Der italienische Faschismus unter Mussolini
Der Faschismus entwickelte sich nach dem Ersten Weltkrieg als radikale politische Bewegung in Italien. Unter der Führung von Benito Mussolini formierten sich 1919 die ersten nationalistischen Kampfverbände, die "Fasci di combattimento". Mit Unterstützung des Bürgertums und der Großindustrie wuchs daraus die faschistische Massenbewegung, die sich 1921 als "Partito Nazionale Fascista" (PNF) etablierte.
Definition: Der Faschismus ist ein autoritäres politisches System, das sich durch Nationalismus, Führerkult, Antidemokratie und Gewaltbereitschaft auszeichnet.
Die Merkmale des Faschismus zeigten sich besonders deutlich in der Herrschaftsstruktur: Ein Einparteienstaat mit Mussolini als "Duce" an der Spitze, die Unterdrückung jeglicher Opposition, die Gleichschaltung aller gesellschaftlichen Bereiche und eine aggressive Expansionspolitik. Die Wirtschaft wurde in Korporationen organisiert und staatlich gelenkt.
Mussolinis imperialistische Ambitionen führten zur Annäherung an Hitler-Deutschland. 1936 wurde die "Achse Berlin-Rom" gegründet, 1939 folgte das Militärbündnis. Der Faschismus in Italien endete mit Mussolinis Absetzung 1943. Auf der Flucht wurde er 1945 von kommunistischen Partisanen erschossen.











