Die Durchführung und Reprise in der Sonatenhauptsatzform
Die Durchführung ist der zweite Hauptteil der Sonatenhauptsatzform und stellt eine dramatische Auseinandersetzung mit den in der Exposition vorgestellten Themen dar. Hier findet die motivisch-thematische Arbeit statt, bei der einzelne oder beide Themen verarbeitet werden.
Es gibt zwei Haupttypen der Durchführung:
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Der erste Typus beginnt in der Tonart, in der die Exposition endet, meist mit dem Hauptthema oder variierten Gedanken aus der Exposition. Es folgt eine Modulation zu einer verwandten Tonart (in Dur zur VI. Stufe, in Moll zur V. Stufe), wobei melodisch passende Teile variiert wiederholt werden.
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Der zweite, modernere Typus startet oft in einer fremden Tonart. Neue Motive oder Motivkerne werden in einzelnen Stimmen angespielt oder "zergliedert". Anschließend kombinieren sich diese neu in den Orchesterstimmen, gefolgt von einer Modulation in eine weitere Tonart.
Example: In einer Sonate in C-Dur könnte die Durchführung mit dem Hauptthema in G-Dur (der Dominante) beginnen, dann zu e-Moll (der VI. Stufe) modulieren und schließlich Motive beider Themen in verschiedenen Tonarten verarbeiten.
Die Reprise, der dritte Hauptteil der Sonatenhauptsatzform, kehrt meist zur Grundtonart zurück. Sie beginnt oft mit dem Hauptthema, gefolgt von der Überleitung. Das Seitenthema wird nun ebenfalls in der Grundtonart präsentiert, wodurch die tonale Spannung aufgehoben und der musikalische Konflikt gelöst wird.
Highlight: Die Reprise in der Sonatenhauptsatzform dient nicht nur der Wiederholung, sondern auch der harmonischen Auflösung des in der Exposition etablierten Konflikts.
Abschließend kann noch eine Coda angefügt werden, die das Werk abrundet. Falls dem ersten Satz eine langsame Einleitung vorangestellt ist, wird diese als "Introduktion" bezeichnet.
Vocabulary: Coda - Ein abschließender Teil eines Musikstücks, der oft thematisches Material zusammenfasst oder erweitert.






























