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Gerd E. Schäfer: Frühkindliche Bildung und die Bedeutung des Spiels

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GERD E. SCHÄFER: FRÜHKINDLICHE BILDUNG UND DIE
BEDEUTUNG DES SPIELS
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Bildung im Verständnis Gerd E. Schäfers
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Gerd E. Schäfer
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● ● GERD E. SCHÄFER: FRÜHKINDLICHE BILDUNG UND DIE BEDEUTUNG DES SPIELS ● Bildung im Verständnis Gerd E. Schäfers ● ● O O Gerd E. Schäfer *1942 Emeritierter Professor für Pädagogik der frühen Kindheit Beschäftigte sich vor allem mit frühkindlicher O Bildungsforschung, Naturwissenschaft der Kinder, ästhetischer Bildung und Spiel Selbsttätigkeit des Individuums mit Eigeninitiative Zwischen dem Kind und seiner Umwelt bestehen noch keine klaren und gesicherten Grenzen Bildung kann nur in der Auseinandersetzung mit Mitmenschen, der (kulturellen) Umgebung entstehen. Will komplexe Vorgänge verstehen Stellt Beziehungen in den Mittelpunkt Bildung ist umfassend / ganzheitlich Bildung als lebenslanger Prozess Bildung ist (selbst-) Gestaltung → Entwicklung zur Mündigkeit / Autonomie Ordnung der Sprache hilft dem Kind dabei, seine Erfahrungen zu strukturieren Fünf Thesen auf Basis seiner Überlegungen O Bildung hat etwas mit Selbsttätigkeit zu tun. Man kann nicht gebildet werden, bilden muss man sich Selbst O Bildung erfolgt aufgrund von individuellen Sinnfindungen oder -verlusten, Sinn kann man nur selbst finden und niemand anderem vermitteln Sinn ergibt sich nicht nur aus dem, was man erfährt oder tut, sondern mehr noch - daraus, wie man das, was man erfährt oder tut, in das einordnet, was man bisher erfahren und getan hat Bildung beschränkt sich nicht auf einen rational-logischen Prozess, sondern schließt die ganze menschliche Palette der sinnlich-emotionalen Erfahrungs- und Verarbeitungsmöglichkeiten ein sowie deren subjektive Gewichtung Gebildet wird man ferner durch etwas. Die Gegenstände der Bildung tragen den Stempel der Geschichte und damit ein soziales...

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und kulturelles Muster. Außerhalb der soziokulturellen Gewordenheit ist keine Bildung möglich lernen Wissen Ausbildung Unterricht Zeugnis Kurse Bildung Seminare Perspektive Klausur Uni Schule Fortbildung Erfolg KVHS Zukunft Studium Weiterbildung Prozesse der Selbstbildung und Prozesse eines bildenden Lernens Zwei Dimensionen des frühkindlichen Bildungsprozesses O Hervorbringen eines Subjekts, das zugleich individuell und allgemein ist in den Blick nehmen o Lernprozesse, die ein Mensch im Laufe seines Lebens durchläuft betrachten Mensch begegnet immer neue Wirklichkeiten und versucht dementsprechend sein Wissen, Können, seine Handlungs- und Beziehungsfähigkeiten zu erweitern und zu differenzieren ● Prozesse der Selbstbildung: Säugling ist von Beginn seines Lebens an, aktiv mit der Bewältigung seiner Umwelt und mit der Konstitution seines Selbst beschäftigt Ein Baby kann zwar schon seine eigenen Erfahrungen machen, diese aber noch nicht integrativ verbinden ● ● Prozesse bildenden Lernens: Säugling ist im gewissen Sinne ,,kompetent" → kann damit schon von Beginn an ein ● ● ● Bald ist der Säugling zu einer Selbstabgrenzung innerhalb kommunikativer Beziehungen fähig Beispiel für die Entwicklung der Selbstständigkeit O Der Säugling wird immer sicherer darin, seine Umgebung zu beeinflussen ● ,,Bildungsprozess" stattfinden? Unterscheidung zwischen dem, was Kinder bereits als innerer Welt in sich tragen, und dem, was sie aus der Außenwelt beeinflusst Bildung findet erst über eine innere Verarbeitung statt, die das menschliche Subjekt jeweils selbst leistet → gilt sowohl für Erwachsene als auch für Kinder von Geburt an Weder Ausbildung von Kompetenz allein, noch eine einfache Aneignung der sozialen und kulturellen Welt bedeuten Bildung Es gibt auch Momente der Grenzen und des Scheiterns im (früh-)kindlichen Bildungsprozess Jede neue Erfahrung führt das Kind in neue Dimensionen, für deren Bewältigung zunächst noch keine Strukturen vorhanden sind → Kann mit autistischen anmutenden Rückzügen und schizoiden Ängsten verbunden sein (meist nicht krankhaft und müssen deshalb auch nicht behandelt werden) Volksmärchen können Kindern helfen, tiefen Ängsten oder Irritationen konstruktiv zu begegnen (Aussage Bettelheims) Wichtiger Hinweis: der Säugling bzw. das Kind muss durch das Erleben von Grenzen nicht nur seine Erfahrungen an sich selbst neu strukturieren, sondern vielfach zugleich bislang bestehende Weisen des Denkens und Fühlens aufgeben 1+1=2 1+2=3 91+3= Kind verliert so seinen Glauben an möglicherweise gute Mächte, die es stützen und unterstützen könnten (magisches Denken im Sinne von Piaget) Fünfzehn Thesen 1. Der Elementarbereich ist ein eigener Bildungsbereich 2. Orientierung am kindlichen Bildungsbedarf Mit dieser These fordert Schäfer, frühkindliche Bildung nicht primär an den sich verändernden Anforderungen der Gesellschaft oder Schule zu orientieren, sondern zunächst am Kind und seiner Tätigkeit 3. Frühkindliche Bildung ist in erster Linie Selbstbildung im sozialen Kontext Schäfer erklärt mit einem Vergleich vom Kind und Computer, dass Kinder mit einem bestehenden inneren ,,Programm" einfache Probleme lösen würde, aber im Lösungsprozess auch ihre Programme überarbeiteten und veränderten. Dieser Prozess der ,,Selbstbildung" finde immer in sozialen Bezügen statt 4. Auch kleine Kinder erleben Sinn und Bedeutung Der Bedeutungshorizont des Kindes ist zunächst subjektiv, findet es nichts von Bedeutung, langweilt es sich. Bald aber lernt ein Kind, seine subjektive Bedeutung mit der Bedeutung zu vergleichen, die seine Mitmenschen empfinden. Kinder erleben also aktiv ein Wechselspiel zwischen sich und den Erwachsenen 5. Frühkindliche Bildung ist komplex Schon Säuglinge müssen aus einer Vielfalt aufgenommener Reize die Aufmerksamkeitszonen herausfiltern, denen Bedeutung zukommt 6. Frühkindliche Bildung ist zunächst ästhetische Bildung Menschliche Wahrnehmungen werden durch Erfahrungen der Vergangenheit vorgeordnet. Mit ästhetischer Bildung meint Schäfer die Strukturierung der sinnlichen Erfahrungen durch biologische, kulturelle und lebensgeschichtlich erworbene, vielfach bildhafte Ordnungen 7. Kinder sind Erforscher ihrer sachlichen Umwelt und ihrer sozialen Mitwelt 8. Frühkindliche Bildung beruht auf Beziehungen 9. Frühkindliche Bildung erzeugt innere Bilder Eigene Wahrnehmungserfahrungen der Kinder werden nicht nach abstrakten oder vorgegebenen Denkmustern geordnet. Kinder konstruieren Imaginationen, Fantasien, innere Geschichten und Bilder, die als Grundmuster dienen, auf denen abstrakte Denkmuster dann aufbauen. Darum müssen Kinder weitere Räume für Sammeln, Fantasieren, Spielen und Gestalten haben 10. Nicht Kompetenzen vermitteln, sondern Problemlösen fördern Mit dieser Forderung widersetzt sich Schäfer einem Konzept von Kindergarten als einer noch früher einsetzenden Schule. Kinder sollen auf der Basis ihrer eigenen Erfahrungen selbst Fragen entdecken könne, statt mit fertigen Antworten konfrontiert zu werden. Sie sollen lernen können, ihre Probleme in ihrem Alltag kreativ lösen zu lösen. 11. Frühkindliche Bildung stütz sich auf die Selbstbildungspotenziale der Kinder 12. Frühkindliche Bildung ist in soziale Prozesse der Verständigung eingebettet Kinder müssen in ihrer Individualität gesehen werden. Je jünger sie sind, umso mehr muss dies berücksichtigt werden, damit ein kindliches Interesse an der Welt wachgehalten werden und Neugier entstehen kann. Kinder werden so auch darauf vorbereitet, mit individuellen oder auch kulturellen Differenzen umzugehen. Projektarbeit, offene Arbeit, Arbeiten in Werkstätten und Ateliers unterstützen individuelles Lernen 13. Durch die frühkindliche Bildung entwickelt das Kind Vorstellungen davon, wie und was man in seinem Umfeld wahrnehmen, denken und aussprechen kann 14. Die Erwartung von Gesellschaft und Kultur Bildungsprozesse sollten sich nicht nur an den sozialen und gesellschaftlichen Erwartungen orientieren, sondern zugleich Einstellungen, Erwartungen, Vorstellungen und Fantasien der Kinder berücksichtigen. Man kann ihnen zwar Ziele vorgeben, sollte ihnen aber Spielraum für Eigentätigkeit lassen 15. Bildung ist das Wissen und Können, mit dem wir tatsächlich denken und handeln Die Bedeutung des Spiels Merkmale: ➤ Das Spiel ist intrinsisch¹ motiviert, das heißt es bezieht Spannung und Motivation aus sich selbst heraus Es ist ein eigenständiger Verhaltensbereich mit eigenen Regeln und Gesetzen Es hat eine zeitliche Struktur: es weist einen zeitlichen Anfang und ein zeitliches Ende auf ➤ Es beruht auf Freiwilligkeit und Eigenständigkeit des Kindes Es ist für die Kinder mit Sinn verbunden Funktion und Bedeutung des Spiels für Kinder: Das Spiel dient der Erkundung der Welt, dem Vertraut machen mit sich selbst und seiner Umgebung und. Es ermöglicht dem Kind, sich in Beziehung zu seiner Welt zu setzen und seine Erlebnisse und Gefühle zu verarbeiten ➤ Dient als Informationsgewinn, somit Informationen aufzunehmen und viele nützliche beizubehalten > Spielen ermöglicht dem Kind, sich ausprobierend und schöpferisch mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen und seine Entwicklung darüber voranzutreiben; insofern ist Spielen die Arbeit des Kindes" und ein wesentlicher Motor seiner Entwicklung" Das Spiel ist das wichtigste Lernfeld in der frühen Kindheit. Das Kind erwirbt und übt durch Spielen mannigfaltige 2 Fähigkeiten: motorische, kognitive, sprachliche, soziale, moralische, emotionale und kreative. Das Spielen fördert nicht nur den Erwerb einzelner Kompetenzen, sondern ermöglicht komplexe Erfahrungen ➤ Das Spiel ist ein wesentlicher Bestandteil der frühkindlichen Selbstbildung 1 von innen her, aus eigenem Antrieb; durch in der Sache liegende Anreize bedingt 2 Vielfältigkeit, Vielgestaltigkeit Entstehung der Wirklichkeit im Spiel innere Wirklichkeit ist eine konstruktion entlang von Mustern die sinnlich wahrgenommen werden Individuen benötigen eine zweite Wirklichkeit zum Denken, Handeln... in sich selbst Lernprozesse (des Gehirns) ● ● ➡ evolutionär →→seit ca. 100 000 abgeschlossen nachgeburtlich, epigenetisch → Feineinstellung des Gehirns Lernen in Alltagssituationen bewusstes Lernen Doppelstruktur: indem man etwas lernt, lernt man auch wie man es lernt Sachverhalte: bestimmte Themen, Begrifflichkeiten, Konzepte ● ➡ Wege & Methoden: Programme, mit denen wir ,,denken" →wie lerne ich effektiv & nachhaltig? Erfahrungs-, Lern- & Denkwege Entwicklung des Spiels bei Kindern Im Babyalter findet in der Interaktion zwischen Bezugsperson und Kind ein Prozess des „Mitziehens" statt ➡ ermöglichen das Handeln, Denken... → Ausbildung beginnt bereits im kindlichen Spiel & dessen Vorläufern Wahrnehmung der Umwelt über das ZNS → Verarbeitung der Informationen im Gehirn (Wirklichkeit)→→ Abgleichen mit bereits Bekanntem & daran orientiertem Handeln Babys imitieren das, was sie wahrnehmen ➤ Kleinkinder sind in der Lage, das Wahrgenommene mit zeitlicher Verzögerung zu imitieren In ,,Als-ob-Spielen" können Kinder bestimmte Situationen simulieren und mit Erfahrungen experimentieren ● Die Grammatik des Spiels Merkmale des spielerischen Verhaltens ist frei von äußeren Zwecken hat keine bestimmten Ziele erregt Spannung und Motivation aus sich heraus geschlossener Bereich, hat ein Anfang und ein Ende Pädagogische Konsequenzen zur Grammatik des Spiels Spielen nicht verbieten Eltern müssen mitspielen Altersgerechte Spiele anbieten Freiraum geben für Spiel Spielzeuge, Räume etc. zur Verfügung stellen Nicht stören beim Spiel Spiel als intermediärer Raum durch das Spiel erfährt man Wirklichkeit, behandeln sie aber nach ihren Wünschen kann Konsequenzen der Realität herausfinden ohne ihnen gleich gerecht werden zu müssen Anfänge der Bildung sprachlicher Bildung 0-3 Monate Babys können differenzierte Laute unterscheiden und alle möglichen Laute und Klänge aller möglichen Sprachen könnten unterschieden werden 8-12 Monate Babys stellen sich auf die Laute ihrer jeweiligen Muttersprache ein → können Melodien erkennen 2. Lebensjahr Satzeinheiten können unterschieden werden → Kinder sind bereits Laut-, Satz- und Wortmusiker Sprachentwicklung in der frühen Kindheit Der Spracherwerb beginnt lange, bevor das Kind das erste Wort spricht Um sprechen zu lernen, müssen Kinder die Laute ihrer Umgebung ● → dadurch können sie Worteinheiten differenzieren ● ● wahrnehmen und erkennen Im Lauf des ersten Lebensjahres stellen sie sich allmählich auf die Laute ihrer Muttersprache ein und identifizieren deren Betonungsmuster Bevor sie selber Sprechen können, können Kleinkinder bereits im Laufe des zweiten Lebensjahres bestimmte Satzmelodien und Satzeinheiten voneinander unterscheiden Alle Säuglinge auf der Welt brabbeln zunächst auf die gleiche Art. Im Alter von ein- bis eineinhalb Jahren geben Kinder schließlich nur noch Laute von sich, die für ihr Sprachumfeld typisch sind. Die universale Phase der TR T SCH KR A K WEIL M Artikulation Blickkontakt nicht nachsprechen lassen aussprechen lassen zuhören Sprache anregen Schreien / Lallen Hören ensumwelt Sehen HABEN ICH MILCH TOMM MAMA Wortschatz MAMA! Grammatik Sprach- verständnis Tasten Sprech- freude sensomotorische Integration Akzeptanz ICH WILL MILCH HABEN MAMA TOMM Bewegung (Grob- / Feinmotorik) Kultur***** Hirnreifung sozialemotionale Entwicklung geistige Entwicklung MAMA MILCH HABEN Wärme Sprachproduktion geht damit zu Ende Im Alter von eineinhalb bis zwei Jahren äußern Kinder die ersten sinnesbezogenen Worte Liebe Gesellschaft Verständnis für sprachliche Bedeutung und Sinneszusammenhänge Die sozialen Beziehungen des Kindes zu seinen nahen Bezugspersonen bestimmen den Spracherwerb des Kindes. Über ihre Gefühle erfassen Kinder die Bedeutsamkeit von Sprechakten Der Spracherwerb des Kindes basiert auf Erfahrungen: Sprachverständnis und Sprechen entwickeln sich in einem Handlungszusammenhang, durch Ereignisse, die einen Alltagsbezug haben und in einem Sinneszusammenhang stehen In der Interaktion mit dem Kind lenkt die Mutter oder die jeweilige Bezugsperson die Aufmerksamkeit des Kindes auf bestimmte Dinge oder Situationen, die sie mit Worten bezeichnet. Dies geschieht in bestimmten szenischen Zusammenhängen, die es dem Kind ermöglichen, die Bedeutung von Wörtern und Sätzen zu verstehen Mit dem Spracherwerb eröffnet sich dem Kind der Zugang zum symbolischen Denken ● ● Pädagogische Perspektive Sprachförderung geschieht nicht durch gesondertes Förderungsprogramm, sondern in der alltäglichen Kommunikation mit Kindern Erwachsene müssen es Kindern ermöglichen, über ihre Erlebnisse und Erfahrungen, Gefühle und Empfindungen zu sprechen. Dazu ist es notwendig, dass Kinder Erfahrungen machen, die bedeutsame Sprachanlässe liefern, und dass Erwachsene den Kindern Wörter und Sätze anbieten, damit diese sich sprachlich ausdrücken können Erwachsene sollen in Handlungskontexten mit Kindern sprechen und das kindliche Handeln sprachlich begleiten DA Kritische Würdigung ● ● ● POSITIV Die Individualität des Kindes wird gefördert Das Spiel ist nie sinnlos Durch die gegebenen Freiräume wird die Selbstständigkeit des Kindes gefördert Die Empathiefähigkeit wird durch die Erfahrung im sozialen Kontakt gestärkt ● Das Orientieren an kindlichen Bildungsmedien und nicht am ● Mehr als nur Theorie → explizit pädagogisch Zielt auf Mündigkeit ab, bejaht konstruktives, aktives Wesen des Kindes Erwachsenen wird nicht das Recht genommen, in Familien bestimmte Regeln aufzustellen elterlichen/gesellschaftlichen Erhöhung des Selbstbewusstseins und der Kreativität ● ● ● NEGATIV Angebote bleiben unspezifisch Aufforderungen für konkrete Lernaufgaben müssen laut Schäfer noch nicht stattfinden → Sollen Kinder nur tun/ lernen müssen, wozu sie auch motiviert sind? Müssen Kinder nicht diszipliniert werden? Stufen der Kultivierung/Sozialisation müssen erreicht werden erfordert Disziplin ES wird nur Bezug auf die frühkindliche Bildung genommen → kein lebenslanger Prozess Selbstbildung steht im Vordergrund → Kind wird zu sehr frei gelassen (braucht Unterstützung) Beeinträchtigung der Kinder (z. B. Autistische werden in seinen Theorien berücksichtigt) Kinder im Vorschulalter sind nicht fähig hypothetisch zu denken (=zu hohe Ansprüche) In der zukünftigen Schullaufbahn wird ein einheitliches Tempo angefordert, allgemeines Bedeutungsverständnis ist nötig Schäfer kritisiert das Schulsystem. Schulsystem kann man nicht verändern **