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Das Motiv und seine Verarbeitung
Ein Motiv ist die kleinste musikalisch sinnvolle Einheit; aus ihm kann
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Thema, Umkehrung, Transposition, Sequenzierung, Variation generell, Beispiele etc.

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Motiv und Thema Das Motiv und seine Verarbeitung Ein Motiv ist die kleinste musikalisch sinnvolle Einheit; aus ihm kann sich das weitere Geschehen entwickeln. Diese motivische Entwicklung kann innerhalb eines vom Kompo- ... 569 ME nisten geplanten Formverlaufs oder spontan im Verlauf einer Im- provisation geschehen. Besonders in Werken der Klassik finden sich zahlreiche Techniken der Motivverarbeitung. Variante ist eine allge- 31. meine Bezeichnung für die veränderte Gestalt eines Motivs. Umkeh- rung Im Folgenden sind die wichtigsten Motivverarbei- tungstechniken am Beispiel des nebenstehenden Ausgangsmotivs aufgeführt: ist. "He Trans- Das Motiv erscheint in einer anderen position Tonart. Abspal- tung Die Intervalle werden an einer horizonta- len Achse gespiegelt: Auf- und Abwärts- bewegungen werden vertauscht. Sequen- Das Motiv wird immer von Neuem auf zierung eine benachbarte Tonstufe versetzt. Nach- ahmung Verklei- Bei der Verkleinerung (Diminution) und nerung/ Vergrößerung (Augmentation) werden Vergrö- alle Notenwerte verkleinert oder vergrö- Berung Bert (meist halbiert oder verdoppelt). Bei Abspaltung und Fortspinnung wird ein Teil des Motivs herausgelöst und separat weiterverarbeitet. LUDWIG VAN BEETHOVEN: Bei der Nachahmung (Imitation) wird ein Motiv von einer zweiten Stimme nach- geahmt, während die erste weiterläuft. Motiv A WOLFGANG AMADEUS MOZART: seg:. ( forror Storampronariatorg Thema Das Thema (griech. = das Hingestellte) bildet den musikalischen Grundgedanken der Komposition. Es ist das Ausgangsmaterial für musikalische Verarbei- tungstechniken verschiedenster Art. In einem Musik- werk können mehrere Themen verwendet werden, die einzeln verarbeitet oder miteinander in Bezie- hung gebracht werden. Ein Thema kann bereits Ergebnis einer motivischen Verarbeitung sein, etwa durch Fortspinnung. Bei der Fortspinnung werden Motive durch Wiederholung, Veränderung, Transposition, Abspaltung oder Hinzu- fügung neuer...

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Gedanken musikalisch weiterent- wickelt. Periode Die Periode besteht aus zwei Halbsätzen gleicher Länge mit korrespondierender motivischer Gestal- tung (Vordersatz/Nachsatz). Der Vordersatz hat er- öffnenden, der Nachsatz beschließenden Charakter. Die Zäsur am Ende des Vordersatzes erfordert eine Weiterführung in den Nachsatz. Einfache Liedformen Liedformen finden sich in zahlreichen Volks- und Kirchenliedern. Die Formen umfassen dabei wenige Takte (8, 16 etc.). Aber auch in größeren Komposi- tionen finden sich diese Formen: Oft ist ein größerer Formabschnitt oder eine ganze Komposition in einer solchen Liedform gestaltet, z. B. die Da-capo-Arie (a-b-a) oder das Menuett. Zweiteilige Liedform Die zweiteilige Liedform besteht aus zwei meist gleichlangen Teilen, die unterschiedlich, aber moti- visch verwandt sind (a - b). Barform Die Barform (a-a' - b) besteht aus zwei gleichen oder leicht variierten Teilen (Stollen) und einem andersartigen Schlussteil (Abgesang). Wie in diesem Beispiel, wird oft im Abgesang noch einmal der Schluss des Stollens wiederholt (Reprisenbarform). Andere Liedformen: Songform (meist 32 Takte) a a a Mouv Vordersatz Fremd bin ich ein- ge - zo MOHU J.S. Bach: Thema der Fuge fis-Moll (Wohltemperiertes Klavier, Teil I) Stollen (a, a') Diminution Fortspinnung Abgesang (b) a Wenn ich ein Vög-lein wär und auch zwei Flüg-lein hätt, flög ich zu dir, b Nachsatz gen, fremd zieh ich wie der aus. Franz Schubert: ..Gute Nacht“, aus der ..Winterreise" weil's a-ber nicht kann sein, weil's a-ber nicht kann sein bleib ich all - hier. b I Sequenserung | Mohv Dreiteilige Liedform (Da-capo-Form, Bogenform) ,,Kommt, ihr Gspielen", Melchior Franck, 1630 Motiv Motiv Motiv Motiv Motiv Motiv Motiv Augmentation e Elementare Formprinzipien O Elementare Formprinzipien und Formschemata, wie z. B. die Sequenzierung oder die dreiteilige Liedform, gehören zum Grundwerkzeug formaler Gestaltung und finden sich in vielen Stilen und Kompositionsgat- tungen. Imitation Ein bewährtes Werkzeug bei der Formanalyse sind Buchstaben, die Gegensätzlichkeit, Verwandtschaft oder Gleichheit von Formabschnitten repräsentieren (z. B. a-b-a). Durch ein Apostroph wird die Vari- ierung eines Forinteils angedeutet (a-a'). DE Variante Rhythmus verändert Intervalle verändert Abspaltungen Sequenzierung 14 Spiegelung Krebs a Motiv und motivische Verarbeitungstechniken Das Motiv ist die kleinste musikalisch sinnvolle Ein- heit. Aus ihm kann sich das weitere Geschehen ent- wickeln. Imitation Imitation ist eine kontrapunktische Technik, d. h. sie wird in Sätzen mit mehreren melodisch und rhyth- misch selbständigen Stimmen angewandt. Ein Motiv oder Thema wird von einer zweiten Stimme auf glei- cher oder anderer Tonstufe wiederholt, während die erste kontrapunktisch dazu weitergeführt wird. Oft wird nur der Kopf des Themas imitiert. Die strengste Form der Imitation ist der Kanon. Variante (Variation, Variierung) Ein Thema oder Motiv wird in einigen seiner musika- lischen Eigenschaften verändert. Abspaltung Ein Teilmotiv eines Themas wird aus seinem Kontext gelöst und separat weiterverarbeitet. Sequenzierung In der melodischen Sequenz wird ein Motiv auf einer anderen (meist benachbarten) Tonstufe wie- derholt, in der harmonischen Sequenz (Akkordse- quenz) ein Akkordpaar (vgl. S. 32). Oft bildet eine Akkordsequenz den harmonischen Hintergrund für eine melodische Sequenz. Umkehrung (Spiegelung, Inversion) Die Intervalle eines Themas werden an einer hori- zontalen Achse gespiegelt: aus Abwärts- werden Auf- wärtsintervalle und umgekehrt. Krebs (rückläufige Form) Die Töne eines Themas werden in umgekehrter Folge gespielt. Augmentation und Diminution Alle Notenwerte werden proportional vergößert oder verkleinert (meist verdoppelt oder halbiert). DIE VARIATION Variation (lat. variare) bedeutet die mehrmalige Veränderung einer liedmäßigen Melodie (eines Themas): A: Thema A1, A2, A3, A4, A5; Variationen Die Veränderungen können ansetzen bei: der Melodie/den Tonhöhe - der Begleitung - dem Rhythmus/den Notenwerten der Vortragsart:Lautstärke,: Artikulation (legato, staccato) der Harmonik (Begleitakkorde) - dem Tempo dem Takt Dur & Moll Je nachdem, was verändert wird, spricht man auch von verschiedenen Variationstypen. I. Strenge Variation VARIATIONSTYPEN a) Figuralvariation (lat. figura = Form, Gestalt): Die Melodie (das Thema) wird verändert. Sie wird umspielt, durch Verzierungen ausgeschmückt, ihre Grundform ist aber noch erkennbar. In den Begleitstimmen werden lediglich Akkorde aufgelöst (,,gebrochen"). b) Cantus firmus- Variation (lat. Cantus firmus = fester, starker Gesang): Die Melodie bleibt fast unverändert erhalten. Sie kann von einer Stimme in die andere wandern. Die Begleitstimmen ändern sich fortwährend; Beispiel: alle Variationen im langsamen Satz des „Kaiserquartetts" von J. Haydn II. Freie Variation (Charaktervariation) Die Grundstimmung des Themas wird umgewandelt. Es wird nicht mehr in seiner Gesamtheit verändert, sondern einzelne Bausteine davon (Motive) werden herausgenommen und zu neuer musikalischer Form erweitert. Beispiel Besonders beliebt ist die Vermollung („Minore“) eines Dur-Themas - Auch spätestens die letzte Variation einer Variationenreihe ist eine Charaktervariation. Sie überrascht den Hörer mit etwas ,,fast Neuem“.

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Gedanken musikalisch weiterent- wickelt. Periode Die Periode besteht aus zwei Halbsätzen gleicher Länge mit korrespondierender motivischer Gestal- tung (Vordersatz/Nachsatz). Der Vordersatz hat er- öffnenden, der Nachsatz beschließenden Charakter. Die Zäsur am Ende des Vordersatzes erfordert eine Weiterführung in den Nachsatz. Einfache Liedformen Liedformen finden sich in zahlreichen Volks- und Kirchenliedern. Die Formen umfassen dabei wenige Takte (8, 16 etc.). Aber auch in größeren Komposi- tionen finden sich diese Formen: Oft ist ein größerer Formabschnitt oder eine ganze Komposition in einer solchen Liedform gestaltet, z. B. die Da-capo-Arie (a-b-a) oder das Menuett. Zweiteilige Liedform Die zweiteilige Liedform besteht aus zwei meist gleichlangen Teilen, die unterschiedlich, aber moti- visch verwandt sind (a - b). Barform Die Barform (a-a' - b) besteht aus zwei gleichen oder leicht variierten Teilen (Stollen) und einem andersartigen Schlussteil (Abgesang). Wie in diesem Beispiel, wird oft im Abgesang noch einmal der Schluss des Stollens wiederholt (Reprisenbarform). Andere Liedformen: Songform (meist 32 Takte) a a a Mouv Vordersatz Fremd bin ich ein- ge - zo MOHU J.S. Bach: Thema der Fuge fis-Moll (Wohltemperiertes Klavier, Teil I) Stollen (a, a') Diminution Fortspinnung Abgesang (b) a Wenn ich ein Vög-lein wär und auch zwei Flüg-lein hätt, flög ich zu dir, b Nachsatz gen, fremd zieh ich wie der aus. Franz Schubert: ..Gute Nacht“, aus der ..Winterreise" weil's a-ber nicht kann sein, weil's a-ber nicht kann sein bleib ich all - hier. b I Sequenserung | Mohv Dreiteilige Liedform (Da-capo-Form, Bogenform) ,,Kommt, ihr Gspielen", Melchior Franck, 1630 Motiv Motiv Motiv Motiv Motiv Motiv Motiv Augmentation e Elementare Formprinzipien O Elementare Formprinzipien und Formschemata, wie z. B. die Sequenzierung oder die dreiteilige Liedform, gehören zum Grundwerkzeug formaler Gestaltung und finden sich in vielen Stilen und Kompositionsgat- tungen. Imitation Ein bewährtes Werkzeug bei der Formanalyse sind Buchstaben, die Gegensätzlichkeit, Verwandtschaft oder Gleichheit von Formabschnitten repräsentieren (z. B. a-b-a). Durch ein Apostroph wird die Vari- ierung eines Forinteils angedeutet (a-a'). DE Variante Rhythmus verändert Intervalle verändert Abspaltungen Sequenzierung 14 Spiegelung Krebs a Motiv und motivische Verarbeitungstechniken Das Motiv ist die kleinste musikalisch sinnvolle Ein- heit. Aus ihm kann sich das weitere Geschehen ent- wickeln. Imitation Imitation ist eine kontrapunktische Technik, d. h. sie wird in Sätzen mit mehreren melodisch und rhyth- misch selbständigen Stimmen angewandt. Ein Motiv oder Thema wird von einer zweiten Stimme auf glei- cher oder anderer Tonstufe wiederholt, während die erste kontrapunktisch dazu weitergeführt wird. 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DIE VARIATION Variation (lat. variare) bedeutet die mehrmalige Veränderung einer liedmäßigen Melodie (eines Themas): A: Thema A1, A2, A3, A4, A5; Variationen Die Veränderungen können ansetzen bei: der Melodie/den Tonhöhe - der Begleitung - dem Rhythmus/den Notenwerten der Vortragsart:Lautstärke,: Artikulation (legato, staccato) der Harmonik (Begleitakkorde) - dem Tempo dem Takt Dur & Moll Je nachdem, was verändert wird, spricht man auch von verschiedenen Variationstypen. I. Strenge Variation VARIATIONSTYPEN a) Figuralvariation (lat. figura = Form, Gestalt): Die Melodie (das Thema) wird verändert. Sie wird umspielt, durch Verzierungen ausgeschmückt, ihre Grundform ist aber noch erkennbar. In den Begleitstimmen werden lediglich Akkorde aufgelöst (,,gebrochen"). b) Cantus firmus- Variation (lat. Cantus firmus = fester, starker Gesang): Die Melodie bleibt fast unverändert erhalten. Sie kann von einer Stimme in die andere wandern. Die Begleitstimmen ändern sich fortwährend; Beispiel: alle Variationen im langsamen Satz des „Kaiserquartetts" von J. Haydn II. Freie Variation (Charaktervariation) Die Grundstimmung des Themas wird umgewandelt. Es wird nicht mehr in seiner Gesamtheit verändert, sondern einzelne Bausteine davon (Motive) werden herausgenommen und zu neuer musikalischer Form erweitert. Beispiel Besonders beliebt ist die Vermollung („Minore“) eines Dur-Themas - Auch spätestens die letzte Variation einer Variationenreihe ist eine Charaktervariation. Sie überrascht den Hörer mit etwas ,,fast Neuem“.