Swing, Bebop und Modern Jazz
Der Swing markierte den Beginn der Big Band-Ära in den 1930er Jahren. Arbeitslose Musiker schlossen sich vor allem an der Ostküste zu großen Orchestern zusammen, die in vornehmen Klubs und Hotels zum Tanz spielten.
Highlight: Durch ausgefeilte Arrangements gab es im Swing weniger Raum für Improvisationen, und die afrikanischen Elemente traten weiter in den Hintergrund.
Die Besetzung der Swing-Orchester veränderte sich:
- Die Melody Section bestand nun aus einer chorisch besetzten Reed Section (Holzbläser), wobei Saxophone zunehmend die Klarinetten ersetzten.
- Die Brass Section (Blechbläser) wurde mit Trompeten- und Posaunensätzen besetzt.
- Die Rhythm Section blieb solistisch besetzt.
Example: Zu den berühmten Swing-Solisten gehörte Benny Goodman.
Der Bebop entstand um 1940 in New York als Reaktion auf den kommerzialisierten Swing. Wichtige Vertreter waren der Saxophonist Charlie Parker, der Trompeter Dizzy Gillespie und der Pianist Thelonious Monk.
Vocabulary: Bebop - Der Name soll die abwärtsgerichtete verminderte Quinte nachahmen, ein charakteristisches Element dieses Stils.
Bebop zeichnete sich durch kurze, hektische und virtuose Melodiefloskeln aus, die durch Akzentverlagerungen und die Verwendung von alterierten, dissonanten Spannungsakkorden erzeugt wurden. Der textlose Scatgesang imitierte den Instrumentalklang von Saxophon und Trompete.
Definition: Modern Jazz - Alle Jazzstile ab dem Bebop werden als Modern Jazz bezeichnet, während die Stile bis zum Swing als Oldtime Jazz gelten.


































