Die Novemberrevolution und das Ende des Kaiserreichs
Die Novemberrevolution 1918 markierte einen entscheidenden Wendepunkt in der deutschen Geschichte. Nach der militärischen Niederlage im Ersten Weltkrieg verweigerten Kieler Matrosen am 3. November 1918 den Gehorsam, was eine landesweite Revolutionsbewegung auslöste. Der Protest weitete sich rasch aus und führte zur Bildung von Arbeiter- und Soldatenräten in zahlreichen deutschen Städten.
Am 9. November 1918 kam es zur historischen doppelten Ausrufung der Republik. Zunächst verkündete Philipp Scheidemann vom Reichstagsgebäude die parlamentarische Republik, während Karl Liebknecht nur wenige Stunden später vor dem Berliner Stadtschloss eine sozialistische Räterepublik ausrief. Diese Dualität spiegelte den fundamentalen Konflikt zwischen gemäßigten und radikalen Kräften wider.
Definition: Die Novemberrevolution war eine politische Umwälzung, die das Ende der Monarchie und den Beginn der ersten deutschen Demokratie einleitete.
Der neu gebildete "Rat der Volksbeauftragten" unter Friedrich Ebert übernahm als provisorische Regierung die Macht. Der geheime Ebert-Groener-Pakt sicherte die Unterstützung der Militärführung für die neue Regierung zu, führte aber auch zur Spaltung der Arbeiterbewegung. Die Folgen der Novemberrevolution waren weitreichend: Die Wahl zur Nationalversammlung im Januar 1919 legte den Grundstein für die Weimarer Republik.











