Dimensionen der Identitätsarbeit
Keupps Modell der Identitätsarbeit umfasst verschiedene Dimensionen und Prozesse:
Innere Dimension: Die innere Dimension beinhaltet die Selbstthematisierung und Synthesearbeit. Hier verknüpft das Subjekt verschiedene Aspekte seiner Erfahrungen und Selbstwahrnehmungen.
Äußere Dimension: Die äußere Dimension bezieht sich auf die Passungsarbeit zwischen dem Selbst und der Umwelt. Es geht darum, die eigene Identität in Einklang mit den Anforderungen und Möglichkeiten der sozialen Umgebung zu bringen.
Vocabulary: Lebenskohärenz bezeichnet das Gefühl der Stimmigkeit und des Zusammenhangs im eigenen Leben.
Metaidentität: Die Metaidentität umfasst übergeordnete Aspekte wie das Identitätsgefühl und Wertorientierungen. Sie bildet den Rahmen für die verschiedenen Teilidentitäten.
Teilidentitäten: Teilidentitäten beziehen sich auf spezifische Lebensbereiche wie Familie, Beruf oder Freizeit. Sie können sich je nach Kontext und Lebensphase in ihrer Bedeutung und Ausprägung verändern.
Example: Eine Person kann gleichzeitig die Teilidentitäten "engagierte Mutter", "erfolgreiche Managerin" und "leidenschaftliche Hobbymusikerin" haben.
Keupp betont, dass gelingende Identitätsarbeit zu Kohärenz, Authentizität, Anerkennung und Handlungsfähigkeit führt. Dies sind zentrale Elemente für eine erfolgreiche Lebensbewältigung in der Spätmoderne.





