Migration: Push- und Pull-Faktoren der Völkerwanderung
Die Völkerwanderung der Germanen wurde durch verschiedene Push- und Pull-Faktoren beeinflusst. Diese Konzepte, die auf Seneca zurückgehen, erklären die Gründe für Wanderungsbewegungen von Stämmen und Völkern.
Push-Faktoren (Gründe für die Abwanderung):
- Krieg, Flucht, Vertreibung
- Innenpolitischer Streit
- Überbevölkerung
- Ressourcenknappheit
- Naturkatastrophen
- Seuchen
- Nahrungsunsicherheit/Versorgungsprobleme
Pull-Faktoren (Gründe für die Zuwanderung):
- Bessere Siedlungsbedingungen
- Bessere Erwerbsbedingungen
- Bessere Versorgungsbedingungen
- Frieden
- Hoffnung auf Verbesserung der Lebenssituation
Example: Ein Beispiel für einen Push-Faktor während der Völkerwanderung war der Einfall der Hunnen um 375 n. Chr., der viele germanische Stämme zur Flucht zwang.
Vocabulary: Push- und Pull-Faktoren sind Konzepte, die in der Migrationsforschung verwendet werden, um die Ursachen von Wanderungsbewegungen zu erklären.
Der Begriff "Völkerwanderung" hat sich im Laufe der Zeit gewandelt:
- Umgangssprachlich wird er heute oft im Zusammenhang mit der "Flüchtlingskrise" verwendet.
- Geschichtswissenschaftlich bezeichnet er die Abwanderung einer geschlossenen Gruppe von Menschen zur Ansiedlung an einem anderen Ort.
- Die eigentliche Völkerwanderungszeit wird auf ca. 375-568 n. Chr. datiert und beschreibt die Wanderungsbewegungen germanischer Stämme über die Grenzen des Römischen Reiches.
Definition: Die Völkerwanderung war das Ergebnis einer mehr als 200 Jahre andauernden inneren Krise, die zum Ende des Weströmischen Reiches führte.









