Erziehung in Schule und Familie
Die Schule im Nationalsozialismus erfuhr tiefgreifende Veränderungen, die auf die Vorbereitung der Jugend für den Krieg und die Verbreitung der NS-Ideologie abzielten. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehörten:
- Verkürzung der Schulzeit
- Einführung neuer Fächer wie Deutsche Vorgeschichte, Erblehre und Rassenkunde
- Ausschluss jüdischer Kinder vom Unterricht, besonders nach November 1938
- Durchdringung aller Fächer mit nationalsozialistischer Ideologie
Beispiel: Im Sportunterricht wurde der Militarismus betont, in Biologie die Rassenbiologie gelehrt und im Geschichtsunterricht das Führerprinzip verherrlicht.
Die Lehrerschaft wurde einer strengen Kontrolle unterworfen. Jüdische und politisch unerwünschte Lehrer wurden entlassen. Die überwiegende Mehrheit der Lehrer trat dem Nationalsozialistischen Lehrerbund (NSLB) bei, und ein Drittel wurde Mitglied der NSDAP.
Highlight: 98% der Lehrer traten dem NSLB bei, was die umfassende Gleichschaltung des Bildungssystems verdeutlicht.
Die Erziehung in HJ und BDM spielte eine zentrale Rolle in der nationalsozialistischen Jugenderziehung. Ab 1933 waren diese die einzigen erlaubten Jugendorganisationen, und ab 1936 wurde die Teilnahme gesetzlich verpflichtend.
Die Hitler-Jugend (HJ) für Jungen konzentrierte sich auf:
- Körperliche Ertüchtigung für den Kriegsdienst
- Ideologische Schulung
- Paramilitärische Ausbildung
Der Bund Deutscher Mädel (BDM) für Mädchen legte den Schwerpunkt auf:
- Handarbeit und Werkarbeit
- Körpererziehung zur Erhaltung von Gesundheit und Fitness
- Vorbereitung auf die Mutterrolle
Vocabulary: BDM steht für "Bund Deutscher Mädel", die weibliche Jugendorganisation im Nationalsozialismus.
Diese umfassende Kontrolle über die Jugend ermöglichte es dem Regime, eine ganze Generation im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie zu formen und für seine Zwecke zu instrumentalisieren.




































