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The Sleeping Sickness - Karikatur

The Sleeping Sickness - Karikatur

 Geschichte GK Q1 DK
Bearbeitung:
Asli Aydin
Aufgabenteil a)
Der Imperialismus als Teil der Moderne
Neue Industriemächte fordern ihren Antei

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Geschichte GK Q1 DK Bearbeitung: Asli Aydin Aufgabenteil a) Der Imperialismus als Teil der Moderne Neue Industriemächte fordern ihren Anteil an Weltgeltung Seite 69, Aufgabe 1.) Betten Sie die Karikatur Q1 in ihren historischen Kontext ein. Gehen Sie dabei wie folgt vor: a) Beschreiben Sie die Elemente der Karikatur Q1. b) Arbeiten Sie die in der Karikatur Q1 Ihrer Meinung nach wichtigen enthaltenen Elemente heraus. c) Beurteilen Sie, inwieweit die US-amerikanische Karikatur historische Tatsachen widerspiegelt und inwieweit Verzerrungen/Verfälschungen erkennbar sind. 04.05.2021 Die vorliegende Karikatur des US-Künstlers Gordon Ross, welche den Titel „The Sleeping Sickness“ trägt und am 25. Oktober 1911 in dem US-Satiremagazin Punk erschien, behandelt einige Themengebiete: zunächst die tropische Schlafkrankheit, die ebenfalls im Titel inbegriffen ist, und des Weiteren ebenfalls die imperialistische Machtpolitik während des Zeitraumes binnen ungefähr 1870 bis 1914. Im Zentrum der Karikatur sitzt ein großer dunkelhäutiger Mann, welcher nur ein rotes Tuch um seinen Intimbereich trägt und dementsprechend am Rest des Körpers unbekleidet ist. Dieser lehnt sich während seines Schlafes an einen Baumstamm, der auf dem afrikanischen Kontinent liegt. In dem durch den zuvor beschriebenen dunkelhäutigen Mann entstehenden Schatten befindet sich eine weitere dunkelhäutige Person, die jedoch klein abgebildet ist. Diese trägt ebenfalls nur ein Gewand und sitzt auf ihren Knien. Während sie kniet, wird sie von einer Person ausgepeitscht, die eine belgische Flagge in der Hand hält. Sowohl...

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im Hintergrund als auch im Vordergrund der Karikatur repräsentieren einige Arbeiter und Herrscher die anderen europäischen Länder. Dazu gehören, neben Belgien, ebenfalls Spanien, Italien, Türkei, Frankreich, Portugal und das Deutsche Reich. Es ist erkennbar, dass der Mann, der die deutsche Flagge hebt, streckt seine Faust in Richtung des Mannes, der ein Repräsentant Frankreichs ist und eine Waffe in der Hand hält. In der oberen linken Bildhälfte ist überdies erkennbar, dass der spanische Repräsentant auf einer Moschee sitzt und von einer Bombe verfolgt wird. Des Weiteren muss erwähnt werden, dass jeweils die türkische Person und die italienische Person ihre Kanonen aufeinander zielen. Auf der rechten Bildhälfte sind zunächst im Hintergrund Pyramiden erkennbar, jedoch ist auch zu sehen, dass England seine Flaggen überall verteilt hat. So haben es auch die anderen zuvor aufgelisteten Länder gemacht, außer Deutschland, da die Flagge Deutschlands in der Luft gehalten wird. Was ebenfalls herausstechend ist, ist, dass sich unten links in der Karikatur der Schriftzug „AFRICA" befindet, der von vier männlichen Arbeitenden abgenommen wird. Geschichte GK Q1 DK Aufgabenteil b) Asli Aydin 04.05.2021 Im weiteren Verlauf des Textes werden die essenziellen Aspekte, die in der Beschreibung der Karikatur genannt wurden und für das Verstehen der Karikatur von Bedeutung sind, nochmals aufgegriffen und dabei erläutert beziehungsweise gedeutet. Der große dunkelhäutige Mann, welcher zentral in der Karikatur zu erkennen ist, stellt, wie vorher schon erwähnt, die tropische Schlafkrankheit dar, die in Afrika schnell und weit verbreitet wurde. Diese Krankheit bedeutete für das europäische Kontinent eine Gefahr, weshalb sie erstmals die Krankheit bekämpfen und dann Afrika einnehmen wollten, doch da die Krankheit sich über mehrere Jahrzehnte zog, nahmen die europäischen Länder trotz allem das afrikanische Kontinent ein. Dass diese mehreren europäischen Länder Anspruch auf afrikanische Gebiete nehmen, ist daran festzumachen, dass sie ihre Flaggen rund um den schlafenden Mann am Boden festigen, was auch an der Entfernung des Schriftzuges „AFRICA“ deutlich wird. Dies hängt mit der Berliner-Kongo- Konferenz (15.11.1884-26.2.1885) zusammen, bei welcher sich die Vertreter der europäischen Mächte und der USA zusammensetzten und ihre Unterschrift abgaben, wonach der sogenannte ,,Wettlauf um Afrika“ in der Zeit des Hochimperialismus startete. Die oben rechts abgebildeten Pyramiden, welche, wie es sonst gewöhnlicherweise erwartet wird, nicht Ägypten selbst gehören, sondern, wie erkennbar ist, England gehören, deuten auf die Beherrschung Ägyptens durch England an. Ähnlich ist es auch in der Quelle oben links, wobei der vermutliche König Spaniens, was durch seine Krone festgemacht werden kann, auf einer Moschee sitzt, was darauf hindeutet, dass es sich hier um eine Eroberung eines muslimischen Landes handelt, da Spanien selbst kein mehrheitlich muslimisches Land ist und auch nicht zu Afrika gehört. Es wird hier mit hoher Wahrscheinlichkeit illustriert, dass ein nordwestliches Land Afrikas eingenommen wird, was daran gesagt werden kann, dass sich der gerade beschriebene Teil der Karikatur ungefähr im nordwestlichen Bereich aufhält. Da Marokko ein an Spanien naheliegendes Land war und immer noch ist und Marokko sich im Nordwesten Afrikas befindet und ebenfalls mit aktuell 98,7% Muslimen ein muslimisches Land ist, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit die Hypothese aufgestellt werden, dass der Künstler auf die koloniale Herrschaft Spaniens von Afrika hindeuten wollte. Die Bombe, die auf den spanischen König zufliegt kommt aus einer nördlichen Seite, wobei nicht zu sehen ist, von wem sie kommt, was bedeutet, dass dies kein Angriff von den in der Karikatur abgebildeten Ländern ist, sondern vermutlich aus den USA kommt, welche sich im nordamerikanischen Kontinent befindet und Spanien angreift. Die Faust, die der deutsche Repräsentant streckt, wobei dieser vermutlich Kaiser Wilhelm der Zweite sein soll, zeigt das Verhältnis von Frankreich zum Deutschen Reich: Nachdem Bismarck durch sein geschicktes Bündnissystem das außenpolitische Ziel verfolgte, Frankreich zu isolieren und sogar mit Frankreich zwischen 1870 und 1871 Kriege führte, war das Verhältnis von Frankreich zum Deutschen Reich nicht friedlich. Auch wenn dem jungen Kaiser Wilhelm dem Zweiten die Ansichten Bismarcks nicht gefiel und er Bismarck sogar entließ um Selbstbestimmung über das Deutsche Reich zu erlangen, war die Annäherung von dem Deutschen Reich zu Frankreich bis einschließlich Januar 1963 erfolglos. Zusammengefasst kann gesagt werden, dass der Karikaturist viele Aspekte der imperialistischen Kolonialherrschaft in Afrika berücksichtigt und verständlich darstellt. Geschichte GK Q1 DK Asli Aydin 04.05.2021 Aufgabenteil c) Nachdem die Beschreibung und Deutung der Karikatur vollendet wurde, bleibt die Frage übrig, ob alle historischen Tatsachen in der Quelle die Realität widerspiegeln oder ob Verfälschungen beziehungsweise Verzerrungen angewandt wurden und warum oder warum nicht. Im Generellen werden die historischen Tatsachen durch den Karikaturisten nicht nur verständlich, sondern auch korrekt dargestellt, vor allem im Bezug darauf, dass Großbritannien das größte Gebiet Afrikas einnahm, Frankreich ebenfalls, während das Deutsche Reich und Portugal weniger Gebiete Afrikas einnahmen und Belgien, Italien und Spanien am wenigsten. Afrika war in der Zeit des Imperialismus ein Kontinent, an dem sich die Großmächte sehr vergnügt haben und das Kontinent so weit eingenommen haben, dass die afrikanischen Menschen keine Macht mehr hatten und im mehrheitlichen Maße sogar durch europäische Mächte gefangen genommen wurden. Im Gegensatz dazu existieren trotzdem einige Bereiche in der Karikatur, die unverständlich sind beziehungsweise unzureichend verdeutlicht werden. Dazu gehört zunächst, dass die Türkei gar kein Gebiet Afrikas einnahm, sondern lediglich von Italien angegriffen wurde, wobei es um die Einnahme Libyens ging. Das ist im eigentlichen Sinne auch korrekt dargestellt, da die türkische Flagge nicht am afrikanischen Boden festgesteckt wurde, jedoch ist es nicht ganz verständlich, da auch die deutsche Flagge nicht im Boden festgesteckt ist und Deutschland trotz dessen viele Teile Afrikas eingenommen hat. Des Weiteren sieht es in der Karikatur überwiegend so aus, dass England beziehungsweise Großbritannien das Übermaß an Gebieten erobert hat, wobei das in Wirklichkeit Frankreich war. Was aber meiner Meinung nach mangelhaft an der Karikatur ist, ist, dass USA gar nicht zu erkennen ist, was zwar vermutlich damit zusammenhängt, dass USA kein Gebiet Afrikas eingenommen hat, aber trotz dessen Teilnehmer der Berliner-Kongo-Konferenz (15.11.1884-26.2.1885) war, wobei ebenfalls durch die Unterschrift der amerikanischen Mächte überhaupt der „Wettlauf um Afrika" angefangen hat. Was aber noch merkwürdig ist, ist dass die USA zwar nicht explizit, jedoch implizit in die Karikatur einbezogen worden ist. Dies geschieht mit der Bombe, die von der linken Seite auf den spanischen König zufliegt, wobei jedoch nicht gezeigt wird, von wo sie kommt, aber vermutet werden kann, dass sie aus den nördlichen USA kommt, wobei dies darauf hindeutet, dass die USA Teile Spaniens beherrscht hat, wodurch Spanien verpflichtet war, neue Gebiete einzunehmen und sich dann an Marokko gewidmet hat. Der Grund, weshalb der Karikaturist nicht gezeigt hat, dass auch die USA in gewissem Maße was mit der Kolonialherrschaft Afrikas zu tun hat, könnte ebenfalls sein, dass er selber aus den USA stammt und seine eigene Nation nicht schlechtreden möchte. Jedoch sind im Großen und Ganzen wenig Verfälschungen erkennbar und die historischen Tatsachen im überwiegendem Maße korrekt illustriert.

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

Eine ausführliche Karikaturanalyse zur Karikatur „Sleeping Sickness“ mit Beschreibung, Deutung und Kommentar.

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Geschichte GK Q1 DK Bearbeitung: Asli Aydin Aufgabenteil a) Der Imperialismus als Teil der Moderne Neue Industriemächte fordern ihren Anteil an Weltgeltung Seite 69, Aufgabe 1.) Betten Sie die Karikatur Q1 in ihren historischen Kontext ein. Gehen Sie dabei wie folgt vor: a) Beschreiben Sie die Elemente der Karikatur Q1. b) Arbeiten Sie die in der Karikatur Q1 Ihrer Meinung nach wichtigen enthaltenen Elemente heraus. c) Beurteilen Sie, inwieweit die US-amerikanische Karikatur historische Tatsachen widerspiegelt und inwieweit Verzerrungen/Verfälschungen erkennbar sind. 04.05.2021 Die vorliegende Karikatur des US-Künstlers Gordon Ross, welche den Titel „The Sleeping Sickness“ trägt und am 25. Oktober 1911 in dem US-Satiremagazin Punk erschien, behandelt einige Themengebiete: zunächst die tropische Schlafkrankheit, die ebenfalls im Titel inbegriffen ist, und des Weiteren ebenfalls die imperialistische Machtpolitik während des Zeitraumes binnen ungefähr 1870 bis 1914. Im Zentrum der Karikatur sitzt ein großer dunkelhäutiger Mann, welcher nur ein rotes Tuch um seinen Intimbereich trägt und dementsprechend am Rest des Körpers unbekleidet ist. Dieser lehnt sich während seines Schlafes an einen Baumstamm, der auf dem afrikanischen Kontinent liegt. In dem durch den zuvor beschriebenen dunkelhäutigen Mann entstehenden Schatten befindet sich eine weitere dunkelhäutige Person, die jedoch klein abgebildet ist. Diese trägt ebenfalls nur ein Gewand und sitzt auf ihren Knien. Während sie kniet, wird sie von einer Person ausgepeitscht, die eine belgische Flagge in der Hand hält. Sowohl...

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Was ebenfalls herausstechend ist, ist, dass sich unten links in der Karikatur der Schriftzug „AFRICA" befindet, der von vier männlichen Arbeitenden abgenommen wird. Geschichte GK Q1 DK Aufgabenteil b) Asli Aydin 04.05.2021 Im weiteren Verlauf des Textes werden die essenziellen Aspekte, die in der Beschreibung der Karikatur genannt wurden und für das Verstehen der Karikatur von Bedeutung sind, nochmals aufgegriffen und dabei erläutert beziehungsweise gedeutet. Der große dunkelhäutige Mann, welcher zentral in der Karikatur zu erkennen ist, stellt, wie vorher schon erwähnt, die tropische Schlafkrankheit dar, die in Afrika schnell und weit verbreitet wurde. Diese Krankheit bedeutete für das europäische Kontinent eine Gefahr, weshalb sie erstmals die Krankheit bekämpfen und dann Afrika einnehmen wollten, doch da die Krankheit sich über mehrere Jahrzehnte zog, nahmen die europäischen Länder trotz allem das afrikanische Kontinent ein. Dass diese mehreren europäischen Länder Anspruch auf afrikanische Gebiete nehmen, ist daran festzumachen, dass sie ihre Flaggen rund um den schlafenden Mann am Boden festigen, was auch an der Entfernung des Schriftzuges „AFRICA“ deutlich wird. Dies hängt mit der Berliner-Kongo- Konferenz (15.11.1884-26.2.1885) zusammen, bei welcher sich die Vertreter der europäischen Mächte und der USA zusammensetzten und ihre Unterschrift abgaben, wonach der sogenannte ,,Wettlauf um Afrika“ in der Zeit des Hochimperialismus startete. Die oben rechts abgebildeten Pyramiden, welche, wie es sonst gewöhnlicherweise erwartet wird, nicht Ägypten selbst gehören, sondern, wie erkennbar ist, England gehören, deuten auf die Beherrschung Ägyptens durch England an. Ähnlich ist es auch in der Quelle oben links, wobei der vermutliche König Spaniens, was durch seine Krone festgemacht werden kann, auf einer Moschee sitzt, was darauf hindeutet, dass es sich hier um eine Eroberung eines muslimischen Landes handelt, da Spanien selbst kein mehrheitlich muslimisches Land ist und auch nicht zu Afrika gehört. Es wird hier mit hoher Wahrscheinlichkeit illustriert, dass ein nordwestliches Land Afrikas eingenommen wird, was daran gesagt werden kann, dass sich der gerade beschriebene Teil der Karikatur ungefähr im nordwestlichen Bereich aufhält. Da Marokko ein an Spanien naheliegendes Land war und immer noch ist und Marokko sich im Nordwesten Afrikas befindet und ebenfalls mit aktuell 98,7% Muslimen ein muslimisches Land ist, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit die Hypothese aufgestellt werden, dass der Künstler auf die koloniale Herrschaft Spaniens von Afrika hindeuten wollte. Die Bombe, die auf den spanischen König zufliegt kommt aus einer nördlichen Seite, wobei nicht zu sehen ist, von wem sie kommt, was bedeutet, dass dies kein Angriff von den in der Karikatur abgebildeten Ländern ist, sondern vermutlich aus den USA kommt, welche sich im nordamerikanischen Kontinent befindet und Spanien angreift. Die Faust, die der deutsche Repräsentant streckt, wobei dieser vermutlich Kaiser Wilhelm der Zweite sein soll, zeigt das Verhältnis von Frankreich zum Deutschen Reich: Nachdem Bismarck durch sein geschicktes Bündnissystem das außenpolitische Ziel verfolgte, Frankreich zu isolieren und sogar mit Frankreich zwischen 1870 und 1871 Kriege führte, war das Verhältnis von Frankreich zum Deutschen Reich nicht friedlich. Auch wenn dem jungen Kaiser Wilhelm dem Zweiten die Ansichten Bismarcks nicht gefiel und er Bismarck sogar entließ um Selbstbestimmung über das Deutsche Reich zu erlangen, war die Annäherung von dem Deutschen Reich zu Frankreich bis einschließlich Januar 1963 erfolglos. Zusammengefasst kann gesagt werden, dass der Karikaturist viele Aspekte der imperialistischen Kolonialherrschaft in Afrika berücksichtigt und verständlich darstellt. Geschichte GK Q1 DK Asli Aydin 04.05.2021 Aufgabenteil c) Nachdem die Beschreibung und Deutung der Karikatur vollendet wurde, bleibt die Frage übrig, ob alle historischen Tatsachen in der Quelle die Realität widerspiegeln oder ob Verfälschungen beziehungsweise Verzerrungen angewandt wurden und warum oder warum nicht. Im Generellen werden die historischen Tatsachen durch den Karikaturisten nicht nur verständlich, sondern auch korrekt dargestellt, vor allem im Bezug darauf, dass Großbritannien das größte Gebiet Afrikas einnahm, Frankreich ebenfalls, während das Deutsche Reich und Portugal weniger Gebiete Afrikas einnahmen und Belgien, Italien und Spanien am wenigsten. Afrika war in der Zeit des Imperialismus ein Kontinent, an dem sich die Großmächte sehr vergnügt haben und das Kontinent so weit eingenommen haben, dass die afrikanischen Menschen keine Macht mehr hatten und im mehrheitlichen Maße sogar durch europäische Mächte gefangen genommen wurden. Im Gegensatz dazu existieren trotzdem einige Bereiche in der Karikatur, die unverständlich sind beziehungsweise unzureichend verdeutlicht werden. Dazu gehört zunächst, dass die Türkei gar kein Gebiet Afrikas einnahm, sondern lediglich von Italien angegriffen wurde, wobei es um die Einnahme Libyens ging. Das ist im eigentlichen Sinne auch korrekt dargestellt, da die türkische Flagge nicht am afrikanischen Boden festgesteckt wurde, jedoch ist es nicht ganz verständlich, da auch die deutsche Flagge nicht im Boden festgesteckt ist und Deutschland trotz dessen viele Teile Afrikas eingenommen hat. Des Weiteren sieht es in der Karikatur überwiegend so aus, dass England beziehungsweise Großbritannien das Übermaß an Gebieten erobert hat, wobei das in Wirklichkeit Frankreich war. Was aber meiner Meinung nach mangelhaft an der Karikatur ist, ist, dass USA gar nicht zu erkennen ist, was zwar vermutlich damit zusammenhängt, dass USA kein Gebiet Afrikas eingenommen hat, aber trotz dessen Teilnehmer der Berliner-Kongo-Konferenz (15.11.1884-26.2.1885) war, wobei ebenfalls durch die Unterschrift der amerikanischen Mächte überhaupt der „Wettlauf um Afrika" angefangen hat. Was aber noch merkwürdig ist, ist dass die USA zwar nicht explizit, jedoch implizit in die Karikatur einbezogen worden ist. Dies geschieht mit der Bombe, die von der linken Seite auf den spanischen König zufliegt, wobei jedoch nicht gezeigt wird, von wo sie kommt, aber vermutet werden kann, dass sie aus den nördlichen USA kommt, wobei dies darauf hindeutet, dass die USA Teile Spaniens beherrscht hat, wodurch Spanien verpflichtet war, neue Gebiete einzunehmen und sich dann an Marokko gewidmet hat. Der Grund, weshalb der Karikaturist nicht gezeigt hat, dass auch die USA in gewissem Maße was mit der Kolonialherrschaft Afrikas zu tun hat, könnte ebenfalls sein, dass er selber aus den USA stammt und seine eigene Nation nicht schlechtreden möchte. Jedoch sind im Großen und Ganzen wenig Verfälschungen erkennbar und die historischen Tatsachen im überwiegendem Maße korrekt illustriert.