Die Währungsreform von 1923
Um die galoppierende Inflation zu stoppen, wurde am 15. November 1923 eine Währungsreform durchgeführt. Die wichtigsten Punkte waren:
- Einführung der Rentenmark als neue Währung
- Umtauschkurs: 1 Billion Papiermark = 1 Rentenmark
- Deckung durch Hypotheken auf Grundbesitz von Landwirtschaft, Industrie und Gewerbe
Vocabulary: Die Rentenmark war eine Übergangswährung zur Überwindung der Inflation.
Die Währungsreform hatte weitreichende Folgen:
- Stabilisierung des Wirtschaftslebens
- Beruhigung der innenpolitischen Situation
- Verluste für Arbeiter, Angestellte und Sparer
- Entschuldung von Schuldnern
Quote: Von einem "Wunder der Rentenmark" wurde gesprochen, da sie zur Normalisierung der Wirtschaft führte.
Am 30. August 1924 wurde die Rentenmark im Rahmen des Dawes-Plans durch die Reichsmark abgelöst. Diese war durch Gold und wertbeständige Devisen gedeckt und sollte die deutsche Währungsstabilität garantieren.
Example: Ein Rentenbankschein über eine Rentenmark wurde abgebildet, der die neue Währung symbolisiert.
Die Währungsreform leitete eine Phase relativer Stabilität ein, die von 1924 bis 1929 andauerte. Diese Zeit wird auch als die "Goldenen Zwanziger" bezeichnet und war von wirtschaftlichem Aufschwung und kultureller Blüte geprägt.



