Weimarer Republik

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Weimarer Republik:
1. Kriegsniederlage im Oktober 1918:
- Obwohl die Lage im Krieg der Deutschen aussichtslos war, befahl

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- Novemberrevolution - doppelte Ausrufung der Republik - Dolchstoßlegende - Spartakusaufstand - Weimarer Verfassung - Versailler Friedensvertrag - Krisenjhr 1923

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Weimarer Republik Weimarer Republik: 1. Kriegsniederlage im Oktober 1918: - Obwohl die Lage im Krieg der Deutschen aussichtslos war, befahl die Leitung der Deutschen Flotte (OHL - Hindeburg und Ludendorff), dass die Deutschen in eine letzte Schlacht gegen die Britisch Royal Navy ziehen musste - Matrosen in Wilhelmshaven reagierten mit einem Aufstand, sie wussten, dass sie diese Schlacht nicht gewinnen können, sie bezeichneten es als Selbstmordkommando oder auch Himmelsfahrtkommando - Matrosenaufstand: die Matrosen wussten, dass sie bei dem Angirff sterben würden, es wird jedoch heißen „sie haben tapfer gekämpft" - Die Matrosen streiken um diese Schlacht nicht bestreiten zu müssen - den streikenden Matrosen schließen sich Soldaten und Arbeiter an, die mit der Regierung nicht zufrieden sind - in ganz Deutschland bilden sich Arbeiter- und Soldatenräte. Die Räte fordern ein neues politisches System 2. Novemberrevolution: - nach der Bildung der Räte, breitet sich in ganz Deutschland die Novemberrevolution (auch ,,Revolution von unten") aus - die Revolution fordert die Abdankung des Kaisers, dieser weigert sich jedoch abzudanken - Aus Angst verkündet Reichskanzler Max von Baden seinen eigenen Rücktritt und zusätzlich die Abdankung des Kaisers - Friedrich Ebert wird zum neuen Reichskanzler ernannt 3. Ausrufen der Republiken im November 1918: - Friedrich Ebert und Phillip Scheidemann (SPD) erfuhren, dass Karl Liebknecht (USPD/Spartakusbund) die Freie sozialistische Republik ausrufen wollte - Ebert...

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drängte Scheidemann dazu, die Republik vor Liebknecht auszurufen - demokratische Republik: Phillip Scheidemann (SPD) - sozialistische Republik: Karl Liebknecht (USPD) - Lösung dieser doppelten Ausrufung: Übergangsregierung: Rat der Volksbeauftragten - am 10. November wurde die revolutionäre Übergangsregierung von 3000 Arbeiter- und Soldatenräten bestätigt 4. Parlamentarische/demokratische Republik vs. Räte/sozialistische Republik: - MSPD: parlamentarische Demokratie, bei der die vom Volk gewählten Parteien die Macht haben USPD: sozialistische Rätedemokratie, Veränderung gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Verhältnisse zugunsten der Arbeiter. Die Macht liegt bei den Arbeiter- und Soldatenräten 5. Waffenstillstandsvertrag: - der Waffenstillstandsvertrag wurde am 11.11.1918 vom Rat der Volksbeauftragten unterschrieben - dieser Vertrag kam für die Bevölkerung sehr überraschend, da sie davon ausgingen, den Krieg zu gewinnen - dem Volk wurde gesagt, die Deutschen seien im Felde unbesiegt - der Vertrag war ausschlaggebend für das Ende des ersten Weltkrieges 6. Dolchstoßlegende: - das Deutsche Heer, so wurde es der Bevölkerung erzählt, war im Felde unbesiegt, keine feindlichen Truppen betraten je den Deutschen Grund - die Dolchstoßlegende besagt, dass nur der Vertrag der Sozialdemokraten zur Niederlage Deutschlands geführt hatte. Damit sollte die Schuld an der Niederlage des Deutschen Reiches auf die Sozialdemokraten abgewälzt werden - - Dem Volk wurde gesagt, dass das deutsche Heer an der Front gesiegt hatte, aber von hinten einen Dolch in den Rücken bekam, weil die Sozialdemokraten gegen den Krieg agiert hätten - mit der Legende versuchte die OHL genutzt, um sich aus der Verantwortung zu ziehen 7. Spartakusaufstand im Januar 1919: - der Rat der Volksbeauftragten bildete noch immer die Regierung, doch die bevorstehende Nationalversammlung sollte eine neue Regierung und vor allem eine Verfassung bestimmen - - die Spartakisten wollten die Wahl der Nationalversammlung verhindern, da sie stattdessen eine eigene Räterepublik errichten wollten Infolge des Aufstandes wurden die Anführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht im geheimen ermordet 8. Wahl zur Nationalversammlung: - im Januar fanden die Wahlen zu einer Verfassungsgebenden Nationalversammlung statt, bei der erstmals Frauen wählen durften. Das Wahlalter wurde auf 20 Jahre runtergesetzt - die Nationalversammlung beinhaltete das Gesetz über die vorläufige Reichsgewalt, in diesem Gesetz wurde die sofortige Wahl eines Reichspräsidenten veranlasst Berufung einer parlamentarischen Regierung: Regierung, die durch ein Parlament kontrolliert wurde - Schaffung einer Verfassung - die Wahl gewann mit insgesamt 76% die sog. Weimarer Koalition (SPD, Zentrum, DDP) -> Friedrich Ebert (Reichspräsident), Phillip Scheidemann (Reichskanzler) 9. Weimarer Verfassung: - am 31. Juli 1919 wurde die Weimarer Verfassung mit einer große Mehrheit von der Nationalversammlung angenommen 10. Merkmale der Verfassung: 1. Verhältniswahlrecht - es wurde ein allgemeines Wahlrecht für Männer und Frauen eingeführt, somit durften Frauen erstmals an einer Wahl teilnehmen 2. Wahl des Reichspräsidenten: - - die Poition des Reichspräsidenten wurde direkt durch das Volkr gewählt - - das Volk konnte durch die Wahl viel steuern, z. B. die Ernennung des Reichskanzlers, oder den Oberbefehl über das Militär 3. Volksbegehren: - Volksbegehren und Volksentscheide waren zentrale Elemente in der Verfassung - das deutsche Volk hatte direkten Einfluss auf politische Entscheidungen und konnte Gesetze vorschlagen 4. Parlament: - Parlament = Reichstag - kontrolliert den Reichspräsidenten (parlamentarische Demokratie) - wird direkt vom Volk auf 4 Jahre gewählt - Legislative: kann Gesetze in Kraft setzen 5. Liberale- und Soziale Grundrechte: - Sozialversicherungswesen führte zur Gründung einer Arbeitslosenversicherung 6. Volkssouveränität: - die Macht ging durch die Wahlen direkt vom Volk aus 7. starke Stellung des Reichspräsidenten: ernennt/entläßt Reichskanzler/Reichsminister - konnte mit Artikel 25 den Reichstag auflösen - Oberbefehl über das Heer - Konnte durch Artikel 48 per Notverordnung regieren 8. keine Sperrklausel für Parteien/Verfassungsschutz: - keine Prozenthürde -> es kamen viele kleine Parteien in den Reichstag, was zu einer Zersplitterung des Reichstags mit ständig wechselnden Koalitionen und Regierungen führte - es gab keinen Schutzmechanismus gegen Parteien, die offen gegen die Demokratie waren. So konnten Parteien wie die KPD oder später die NSDAP offen gegen die Demokratie hetzen und so Leute auf ihre Seite ziehen 11. Versailler Friedensverträge im Juni 1919: - Versailler Friedensverhandlungen wurden von der USA (Woodrow Wilson), Großbritannien (David Liod George), Frankreich (Georges Clemenceau) und Deutschland (Hermann Müller, SPD, und Johannes Bell) unterzeichnet. - Von den Verhandlungen war Deutschland komplett ausgeschlossen. - Phillip Scheidemann musste als Regierungschef zurücktreten, so mussten andere den Vertrag an seiner Stelle unterzeichnen. - Vor der Unterzeichnung hatte sich die Nationalversammlung mehrheitlich für die Unterschrift entschieden. - Die Unterzeichner des Friedensvertrags (Sozialdemokraten) wurden von den Rechten als Vaterlandsverräter bezeichnet. - Am 28. Juni 1919 wurde der Vertrag im Spiegelsaal von Versailles unterzeichnet 12. Inhalte des Vertrags: 1. Territoriale Abtretungen: - Oberschlesien, Posen, Westpreußen an Polen - Elsass-Lothringen an Frankreich - Insgesamt verlor das Deutsche Reich 13% ihres Staatsgebietes und 10% ihrer Bevölkerung 2. Entwaffnung: - Entmilitarisierte Zone am Rhein - Verbot der allgemeinen Wehrpflicht; Reduzierung des Heers auf 100.000 Mann - Verbot von Luftwaffen und U-Booten - Zerstörung von schwerem Kriegsmaterial 3. Kriegsschuld und Reparationen - Deutschland musste die alleinige Kriegsschuld anerkennen (Artikel 231) - Deutschland musste sich zu Wiedergutmachungs-Zahlungen, sogenannten Reparationszahlungen bereit erklären 13. Folgen des Versailler Vertrags für Deutschland: - Die wirtschaftliche Machtposition Deutschlands wurde sehr geschwächt, zum einen durch die Gebietsabtretungen und zum anderen Aufgrund von internationaler Isolation. Denn durch den Vertrag verlor Deutschland 80% seiner Eisenerzvorkommen, 28% seiner Steinkohleförderung und ca. 10% seiner landwirtschaftlichen Nutzfläche und viele ihrer internationalen Handelspartner. - Vor allem der Verlust von Elsass-Lothringen traf Deutschland hart, da dieses Gebiet als ,,Kornkammer" galt, denn von dort wurde der größte Teil des Getreidebedarfs von Deutschland gedeckt. - Auch Innenpolitisch hatte der Versailler Vertrag Folgen, denn er führte zu den Aufständen, Putschversuchen und politischen Morde in den Krisenjahren zwischen 1920 und 1923. - Eine große Belastung war vor allem, dass die junge Republik von den deutschen mit Niederlage identifiziert wurde und das Kaiserreich mit schönen, unbeschwerten Zeiten. - Die Bürger konnten und wollten sich nicht mit der Demokratie identifizieren. - Der Friedensvertrag war für alle eine große Demütigung, der Vertrag wurde unter anderem als ,,Schandvertrag" oder auch ,,Versailler Diktat" betitelt. - Die Unterzeichner des Vertrages wurden als Verräter beschimpft, einige von ihnen wurden sogar ermordet. 14. Wirtschaftliche Lasten durch den Vertrag: - Der Vertrag verpflichtete zum Zahlen von sehr hohen Reparationszahlungen, zu denen Deutschland zum Teil überhaupt nicht Fähig war sie zu Zahlen. - Deutschland war durch die internationale Isolation wirtschaftlich sehr geschwächt. 15. Vertrag von Rapallo im April 1922: - Wegen der internationalen Isolation wurde im April 1922 der Vertrag von Rapallo zwischen Deutschland und Russland geschlossen. - Mit dem Vertrag nahmen beide Länder ihre diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen wieder auf. Dabei ging es in erster Lage um gegenseitige Unterstützung und den Verzicht von Reparationszahlungen und anderen Entschädigungen. - Dennoch verschlechterte sich der Zustand der wirtschaftlichen Situation Deutschland. Daraufhin stellte die Deutsche Regierung die Reparationszahlungen ein. 16. Besetzung des Ruhrgebiets im Januar 1923: - Als Deutschland die Reparationszahlungen einstellte, marschierten im Januar hunderttausend Französische und Belgische Soldaten in das Ruhrgebiet ein, um die dortige Kohleindustrie als Pfand zu sichern. - Der Staat ruf die Bevölkerung daraufhin auf, die Arbeit nierderzulegen und zu streiken. - Die war die Kohleindustrie monatelang stillgelegt, dadurch verstärkte sich die bereits entstehende Inflation, da die Regierung die Bezahlung der Streikenden übernahm und dafür Geld einfach neu druckte. 17. Inflation/Hyperinflation: - Aufgrund der hohen Reparationszahlungen und der Ruhrbesetzung kam es 1923 zur Hyperinflation, sodass sich der Reichskanzler im September gezwungen sah den Streik / den passiven Widerstand aufzulösen. - Millionen Menschen verarmten, verloren ihre Arbeit oder litten unter Hunger und Mangelernährung. - Deutschland musste zurück zu einer stabilen Währung, sodass die Reichsregierung die deutsche Rentenbank gründete. - Die Bank begann ab dem 15. November 1923 die Rentenmark Is neues Zahlungsmittel herauszugeben. - Dadurch wurde die Inflation und auch der illegale Schwarzmarkt-Handel vorerst gestoppt. EXEKUTIVE "Ersatzkaiser" Reichspräsident Oberbefehl Reichs- wehr ernennt und entlässt Reichs- kanzler wählen alle 7 Jahre löst auf Reichs- regierung Minister entsenden LEGISLATIVE ernennt auf Vorschlag des Reichsrates kann nach Art. 48 Notverordnungen erlassen¹ gewährt oder entzieht Vertrauen Reichsrat Ein- 66 Delegierte spruch der Länder Regie- rungen der Länder- 18 Länder wählen parlamente Reichstag Abgeord- nete auf 4 Jahre wählen nach Verhältnis- wahlrecht JURISDIKTION wählen Wahlberechtigte Bevölkerung (alle Frauen und Männer über 20 Jahre; direkte Beteiligung an der Gesetzgebung durch Volksbegehren und Volksentscheid) 1 Reichstag kann mit Mehrheit der Stimmen Notverordnungen aufheben Reichs- gericht als oberste Instanz, Entscheidung bei Kon- flikten zwischen Reich und Ländern

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Vielen Dank, wirklich hilfreich für mich, da wir gerade genau das Thema in der Schule haben 😁

- Novemberrevolution - doppelte Ausrufung der Republik - Dolchstoßlegende - Spartakusaufstand - Weimarer Verfassung - Versailler Friedensvertrag - Krisenjhr 1923

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Weimarer Republik Weimarer Republik: 1. Kriegsniederlage im Oktober 1918: - Obwohl die Lage im Krieg der Deutschen aussichtslos war, befahl die Leitung der Deutschen Flotte (OHL - Hindeburg und Ludendorff), dass die Deutschen in eine letzte Schlacht gegen die Britisch Royal Navy ziehen musste - Matrosen in Wilhelmshaven reagierten mit einem Aufstand, sie wussten, dass sie diese Schlacht nicht gewinnen können, sie bezeichneten es als Selbstmordkommando oder auch Himmelsfahrtkommando - Matrosenaufstand: die Matrosen wussten, dass sie bei dem Angirff sterben würden, es wird jedoch heißen „sie haben tapfer gekämpft" - Die Matrosen streiken um diese Schlacht nicht bestreiten zu müssen - den streikenden Matrosen schließen sich Soldaten und Arbeiter an, die mit der Regierung nicht zufrieden sind - in ganz Deutschland bilden sich Arbeiter- und Soldatenräte. Die Räte fordern ein neues politisches System 2. Novemberrevolution: - nach der Bildung der Räte, breitet sich in ganz Deutschland die Novemberrevolution (auch ,,Revolution von unten") aus - die Revolution fordert die Abdankung des Kaisers, dieser weigert sich jedoch abzudanken - Aus Angst verkündet Reichskanzler Max von Baden seinen eigenen Rücktritt und zusätzlich die Abdankung des Kaisers - Friedrich Ebert wird zum neuen Reichskanzler ernannt 3. Ausrufen der Republiken im November 1918: - Friedrich Ebert und Phillip Scheidemann (SPD) erfuhren, dass Karl Liebknecht (USPD/Spartakusbund) die Freie sozialistische Republik ausrufen wollte - Ebert...

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Waffenstillstandsvertrag: - der Waffenstillstandsvertrag wurde am 11.11.1918 vom Rat der Volksbeauftragten unterschrieben - dieser Vertrag kam für die Bevölkerung sehr überraschend, da sie davon ausgingen, den Krieg zu gewinnen - dem Volk wurde gesagt, die Deutschen seien im Felde unbesiegt - der Vertrag war ausschlaggebend für das Ende des ersten Weltkrieges 6. Dolchstoßlegende: - das Deutsche Heer, so wurde es der Bevölkerung erzählt, war im Felde unbesiegt, keine feindlichen Truppen betraten je den Deutschen Grund - die Dolchstoßlegende besagt, dass nur der Vertrag der Sozialdemokraten zur Niederlage Deutschlands geführt hatte. Damit sollte die Schuld an der Niederlage des Deutschen Reiches auf die Sozialdemokraten abgewälzt werden - - Dem Volk wurde gesagt, dass das deutsche Heer an der Front gesiegt hatte, aber von hinten einen Dolch in den Rücken bekam, weil die Sozialdemokraten gegen den Krieg agiert hätten - mit der Legende versuchte die OHL genutzt, um sich aus der Verantwortung zu ziehen 7. Spartakusaufstand im Januar 1919: - der Rat der Volksbeauftragten bildete noch immer die Regierung, doch die bevorstehende Nationalversammlung sollte eine neue Regierung und vor allem eine Verfassung bestimmen - - die Spartakisten wollten die Wahl der Nationalversammlung verhindern, da sie stattdessen eine eigene Räterepublik errichten wollten Infolge des Aufstandes wurden die Anführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht im geheimen ermordet 8. Wahl zur Nationalversammlung: - im Januar fanden die Wahlen zu einer Verfassungsgebenden Nationalversammlung statt, bei der erstmals Frauen wählen durften. Das Wahlalter wurde auf 20 Jahre runtergesetzt - die Nationalversammlung beinhaltete das Gesetz über die vorläufige Reichsgewalt, in diesem Gesetz wurde die sofortige Wahl eines Reichspräsidenten veranlasst Berufung einer parlamentarischen Regierung: Regierung, die durch ein Parlament kontrolliert wurde - Schaffung einer Verfassung - die Wahl gewann mit insgesamt 76% die sog. Weimarer Koalition (SPD, Zentrum, DDP) -> Friedrich Ebert (Reichspräsident), Phillip Scheidemann (Reichskanzler) 9. Weimarer Verfassung: - am 31. Juli 1919 wurde die Weimarer Verfassung mit einer große Mehrheit von der Nationalversammlung angenommen 10. Merkmale der Verfassung: 1. Verhältniswahlrecht - es wurde ein allgemeines Wahlrecht für Männer und Frauen eingeführt, somit durften Frauen erstmals an einer Wahl teilnehmen 2. Wahl des Reichspräsidenten: - - die Poition des Reichspräsidenten wurde direkt durch das Volkr gewählt - - das Volk konnte durch die Wahl viel steuern, z. B. die Ernennung des Reichskanzlers, oder den Oberbefehl über das Militär 3. Volksbegehren: - Volksbegehren und Volksentscheide waren zentrale Elemente in der Verfassung - das deutsche Volk hatte direkten Einfluss auf politische Entscheidungen und konnte Gesetze vorschlagen 4. Parlament: - Parlament = Reichstag - kontrolliert den Reichspräsidenten (parlamentarische Demokratie) - wird direkt vom Volk auf 4 Jahre gewählt - Legislative: kann Gesetze in Kraft setzen 5. Liberale- und Soziale Grundrechte: - Sozialversicherungswesen führte zur Gründung einer Arbeitslosenversicherung 6. Volkssouveränität: - die Macht ging durch die Wahlen direkt vom Volk aus 7. starke Stellung des Reichspräsidenten: ernennt/entläßt Reichskanzler/Reichsminister - konnte mit Artikel 25 den Reichstag auflösen - Oberbefehl über das Heer - Konnte durch Artikel 48 per Notverordnung regieren 8. keine Sperrklausel für Parteien/Verfassungsschutz: - keine Prozenthürde -> es kamen viele kleine Parteien in den Reichstag, was zu einer Zersplitterung des Reichstags mit ständig wechselnden Koalitionen und Regierungen führte - es gab keinen Schutzmechanismus gegen Parteien, die offen gegen die Demokratie waren. So konnten Parteien wie die KPD oder später die NSDAP offen gegen die Demokratie hetzen und so Leute auf ihre Seite ziehen 11. Versailler Friedensverträge im Juni 1919: - Versailler Friedensverhandlungen wurden von der USA (Woodrow Wilson), Großbritannien (David Liod George), Frankreich (Georges Clemenceau) und Deutschland (Hermann Müller, SPD, und Johannes Bell) unterzeichnet. - Von den Verhandlungen war Deutschland komplett ausgeschlossen. - Phillip Scheidemann musste als Regierungschef zurücktreten, so mussten andere den Vertrag an seiner Stelle unterzeichnen. - Vor der Unterzeichnung hatte sich die Nationalversammlung mehrheitlich für die Unterschrift entschieden. - Die Unterzeichner des Friedensvertrags (Sozialdemokraten) wurden von den Rechten als Vaterlandsverräter bezeichnet. - Am 28. Juni 1919 wurde der Vertrag im Spiegelsaal von Versailles unterzeichnet 12. Inhalte des Vertrags: 1. Territoriale Abtretungen: - Oberschlesien, Posen, Westpreußen an Polen - Elsass-Lothringen an Frankreich - Insgesamt verlor das Deutsche Reich 13% ihres Staatsgebietes und 10% ihrer Bevölkerung 2. Entwaffnung: - Entmilitarisierte Zone am Rhein - Verbot der allgemeinen Wehrpflicht; Reduzierung des Heers auf 100.000 Mann - Verbot von Luftwaffen und U-Booten - Zerstörung von schwerem Kriegsmaterial 3. Kriegsschuld und Reparationen - Deutschland musste die alleinige Kriegsschuld anerkennen (Artikel 231) - Deutschland musste sich zu Wiedergutmachungs-Zahlungen, sogenannten Reparationszahlungen bereit erklären 13. Folgen des Versailler Vertrags für Deutschland: - Die wirtschaftliche Machtposition Deutschlands wurde sehr geschwächt, zum einen durch die Gebietsabtretungen und zum anderen Aufgrund von internationaler Isolation. Denn durch den Vertrag verlor Deutschland 80% seiner Eisenerzvorkommen, 28% seiner Steinkohleförderung und ca. 10% seiner landwirtschaftlichen Nutzfläche und viele ihrer internationalen Handelspartner. - Vor allem der Verlust von Elsass-Lothringen traf Deutschland hart, da dieses Gebiet als ,,Kornkammer" galt, denn von dort wurde der größte Teil des Getreidebedarfs von Deutschland gedeckt. - Auch Innenpolitisch hatte der Versailler Vertrag Folgen, denn er führte zu den Aufständen, Putschversuchen und politischen Morde in den Krisenjahren zwischen 1920 und 1923. - Eine große Belastung war vor allem, dass die junge Republik von den deutschen mit Niederlage identifiziert wurde und das Kaiserreich mit schönen, unbeschwerten Zeiten. - Die Bürger konnten und wollten sich nicht mit der Demokratie identifizieren. - Der Friedensvertrag war für alle eine große Demütigung, der Vertrag wurde unter anderem als ,,Schandvertrag" oder auch ,,Versailler Diktat" betitelt. - Die Unterzeichner des Vertrages wurden als Verräter beschimpft, einige von ihnen wurden sogar ermordet. 14. Wirtschaftliche Lasten durch den Vertrag: - Der Vertrag verpflichtete zum Zahlen von sehr hohen Reparationszahlungen, zu denen Deutschland zum Teil überhaupt nicht Fähig war sie zu Zahlen. - Deutschland war durch die internationale Isolation wirtschaftlich sehr geschwächt. 15. Vertrag von Rapallo im April 1922: - Wegen der internationalen Isolation wurde im April 1922 der Vertrag von Rapallo zwischen Deutschland und Russland geschlossen. - Mit dem Vertrag nahmen beide Länder ihre diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen wieder auf. Dabei ging es in erster Lage um gegenseitige Unterstützung und den Verzicht von Reparationszahlungen und anderen Entschädigungen. - Dennoch verschlechterte sich der Zustand der wirtschaftlichen Situation Deutschland. Daraufhin stellte die Deutsche Regierung die Reparationszahlungen ein. 16. Besetzung des Ruhrgebiets im Januar 1923: - Als Deutschland die Reparationszahlungen einstellte, marschierten im Januar hunderttausend Französische und Belgische Soldaten in das Ruhrgebiet ein, um die dortige Kohleindustrie als Pfand zu sichern. - Der Staat ruf die Bevölkerung daraufhin auf, die Arbeit nierderzulegen und zu streiken. - Die war die Kohleindustrie monatelang stillgelegt, dadurch verstärkte sich die bereits entstehende Inflation, da die Regierung die Bezahlung der Streikenden übernahm und dafür Geld einfach neu druckte. 17. Inflation/Hyperinflation: - Aufgrund der hohen Reparationszahlungen und der Ruhrbesetzung kam es 1923 zur Hyperinflation, sodass sich der Reichskanzler im September gezwungen sah den Streik / den passiven Widerstand aufzulösen. - Millionen Menschen verarmten, verloren ihre Arbeit oder litten unter Hunger und Mangelernährung. - Deutschland musste zurück zu einer stabilen Währung, sodass die Reichsregierung die deutsche Rentenbank gründete. - Die Bank begann ab dem 15. November 1923 die Rentenmark Is neues Zahlungsmittel herauszugeben. - Dadurch wurde die Inflation und auch der illegale Schwarzmarkt-Handel vorerst gestoppt. 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