hatten 60er: Anfang der Emanzipationsbewegungen, Alice Schwarzer als führende deutsche Feministin Dank des Ausbaus des Bildungswesens waren immer mehr Frauen gut ausgebildet und der Anteil erwerbstätiger Frauen stieg kontinuierlich an Bis heute jedoch weniger Lohn für gleiche Arbeit Technischer Fortschritt entlastete Frauen im Haushalt Gründung von Frauenhäusern Wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Frauen- Geschlechterrollen Allerdings reagierte der Sozialstaat nur sehr langsam auf die gesellschaftlichen Veränderungen Entwicklung der Bevölkerung in der DDR Höhere Bevölkerungsdichte als BRD Starke Abnahme der Bevölkerung, da über 5 Millionen Menschen aus der DDR flohen ● Fehlen von Arbeitskräften wirkte sich negativ auf die Wirtschaft aus Zusätzlich sank die Geburtenrate ,,Staat in Staate": ca. 500.000 sowjetische Streitkräfte innerhalb der DDR, jedoch isoliert Familien in der DDR Arbeitsgesellschaft führte zu hohen Arbeitszeiten und überdurchschnittlichen Beschäftigungsgrad, vor allem bei Frauen und Rentnern -> Frauen waren für den Wiederaufbau sehr wichtig Gesellschaftliche Wertschätzung des Einzelnen hing von seinem Nutzen als Arbeitskraft ab Betriebe und Arbeitskollektiv wurden oft zur zweiten Familie Hohe Scheidungsrate ● Hohe Unabhängigkeit der Frauen Durch den anhaltende Geburtenrückgang und die höhere Zahl von Scheidungen wurde die Familie ausdrücklich unter den Schutz des Staates gestellt, was allerdings an der demografischen Entwicklung nichts änderte. Seit der 70er Jahren: mehr alternative Formen des Zusammenlebens ,,Emanzipation von oben": völlige Gleichstellung, gleiche Löhne, Schwangerschaftsabbrüche wurden erlaubt ● Allerdings ging es weniger um die Aufwertung der Frau, als um die Ausgleichung der fehlenden Arbeitskräfte und ein funktionierendes, sozialistisches System Viel mehr Frauen in der Berufswelt, allerdings oft Jobs mit niedrigeren Löhnen und niederem Rang Staatliche Kinderbetreuung Doppelbelastung blieb trotzdem bestehen, da sich die Geschlechterrollen im Privaten nicht wirklich änderten Ältere Bevölkerung in der BRD Schrittweise Überalterung der Gesellschaft nach dem 2. WK durch sinkende Geburtszahlen ● ● nach dem ,,Baby-Boom", durch bessere Lebensverhältnisse und durch den Anwerbestopp junger Gastarbeiter ab 1973 ● § Rückgang der Altersarmut durch niedrige Arbeitslosigkeit und steigende Renten § Seit 1972: Mehr Todesfälle als Geburten è Ende der 1970er: Probleme des ,,Generationenvertrages" § Probleme älterer Menschen v.a. durch eine sich immer schneller verändernde Welt Jugend in der BRD Kriegs- und Nachkriegsgeneration geprägt vom Verlust des Vaters und von Geschwistern Nachkriegsgeneration: kritisch gegenüber der Politik, Fokus auf privaten (beruflichen) Erfolg è Technisierung und Digitalisierung § Heute stärkere Isolation (aber auch größere Unabhängigkeit) von alten Menschen als früher durch Wegfall des klassischen ,,Mehrgenerationenhaushalts" Allmähliche Liberalisierung der Kindererziehung ab den 1960er Jahren (z.B. ,,antiautoritäre Erziehung") Zunehmender Wandel von Bildungsinhalten ab den späten 1960er Jahren: Sexualaufklärung, Empfängnisverhütung, Tabuthemen (Homosexualität, AIDS) Neues Jugendstrafrecht für 18-21-Jährige (ab 1953): im Einzelfall wird entschieden, ob Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht angewandt wird Körperliche Gewalt gegen Jugendliche immer mehr gesellschaftlich verpönt, in Schulen (1973) und im Privaten (2000) verboten Zunehmende Abkehr der Jugend von der Elterngeneration Entstehung einer eigenen Teenager- und Jugendkultur und von Subkulturen Senkung der Volljährigkeit von 21 auf 18 (1975) Seit den 1960er Jahren: größeres Freizeit- und Bildungsangebot, größere Konsummöglichkeiten (Jugendliche als Zielgruppe der Werbung) ● Abnabelungsprozess vom Elternhaus hat aber auch Kehrseite: Größere Teilhabe an „globalen ● Problemen", steigende Verkehrstote, Drogenprobleme Ältere Bevölkerung in der DDR ● Ebenfalls überalternde Gesellschaft, v.a. aber wegen der kontinuierlichen Bevölkerungsabwanderung bis zum Mauerbau § Ruhestand = gesellschaftliches Abseits, da nur geringe Renten und Bevorzugung der arbeitsfähigen Bevölkerung è hohe Alterserwerbstätigkeit ● Jugend in der DDR DDR-Jugend | = am meisten umworbene Gruppe in der ● § Geringe Wertschätzung für Rentner è sie durften problemlos in den Westen ausreisen; ihr Wegbleiben war für den Staat verkraftbar ● DDR Senkung der Volljährigkeit von 21 auf 18 (1950, damit 25 Jahre früher als in der BRD) berufliche Karriere hing von Bereitschaft ab, sich in das DDR-System einzufügen: Staatliche Kinderbetreuung, Schule → Indoktrination mit dem Marxismus-Leninismus, antiwestliche Feindbilder Jugendorganisationen der SED (Junge Pioniere, FDJ) Besondere Rolle des Sports: Förderung, Aushängeschilder des DDR-Sozialismus; aber auch: staatliches Doping! Einführung der staatlichen Jugendweihe (1954) als Übertrittsritual zum Erwachsensein Staatliche Beeinflussung der Jugendkultur zwischen Verboten und Zugeständnissen: (Verbote: angloamerikanische Musik, ausländische Radiosender, amerikanische Kleidung) ● Kurzzeitige Duldung und Liberalisierung 1963-1964 Rückkehr zu Verboten bei gleichzeitigem Versuch durch den Staat, die Jugend wieder für sich zu gewinnen Entstehung einer lebhaften Szene von jugendlichen Subkulturen v.a. in den 1970er und 80er Jahren, gerieten ins Visier der Staatssicherheit Trotz allem: Mehrheit der DDR-Jugend ging immer mehr auf Distanz zum Regime, der Reiz von Zeremonien (Jugendweihe) und staatlichen Organisationen (FDJ) nutzte sich in den Augen vieler Jugendlicher ab